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Software für die Tennis-Vereinsmeisterschaft

Einzel, 24 Mitglieder, drei Plätze und ein gesetztes 32er-Tableau an einem Wochenende

Mit 24 Meldungen spielt eine Vereinsmeisterschaft im Einzel ein 32er-Tableau: acht Gesetzte, acht Freilose, acht Matches in der ersten Runde. Kommen eine Nebenrunde für die Verlierer der ersten Runde und das Spiel um Platz 3 dazu, sind es 31 Matches. Auf drei Plätzen braucht das mindestens 11 Durchgänge. Deshalb ersetzt in den frühen Runden ein Match-Tiebreak bis 10 den dritten Satz, ab dem Halbfinale wird voll ausgespielt.

Das Wochenende auf drei Plätzen

Der Plan rechnet mit 90 Minuten für ein Match mit Match-Tiebreak und zwei Stunden für ein Match mit vollem drittem Satz.

Samstag, 8:30 Uhr — erste Runde auf allen drei Plätzen. Sechzehn Spieler, acht Matches. Die acht Gesetzten haben ein Freilos und müssen erst am späten Vormittag auf der Anlage sein.

Samstag, ab dem späten Vormittag — die Matches der zweiten Runde kommen auf den Platz, sobald das Erstrundenmatch des Gegners beendet ist. In den Lücken beginnt die Nebenrunde. Jedes ihrer Matches braucht zwei Verlierer aus der ersten Runde.

Samstag, 19:00 Uhr — das letzte von 20 Samstagsmatches ist vorbei: acht aus der ersten Runde, acht aus der zweiten, vier aus der Nebenrunde. Das sind sieben Durchgänge.

Sonntag, 9:00 Uhr — die beiden Halbfinals der Nebenrunde und ein Viertelfinale, um 10:30 Uhr die übrigen drei Viertelfinals. Sechs Matches in zwei Durchgängen.

Sonntag, 12:00 Uhr — Finale der Nebenrunde.

Sonntag, 13:00 Uhr — Halbfinale mit vollem drittem Satz auf zwei Plätzen.

Sonntag, 16:00 Uhr — Finale und Spiel um Platz 3 nebeneinander. Siegerehrung gegen 18:00 Uhr.

Eng wird es am Samstagnachmittag. Wer die erste Runde gewinnt, spielt an diesem Tag zweimal, und ein langer Dreisatzkampf auf Platz 1 schiebt alles nach hinten, was danach auf diesem Platz angesetzt ist.

32er-Tableau, acht Gesetzte, acht Freilose

Für 24 Spieler ist das nächste Tableau ein 32er, es bleiben also acht Freilose. Die Juniorenregeln der ITF (World Tennis Tour Juniors Regulations 2026) sehen für ein Tableau mit 24 oder 32 Spielern acht Gesetzte vor. Im Verein passt diese Zahl aus demselben Grund: Jeder Gesetzte bekommt ein Freilos, und die Stärksten treffen nicht vor dem Viertelfinale aufeinander.

Leg fest, wonach gesetzt wird, und schreib es in die Ausschreibung: Leistungsklasse, Ergebnis der Vorsaison oder eine Vereinsrangliste. Eine Setzliste, die jeder nachprüfen kann, sorgt für Ruhe.

In JudgeMate ist die Setzung die Startnummer. Die Gesetzten bekommen die Nummern 1 bis 8, alle anderen keine. Wer keine Nummer hat, wird auf die freien Linien gelost, und die Freilose gehen zuerst an die Bestgesetzten. Bei 24 Spielern starten damit alle acht Gesetzten in der zweiten Runde.

Die Gesetzten stehen auf festen Linien. Nummer 1 steht oben, Nummer 2 unten, die Halbfinals lauten 1 gegen 4 und 2 gegen 3. Willst du die Gesetzten 3 und 4 sowie 5 bis 8 auslosen, wie es bei Verbandsturnieren üblich ist, lose ihre Reihenfolge vorher aus und vergib die Startnummern danach. Mehr zur Auslosung steht in unserem Ratgeber zu Setzliste und Auslosung im Tennis.

Nebenrunde für die Verlierer der ersten Runde

In der ersten Runde scheiden acht Spieler aus, und für manche ist es das einzige Vereinsmeisterschaftsmatch des Jahres. Eine Nebenrunde gibt ihnen mindestens ein weiteres. Im WTV-Vereinspokal 2026 heißt sie genauso: Die Verlierer des ersten Spiels spielen dort in einer Nebenrunde weiter.

JudgeMate bietet zwei Varianten. Trostrunde für Verlierer der 1. Runde fügt eine Runde hinzu, also vier Matches. Vollständige Trostrunde spielt mit den Siegern weiter bis zu einem eigenen Finale: sieben Matches insgesamt.

Neu ausgelost wird nicht. Es treffen die Verlierer der Erstrundenmatches 1 und 2 aufeinander, dann die von 3 und 4 und so weiter. Ein Freilos zählt nicht als Erstrundenmatch. Ein Gesetzter, der in der zweiten Runde verliert, kommt also nicht in die Nebenrunde. Sollen laut eurer Ausschreibung auch Spieler in die Nebenrunde, die ihr erstes Match erst in der zweiten Runde verlieren, musst du das außerhalb des Programms organisieren.

Match-Tiebreak in den frühen Runden, volle Sätze ab dem Halbfinale

Die ITF-Tennisregeln 2026 beschreiben ein Match über zwei Gewinnsätze mit Tiebreak bei 6:6 in jedem Satz. Der Tiebreak geht bis 7 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung.

Anhang VI derselben Regeln erlaubt statt des Entscheidungssatzes einen Match-Tiebreak bis 10 Punkte. Er wird beim Satzstand von 1:1 gespielt, ebenfalls mit zwei Punkten Vorsprung, und davor gibt es 120 Sekunden Pause. Für LK-gewertete On-Demand-Matches schreibt der DTB in seinen Richtlinien (gültig ab 13.05.2024) „Zwei Gewinnsätze, bei 6:6 Tiebreak, dritter Satz als Match-Tiebreak bis 10 Punkte“ vor.

Die Aufteilung in diesem Plan: Match-Tiebreak in Runde eins und zwei, im Viertelfinale und in der ganzen Nebenrunde, voller dritter Satz im Halbfinale, im Finale und im Spiel um Platz 3. Reicht der Samstag trotzdem nicht, erlaubt Anhang VI auch Kurzsätze bis vier Spiele mit Tiebreak bei 4:4.

Auch die Slot-Länge kommt aus den Regeln. Regel 29 erlaubt bis zu fünf Minuten Einschlagen, 90 Sekunden beim Seitenwechsel (keine Pause nach dem ersten Spiel eines Satzes und im Tiebreak) und 120 Sekunden zwischen den Sätzen. Neunzig Minuten für ein Match mit Match-Tiebreak decken das ab, den Wechsel der Spieler auf dem Platz eingeschlossen.

Drei Plätze, kein Stuhlschiedsrichter, das Ergebnis direkt vom Platz

Bei einer Vereinsmeisterschaft entscheiden die Spieler meist selbst über die Linien, und die Oberschiedsrichterin oder der Oberschiedsrichter geht von Platz zu Platz. Das Ergebnis muss also ohne Zettel und Botengang vom Platz kommen.

Ergebnisse im Tableau, in der Nebenrunde und im Spiel um Platz 3 speichert die Turnierleitung: Sie trägt sie in der Konsole ein oder bestätigt sie mit einem Tippen von der Anzeigetafel, auf der die Schiedsrichterin bzw. der Schiedsrichter gezählt hat. Die Spieler tragen sie nicht selbst ein, auch wenn die Ergebniseingabe durch Spieler eingeschaltet ist. Einen Schiedsrichter-QR-Code bekommt ein Match, sobald aus ihm eine Anzeigetafel gestartet wird. Wer den Code scannt, öffnet diese Tafel. Anzeigetafeln startest du Match für Match, nicht für das ganze Tableau auf einmal. Das Tableau auf der öffentlichen Seite aktualisiert sich gleich nach dem Speichern des Ergebnisses, und das nächste Paar weiß, dass der Platz frei ist.

Für die Matches, die der Verein sehen will, startest du aus dem Match heraus eine Live-Anzeigetafel. Sie zählt Punkte, Spiele und Sätze, führt Tiebreak und Match-Tiebreak und behält den Aufschläger im Blick, auch die Aufschlagfolge im Tiebreak. Das für dieses Match eingestellte Format geht mit auf die Anzeigetafel.

Die Plätze gehören zum Wettkampf, nicht zur Kategorie. Richtest du am selben Wochenende auch ein Doppel aus, lässt der Terminplan die Slots des Einzeltableaus frei, und beide Kategorien teilen sich die drei Plätze ohne Doppelbuchung.

So richtest du die Meisterschaft in JudgeMate ein

Plane etwa eine halbe Stunde in der Woche davor ein.

Starte mit Tennis im Anlegen-Menü. Die Kategorie ist standardmäßig ein Einzel. Wähle K.-o.-System und schalte das Spiel um Platz 3 und die Trostrunde für Verlierer der 1. Runde ein. Darunter erscheint der Schalter Vollständige Trostrunde, den du ebenfalls einschaltest.

Setz die Teilnehmergrenze auf 24. Weitere Meldungen kommen auf die Warteliste, bei einer Absage rückst du jemanden von Hand nach. Das Startgeld markierst du als bezahlt oder erlassen. JudgeMate führt die Liste, kassiert wird wie bisher im Verein.

Nach Meldeschluss gibst du den Gesetzten die Startnummern 1 bis 8 und erstellst das Tableau.

Die Tableau-Einstellungen beginnen mit den ITF-Werten: sechs Spiele pro Satz, Tiebreak bis 7, zwei Gewinnsätze. Schalte Match-Tiebreak im Entscheidungssatz ein. Öffne dann beide Halbfinals, das Finale und das Spiel um Platz 3, schalte Für dieses Spiel anpassen ein und den Match-Tiebreak aus. Mach das vor dem Matchbeginn, denn eine laufende Anzeigetafel behält ihr Format.

Leg drei Plätze an, mit Startzeit, 90 Minuten Slot-Länge und einer Pause zwischen zwei Matches, zum Beispiel 60 Minuten, und tippe auf Terminplan erstellen. Der Plan reiht die Matches ab dieser Startzeit ohne Nachtpause aneinander. Die Sonntagszeiten trägst du deshalb in der Karte jedes Matches ein.

Wer nur ein einzelnes Match verfolgen will, kann auch dessen Tennis-Anzeigetafel live öffnen.

Was JudgeMate bei einer Tennismeisterschaft nicht kann

  • Kein Satz ohne Tiebreak. Jeder Satz hat einen Tiebreak, auch der Entscheidungssatz. Einen Satz, der bis zwei Spiele Vorsprung weiterläuft, kannst du nicht einstellen.
  • Kein Tiebreak bis 10 bei 6:6 im letzten Satz. Der Match-Tiebreak ersetzt den Entscheidungssatz und beendet keinen Satz, der bei 6:6 steht.
  • Match-Tiebreak nur bis 10. Die Variante bis 7 Punkte aus Anhang VI gibt es nicht.
  • Die Nebenrunde wird nicht ausgelost. Es spielen die Verlierer benachbarter Erstrundenmatches gegeneinander, und Spieler mit Freilos kommen nicht hinein.
  • Keine Auslosung unter den Gesetzten. Die Gesetzten 3–4 und 5–8 stehen auf festen Linien, ausgelost wird über die Nummern.
  • Keine Nachtpause im automatischen Terminplan. Den zweiten Tag setzt du von Hand an.
  • Keine Zahlungen, keine Benachrichtigungen, keine Ranglisten. Startgeld wird nur vermerkt, niemand bekommt seine Platzzeit per Mail, und die LK wird weder gelesen noch fortgeschrieben.
  • Keine Mannschaftsbegegnungen. Eine Begegnung aus mehreren Einzeln und einem Doppel lässt sich nicht als ein Spiel eintragen.

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