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Software für Eishockey-Vereinsturniere

Acht Teams, zwei Eisflächen, ein Wochenende: Gruppen am Samstag, Halbfinale und Medaillen am Sonntag

Acht Teams passen auf zwei Eisflächen in ein Wochenende. Am Samstag spielen zwei Vierergruppen, am Sonntag folgen Halbfinale, Spiel um Platz 3 und Finale, insgesamt 16 Spiele. Mit einem 90-Minuten-Zeitfenster samt Eisaufbereitung läuft die Vorrunde von 8:00 bis etwa 17:00 Uhr, der Sonntag endet gegen 12:30 Uhr. Nach dem IIHF Event Code bringt ein Sieg in der regulären Spielzeit 3 Punkte, ein Sieg in der Verlängerung 2 und eine Niederlage dort 1. Ein K.-o.-Spiel ohne Sieger geht in die Verlängerung und ins Penaltyschießen.

Das Wochenende auf zwei Eisflächen

Freitagabend: Die Teamleitungen schicken ihre Kader. IIHF-Regel 5.1 erlaubt 22 Spieler pro Team, höchstens 20 Feldspieler und 2 Torhüter.

Samstag, 8:00 Uhr: das erste Gruppen-Zeitfenster, ein Spiel auf jeder Eisfläche. Fünf weitere folgen um 9:30, 11:00, 12:30, 14:00 und 15:30 Uhr.

Samstag, gegen 17:00 Uhr: Das letzte Gruppenspiel ist vorbei. Zwölf Spiele sind gespielt, beide Tabellen stehen fest, und die Trainer kennen die Paarungen für Sonntag.

Sonntag, 9:00 Uhr: beide Halbfinale gleichzeitig. Der Sieger der Gruppe A trifft auf den Zweiten der Gruppe B, der Sieger von B auf den Zweiten von A.

Sonntag, 11:00 Uhr: Finale auf Eisfläche 1, Spiel um Platz 3 auf Eisfläche 2. Die halbe Stunde über das 90-Minuten-Fenster der Halbfinale hinaus lässt Platz für Verlängerung und Penaltyschießen.

Gegen 12:30 Uhr: Siegerehrung. Der komplette Turnierbaum steht schon auf der öffentlichen Veranstaltungsseite.

Im 90-Minuten-Fenster steckt auch die Eisaufbereitung. In diesem Plan dauert jedes der drei Drittel 15 Minuten effektive Spielzeit statt 20 Minuten nach IIHF-Regel 77.1, und die Pausen sind kürzer als die 15 Minuten aus Regel 77.2. Miss ein Spiel auf deinem eigenen Eis, bevor du das Zeitfenster festlegst. Die Uhr steht bei jedem Pfiff, deshalb dauert ein Spiel deutlich länger als die Summe seiner Drittel.

16 Spiele, 3-2-1-0 und eine Verlängerung, die die Tabelle dreht

Eine Vierergruppe spielt 4 × 3 / 2 = 6 Spiele, zwei Gruppen also 12. Mit zwei Halbfinals, dem Spiel um Platz 3 und dem Finale sind es 16. Jedes Team spielt am Samstag dreimal, die Halbfinalisten am ganzen Wochenende fünfmal.

Art. 218 des Event Codes der IIHF-Weltmeisterschaft (Ausgabe 2027, gültig ab 1. Juli 2026) kennt in der Tabelle kein Unentschieden. Ein Sieg in der regulären Spielzeit bringt 3 Punkte, eine Niederlage 0. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, bekommt jedes Team 1 Punkt, und der Sieger von Verlängerung oder Penaltyschießen einen weiteren. Art. 219 trennt punktgleiche Teams. Bei zwei Teams entscheidet ihr direktes Spiel, bei drei und mehr zählen Punkte, dann Tordifferenz, dann erzielte Tore aus den Spielen untereinander.

Eine Beispielgruppe. A schlägt B 2:1 nach Verlängerung und C 3:2 in der regulären Spielzeit, verliert aber 1:2 gegen D. B gewinnt 2:1 nach Verlängerung gegen D und 3:2 gegen C. C schlägt D 4:1. IIHF-Punkte: B 6, A 5, D 4, C 3. Zählt jeder Sieg 3 Punkte, haben A und B je 6, A liegt dank des direkten Vergleichs vorn, und C zieht wegen des 4:1 an D vorbei. Zwei Tore in der Verlängerung verschieben alle vier Plätze.

Schreib die Tabellenregeln in die Ausschreibung, vor dem ersten Bully. Ein Trainer, dessen Team zweimal in der Verlängerung verloren hat, rechnet nach.

Verlängerung, Penaltyschießen und Strafen auf der Tafel

Im Gruppenspiel sieht IIHF-Regel 84.1 bis zu 5 Minuten Verlängerung mit Sudden Death vor, mit drei Feldspielern und einem Torhüter pro Team. Fällt kein Tor, folgt das Penaltyschießen: fünf verschiedene Schützen pro Team, danach je einer, bis eine Seite führt (Regel 84.4). Ins Endergebnis geht nur das entscheidende Tor ein. Play-off-Spiele und das Spiel um Bronze haben bis zu 10 Minuten Verlängerung (84.5), das Finale um Gold spielt Verlängerungen bis zum ersten Tor, 3 gegen 3, jeweils nach 15 Minuten Pause mit Eisaufbereitung (84.6). Für ein Vereinsturnier mit gebuchter Eiszeit legst du eine Regel fest, die ins Zeitfenster passt, und schreibst sie in die Ausschreibung.

Die Eishockey-Anzeigetafel zählt drei Drittel herunter, dann 5 Minuten Verlängerung, und öffnet danach das Penaltyschießen. Dort hat jedes Team eine Taste für Tor und eine für Fehlschuss. Die Tafel zählt die Versuche und zeigt an, wann das Schießen entschieden ist, nach fünf Schützen oder im Sudden Death. Das Spiel beendet der Bediener. Schaltest du in den Formateinstellungen Verlängerung bei Unentschieden aus, geht ein Unentschieden nach dem dritten Drittel direkt ins Penaltyschießen.

Strafen wählst du als Kleine Strafe (2:00), Doppelte Kleine Strafe (2+2), Große Strafe (5:00) oder Disziplinarstrafe (10:00), und jede läuft auf dem Bildschirm herunter. Ein Überzahltor beendet die Kleine Strafe mit der kürzesten Restzeit, eine Große Strafe läuft die vollen fünf Minuten (Regeln 16.2 und 20.2). Eine Disziplinarstrafe schwächt das Team nicht (22.3). Sitzen schon zwei Spieler eines Teams auf der Strafbank, beginnt eine dritte Strafe erst, wenn einer zurückkommt, sodass nie weniger als drei Feldspieler auf dem Eis stehen (Regel 26.1). Wofür die Schiedsrichter welche Strafe geben, erklärt der Leitfaden zu Strafen im Eishockey.

Das Wochenende in JudgeMate einrichten

Starte über Eishockey im Erstellen-Menü. Eishockey läuft als Vereinsturnier: Jede Seite eines Spiels ist ein Team mit Namen, Spieler brauchen kein Konto.

  1. Lege eine Kategorie im Format Gruppen + K.-o. an: zwei Gruppen, zwei Teams kommen weiter, Spiel um Platz 3 eingeschaltet.
  2. Unter Wer trägt die Teams ein wählst du Ich trage sie selbst ein und tippst die acht Vereinsnamen ein, oder Teamleitung meldet die Mannschaft: Eine Person pro Verein meldet das Team samt Kader, und du gibst die Meldung frei. Ein Kader fasst standardmäßig 22 Spieler, höchstens 30.
  3. Lass die Tabellenregeln auf IIHF (Event Code, Art. 218–219). Ein neuer Eishockey-Turnierbaum startet damit. Eigene Punkte ist eine feste Skala für Sieg, Unentschieden und Niederlage, standardmäßig 3-1-0, in der ein Sieg nach Verlängerung wie jeder andere zählt.
  4. Stelle für den ganzen Turnierbaum Abschnittslänge (Min.) auf 15 und Anzahl der Abschnitte auf 3. Eine Tafel, die aus einem Spiel startet, übernimmt dieses Format.
  5. Unter Eisflächen & Terminplan tippst du zweimal auf Eisfläche hinzufügen. Setze Startzeit auf Samstag 8:00 Uhr, Slot-Länge auf 90 und Pause pro Team auf 60. Die Umbauzeit bleibt auf 0. Die Anfangszeiten der Spiele rasten im Slot-Raster ein, bei 75 Minuten Slot und 15 Minuten Umbauzeit beginnt das nächste Spiel also nach 150 Minuten, nicht nach 90. Dann startest du Terminplan erstellen, bevor das erste Ergebnis drin ist.
  6. Terminplan erstellen legt alle Spiele in einem Durchgang ab der Startzeit an und kennt keine Nacht dazwischen, die K.-o.-Spiele landen also auch auf dem Samstag. Öffne jedes der vier und verschiebe Datum und Uhrzeit auf Sonntag.
  7. Drucke Spielzettel und Turnierbaum als PDF für die Zeitnehmerbank.

Am Turniertag startest du aus jedem Spiel eine Anzeigetafel. Die Karte QR-Codes für Schiedsrichter zeigt den Code dieses Spiels, und wer ihn scannt, bedient die Tafel. Nach dem Spiel überträgt Von Anzeigetafeln bestätigen das Ergebnis in Tabelle und Turnierbaum. Ein Gruppenspiel, das auf der Tafel in der Verlängerung entschieden wurde, bringt dem Sieger 2 Punkte und dem Verlierer 1. Trennt der direkte Vergleich die Teams nicht, markiert die Tabelle den Gleichstand und du legst die Reihenfolge fest. Hallen-TV zeigt auf einem Bildschirm im Eisstadion, was auf jeder Eisfläche gerade läuft und was als Nächstes kommt.

Was beim Veranstalter bleibt

  • Penaltyschießen in der Vorrunde. Ein Gruppenspiel geht als Sieg oder als Unentschieden in die Tabelle. Steht es nach der Verlängerung noch gleich, zählt es als Unentschieden mit je 1 Punkt, auch wenn auf der Tafel ein Penaltyschießen lief. Die IIHF-Aufteilung 2 zu 1 nach Penaltys liefert JudgeMate nicht, also schreib in die Ausschreibung, dass ein Gruppenspiel nach torloser Verlängerung unentschieden bleibt.
  • Verlängerung nur über die Tafel. Die Tabelle erkennt eine Verlängerung nur bei Spielen, die auf einer Anzeigetafel liefen. Ein von Hand eingetragenes Ergebnis, von dir oder von einem Team, zählt wie in der regulären Spielzeit entschieden: 3 Punkte und 0.
  • Länge der Verlängerung. Die Verlängerung auf der Tafel dauert 5 Minuten. Die 10 Minuten aus Regel 84.5 und die Drittel bis zum Tor im Goldfinale lassen sich nicht einstellen.
  • Assists. Die Tafel speichert Torschützen und einen Assist pro Tor. Die IIHF-Regeln erlauben zwei.
  • Spielbericht. Spielzettel und Turnierbaum lassen sich als PDF drucken, ersetzen aber nicht den offiziellen Spielbericht, den der Spielbetrieb des DEB verlangt.
  • Wer Ergebnisse einträgt. Standardmäßig du, von Hand oder über die Tafel. Mit Spieler melden Ergebnisse meldet ein Spieler mit Konto im Kader das Ergebnis eines Gruppenspiels, und das andere Team bestätigt. Halbfinale, Spiel um Platz 3 und Finale bestätigst du; ein Schiedsrichter kann den Spielstand über den QR-Code auf der Anzeigetafel führen.
  • Nichtantreten. Ein Team, das nicht antritt, verliert standardmäßig 0:5. Den Wert änderst du in den Turnierbaum-Einstellungen.
  • Geld und Nachrichten. Startgelder markierst du pro Team als bezahlt oder erlassen. Online wird nichts eingezogen, Erinnerungen per E-Mail oder SMS gibt es nicht.

Nach welchen Regeln die Tafel zählt, steht in wie die Wertung im Eishockey funktioniert.

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