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Vereinsinterne Einzelliga im Tennis

Zwölf Mitglieder, eine Sommersaison, jeder spielt einmal gegen jeden

Eine vereinsinterne Einzelliga ist ein Jeder-gegen-jeden über die ganze Saison: Die beiden Spieler verabreden sich selbst auf einem Platz, und das Ergebnis landet in einer gemeinsamen Tabelle. In JudgeMate erstellt die Tennisliga den Spielplan, spielt zwei Sätze mit Tiebreak und auf Wunsch einen Match-Tiebreak bis 10 und ordnet die Tabelle nach Satzdifferenz. Ergebnisse bestätigen die Veranstalter; ein Spieler kann über den Schiedsrichter-Link des Matches live mitzählen, ohne Konto.

Die Saison von der Meldeliste bis zum letzten Match

Vor dem Start. Der Verein hängt eine Liste im Clubhaus aus oder schickt sie in die Mitgliedergruppe. Zehn bis zwölf Namen sind ein gutes Feld für eine Gruppe. Bei mehr Namen lohnt eine zweite Gruppe.

Erstes Wochenende. Du veröffentlichst Spielplan und Tabelle unter einem Link. Alle sehen vom ersten Tag an sämtliche Gegner, und die Matches gegen die Stärksten werden früh ausgemacht statt in den letzten beiden Wochen.

Saisonmitte. Die Spieler verabreden die Termine untereinander, meist per Nachricht und passend zu ihren Platzbuchungen. Das Ergebnis kommt noch am selben Tag in die Liga.

Letzter Monat. Ein paar Matches sind immer offen. Leg zu Beginn einen Stichtag fest und sag vorher, wer den Walkover bekommt, wenn ein Match bis dahin nicht gespielt ist. Die Saison lässt sich erst beenden, wenn alle Ergebnisse bestätigt sind. Jedes offene Match braucht also vorher ein Ergebnis oder einen Walkover.

Nach dem Stichtag. Du beendest die Saison, die Tabelle wird eingefroren, und die Spitze weiß, wer im nächsten Jahr in der stärkeren Gruppe spielt.

Wie viele Spieler passen in eine Gruppe?

Bei n Spielern hat ein einfaches Jeder-gegen-jeden n(n−1)/2 Matches:

  • 8 Spieler: 28 Matches, 7 Runden
  • 10 Spieler: 45 Matches, 9 Runden
  • 12 Spieler: 66 Matches, 11 Runden

Bei ungerader Zahl hat in jeder Runde einer spielfrei. 11 Spieler brauchen also 11 Runden für 55 Matches.

Im Tennis bremsen Plätze und Wetter. Wer in einer Zwölfergruppe spielt, hat elf Matches vor sich, und jeder verregnete Abend verschiebt eines davon. Mit Hin- und Rückrunde werden es 22 Matches pro Spieler in 22 Runden: 22 Wochen lang jede Woche ein Match ohne Puffer für Regen, oder 44 Wochen, wenn jede Runde zwei Wochen Zeit bekommt.

Wächst die Liste über zwölf Namen, teil sie nach Spielstärke in zwei Gruppen. Beide sind früher fertig, und die Matches werden knapper.

Zwei Sätze und ein Match-Tiebreak

Die DTB-Richtlinien für On-Demand-Matches (gültig ab 13.05.2024) legen für LK-Matches fest: „Zwei Gewinnsätze, bei 6:6 Tiebreak, dritter Satz als Match-Tiebreak bis 10 Punkte“. Die ITF-Tennisregeln 2026 erlauben diesen Match-Tiebreak anstelle des Entscheidungssatzes in Anhang VI, mit zwei Punkten Vorsprung.

Für eine Vereinsliga zählt vor allem die Zeit. Ein dritter Satz sprengt gern die gebuchte Platzstunde, ein Match-Tiebreak ist dagegen ein einziges Spiel bis 10 Punkte.

Eine neue Tennisliga in JudgeMate startet mit zwei Gewinnsätzen, sechs Spielen pro Satz, Tiebreak bis 7 bei 6:6 und Vorteil nach Einstand. Zwei Schalter im Ligaformat ändern das:

  • Match-Tiebreak im Entscheidungssatz ersetzt den dritten Satz durch einen Match-Tiebreak bis 10.
  • Golden Point ersetzt Einstand und Vorteil durch einen einzigen Entscheidungspunkt, die No-Ad-Zählweise aus Anhang VI.

Beide Schalter lassen sich später in den Ligaeinstellungen ändern, und jedes einzelne Match kann sie überschreiben, etwa wenn das Spitzenmatch der letzten Runde einen vollen dritten Satz bekommen soll.

Wer das Ergebnis einträgt

Im Liga-Modul bestätigen die Veranstalter die Ergebnisse: du und deine Mitorganisatoren, jeweils mit eigenem JudgeMate-Konto. Spieler sehen ihre Matches und die Tabelle, bearbeiten aber kein Match.

Von den Spielern kommt ein Ergebnis auf zwei Wegen in die Liga:

  1. Live auf dem Platz. Du öffnest das Match, startest die Anzeigetafel und schickst den Schiedsrichter-Link an einen der beiden. Er zählt Punkt für Punkt auf dem Handy mit, ohne Anmeldung, und die Tafel hält die Aufschlagfolge ein, auch im Tiebreak. Ist das Match vorbei, zeigt die Leiste Nächster Schritt oben in der Liga Ergebnis bestätigen.
  2. Hinterher per Nachricht. Ein Spieler schickt dir die gewonnenen Sätze, und du trägst sie über Ergebnis manuell eintragen ein.

Der Unterschied zeigt sich in der Tabelle. Ein Match auf der Anzeigetafel bringt seine Spiele mit, das Kriterium Spielverhältnis kann sie also nutzen. Ein manuell eingetragenes Ergebnis enthält nur Sätze.

Sollen Spieler selbst melden und der Gegner bestätigen, ohne dass jemand dazwischen steht, leg dasselbe Jeder-gegen-jeden als Einzelkategorie in einer Veranstaltung an. Dort meldet außerhalb eines K.-o.-Tableaus eine Seite das Ergebnis, die andere bestätigt.

Die Reihenfolge in der Tabelle

Eine Tennisliga zählt ihre Tabelle in Sätzen und startet mit dem 3/2/1/0-System: 3 Punkte für ein 2:0, 2 für ein 2:1, 1 für ein 1:2 und 0 für ein 0:2. Wer erst im Match-Tiebreak verliert, nimmt also einen Punkt mit.

Lieber nach Siegen sortieren, wie in einer Turniergruppe? Schalte 3/2/1/0-Punkte nach Satzdifferenz aus; dann gibt es 2 Punkte für einen Sieg und 1 für eine Niederlage. Haben alle gleich viele Matches gespielt, entspricht diese Reihenfolge der nach Siegen.

Bei Punktgleichheit bietet die Liste Reihenfolge der Kriterien vier Optionen. Zwei sind eigene Reihenfolgen: zuerst der direkte Vergleich, dann Satz- und Spielverhältnis; oder zuerst Satz- und Spielverhältnis, der direkte Vergleich zuletzt. Eine neue Liga startet mit dem direkten Vergleich. Die anderen beiden sind Regelwerke: die ITF World Tennis Tour Juniors Regulations 2026 (Reg. 57) und die polnische Turnierordnung PZT 2025 (IV.7.4). Beide zählen Siege. Zwei Gleichplatzierte trennt ihr direktes Match, drei oder mehr zuerst die Sätze, dann die Spiele, bei der ITF als Quote, beim PZT als Differenz. Mit einem Regelwerk bringt ein Sieg 1 Punkt, und der 3/2/1/0-Schalter verschwindet. Ein Match-Tiebreak zählt als ein Satz und ein Spiel, genau wie in den Gruppentabellen der ITF World Tennis Tour Juniors Regulations 2026 (Reg. 57).

Sag deinen Spielern vorher, wie ein Walkover zählt. Nach den ITF-Juniorenregeln fallen die Matches eines Spielers, der einen Walkover abgegeben hat, aus der Wertung, und genau so rechnet die Tabelle, wenn das ITF-Regelwerk gewählt ist. Mit einer eigenen Reihenfolge geht ein Walkover als 2:0 in Sätzen in die Tabelle ein, und bereits gespielte Ergebnisse bleiben stehen.

So legst du die Liga in JudgeMate an

Fang an, sobald die Meldeliste geschlossen ist. Zum Anlegen einer Liga brauchst du ein Konto.

  1. Öffne Erstellen für Tennis und wähle Liga.
  2. Gib einen Namen ein, trag die Saison ein („Sommer 2027“) und wähle Öffentlich, damit Mitglieder die Tabelle ohne Anmeldung sehen.
  3. Im Format-Schritt schaltest du Match-Tiebreak im Entscheidungssatz ein. Golden Point bleibt aus, außer dein Verein spielt No-Ad. Dann wählst du Tabellenpunkte und Kriterien.
  4. Trag alle Mitglieder als Teilnehmer ein. In einer Tennisliga ist ein Teilnehmer ein einzelner Spieler ohne Kader.
  5. Erstelle den Spielplan. Datum und Uhrzeit änderst du in jedem Match einzeln, gib jeder Runde also ein Fenster von ein bis zwei Wochen.
  6. Leg deine Plätze als Spielflächen vom Typ Platz an, damit ein Match Platz und Zeitfenster trägt.
  7. Exportiere den Spielplan als PDF fürs Schwarze Brett im Clubhaus und teile den Ligalink in der Mitgliedergruppe.

Ab dann zeigt die Leiste Nächster Schritt, was ansteht: das nächste Match, ein Ergebnis, das auf Bestätigung wartet, und am Ende Saison beenden.

Was die Liga nicht kann

  • Keine Forderungsrangliste. Die Liga ist ein Jeder-gegen-jeden. Ein Format, in dem man den Spieler eine Stufe höher fordert, gibt es hier nicht.
  • Keine Anbindung an Ranglisten. Ergebnisse gehen nicht in die LK, die polnische PZT-Rangliste, die ITF World Tennis Number oder UTR, und keine davon wird eingelesen.
  • Keine Mannschaftsbegegnungen. Eine Begegnung aus mehreren Einzeln und einem Doppel ist hier kein eigener Matchtyp; in der Tennisliga ist eine Seite ein einzelner Spieler.
  • Kein Vorteilsatz und kein Tiebreak bis 10 bei 6:6 im Entscheidungssatz. Jeder Satz hat einen Tiebreak bei 6:6, und der Match-Tiebreak ersetzt den dritten Satz.
  • Keine Erinnerungen, keine Platzbuchung. JudgeMate verschickt keine E-Mails, SMS oder Push-Nachrichten und reserviert keine Plätze. Offene Matches anmahnen bleibt deine Aufgabe.
  • Keine Selbstanmeldung im Liga-Modul. Spieler tragen sich dort nicht selbst ein und melden keine Ergebnisse; dafür gibt es die Einzelkategorie in einer Veranstaltung.

Aushang im Clubhaus, Tabellenblatt oder Ligaseite

Der Aushang am Schwarzen Brett reicht den meisten Vereinsligen. Er funktioniert, bis jemand ausrechnen muss, wer vorn liegt. Mit 3/2/1/0-Punkten, Satz- und Spielverhältnis wird eine faire Reihenfolge zum Abend mit Taschenrechner.

Ein geteiltes Tabellenblatt rechnet das aus, wenn es jemand baut. Die Regeln bei Gleichstand stecken dann in den Formeln einer einzigen Person, und auf dem Handy sieht ein Mitglied ein Raster aus Zellen.

Eine Ligaseite hält Spielplan, Ergebnisse und Tabelle unter einem Link und wendet die gewählten Kriterien an. Für ein einzelnes Match außerhalb der Liga reicht die kostenlose Tennis-Anzeigetafel, ohne etwas anzulegen. Regelfragen klärt der Leitfaden So funktioniert die Zählweise im Tennis, andere Saisonformen beschreibt Tennis-Turnierformate erklärt.

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