Software für die Squash-Clubmeisterschaft
Ein Tag, vier Courts, ein Einzelfeld mit Trostrunde, und wer gerade vom Court kommt, leitet das nächste Spiel
Eine Squash-Clubmeisterschaft ist meist ein Einzelturnier im K.-o.-System an einem Tag: 16 bis 32 Mitglieder, drei bis sechs Courts. Die ersten Runden gehen über zwei Gewinnsätze, Halbfinale und Finale über drei. Jeder Satz geht bis 11, bei 10:10 wird weitergespielt, bis einer zwei Punkte vorn liegt. Das nächste Spiel auf einem Court leiten die beiden Spieler des vorherigen, und wer in der 1. Runde verliert, spielt in der Trostrunde weiter. Die eigentliche Arbeit liegt in der Courtzeit und einem Tableau, das immer aktuell ist.
Der Tag auf vier Courts mit 16 Spielern
8:30 Uhr — Ende der Anmeldung vor Ort. Tableau und Spielplan stehen seit dem Vorabend online, alle kennen ihren ersten Gegner und ihren Court.
9:00 Uhr — 1. Runde: acht Spiele über zwei Gewinnsätze, in zwei Wellen auf vier Courts. Die beiden Spieler, die fertig sind, bleiben am Court und leiten das nächste Spiel.
10:00 Uhr — Viertelfinale auf Court 1 und 2, die ersten Spiele der Trostrunde auf Court 3 und 4. Eine Pause von 15 Minuten im Spielplan verhindert, dass jemand direkt nach dem eigenen Spiel wieder auf den Court muss.
11:15 Uhr — Halbfinale über drei Gewinnsätze auf Court 1 und 2. Daneben laufen die Halbfinals der Trostrunde.
12:15 Uhr — Spiel um Platz 3 und Finale der Trostrunde.
13:00 Uhr — Finale über drei Gewinnsätze, auf dem Court mit der besten Galerie.
13:45 Uhr — Siegerehrung. Hauptfeld 16 Spiele, Trostrunde 7, zusammen 23.
Mit 32 Spielern auf sechs Courts wächst das Hauptfeld auf 32 Spiele und die Trostrunde auf 15, insgesamt 47. Das passt noch an einen Tag, aber der wird lang.
Feldgröße, Setzung und Spiellänge
Sechzehn Spieler füllen ein 16er-Feld ohne Freilos. Bei 20 Meldungen wird daraus ein 32er-Feld, und 12 Spieler bekommen ein Freilos. Im Einzel setzt JudgeMate die Spieler nach ihren Startnummern ins Tableau, Nummer 1 ist also dein Topgesetzter. Freilose gehen zuerst an Nummer 1, dann an Nummer 2 und so weiter. Die Nummern 1 und 2 landen in verschiedenen Hälften und können sich erst im Finale treffen. Ausgelost wird nichts. Wenn du die Ungesetzten losen willst, lose selbst und vergib die Nummern in dieser Reihenfolge.
Gezählt wird PAR 11: Wer den Ballwechsel gewinnt, bekommt den Punkt und schlägt als Nächstes auf. Ein Satz geht bis 11, bei 10:10 bis zwei Punkte Vorsprung. Die WSF-Regeln von 2025 gelten im DSQV seit dem 1. Oktober 2025 und kennen kein anderes Zählsystem mehr. Ein Spiel geht normalerweise über drei Gewinnsätze, es darf aber auch über zwei gehen (WSF-Regel 2.3).
An einem Clubtag braucht man beides. Zwei Gewinnsätze in der 1. Runde und im Viertelfinale halten den Vormittag im Plan. Halbfinale, Spiel um Platz 3 und Finale über drei Gewinnsätze geben den letzten Spielen des Tages ihr Gewicht.
In JudgeMate legst du das Format einmal für das ganze Tableau fest (Punkte pro Satz und Gewinnsätze) und änderst es dann für einzelne Spiele. Tableau auf zwei Gewinnsätze, die beiden Halbfinals, das Spiel um Platz 3 und das Finale auf drei. Stell das um, bevor diese Spiele beginnen. Sobald die Anzeigetafel eines Spiels läuft, ist sein Format gesperrt.
Trostrunde für die Verlierer der 1. Runde
Die Hälfte des Feldes verliert ihr erstes Spiel. Bei 16 Teilnehmern sind das acht Mitglieder, die Startgeld bezahlt und ein einziges Spiel bestritten haben.
Die DSQV-Turnierordnung lässt bei der Deutschen Einzelmeisterschaft alle Plätze ausspielen. Die Masters-Regeln der WSF setzen auf mehrere Trostrunden, damit jeder mindestens drei Spiele bekommt.
JudgeMate hat zwei Varianten. Die einfache Trostrunde gibt den Verlierern der 1. Runde ein weiteres Spiel untereinander. Die vollständige Trostrunde führt sie bis zu einem eigenen Finale, nach der zweiten Niederlage ist Schluss. Bei 16 Spielern sind das sieben zusätzliche Spiele und mindestens zwei Spiele für jeden. Ein drittes Spiel, wie es die WSF-Masters nach Möglichkeit vorsehen, gibt es nicht.
Bei Zeitfenstern von 30 Minuten belegen sieben Spiele über zwei Gewinnsätze dreieinhalb Stunden Courtzeit. Plane sie ein, bevor du das Tableau veröffentlichst.
Courts, Zeitfenster und Spieler als Schiedsrichter
Jeden Court legst du als Ressource mit Startzeit und Länge des Zeitfensters an. Den Spielen über drei Gewinnsätze kannst du jeweils einzeln ein längeres Zeitfenster geben, etwa 45 Minuten. Der Spielplan ordnet die Spiele den Courts zu und zeigt Überschneidungen an.
Im Club sind die Spieler selbst die Schiedsrichter. In der Ausschreibung muss der Oberschiedsrichter namentlich stehen. Den Hinweis auf die Schiedsrichterpflicht der Teilnehmer nennt die DSQV-Turnierordnung als mögliche Angabe (§ 24). Seit 2025 sehen die WSF-Regeln einen Schiedsrichter vor, der auch die Aufgaben des Markers übernimmt, solange kein eigener Marker eingeteilt ist.
Wird ein Spiel aufgerufen, startest du seine Anzeigetafel aus der Spielzeile. Danach steht sein Schiedsrichter-QR-Code auf dem Druckblatt. Wer ihn scannt, öffnet das Eingabefeld dieses Spiels, und die beiden, die gerade vom Court kommen, führen den Spielstand auf dem Handy. Das Squash-Feld hat Tasten für Letball und Stroke. Ein Stroke bringt den Punkt, ein Letball wird ohne Punkt vermerkt, und für „kein Letball“ gibt es keine Taste, dann beginnt der nächste Ballwechsel. Nach dem Spiel übernimmst du das Ergebnis der Anzeigetafel ins Tableau.
Will niemand ein Handy am Court, notieren die Schiedsrichter den Stand auf dem gedruckten Spielzettel, und du (oder die Turnierleitung) trägst das Ergebnis im Spielblatt ein. Im K.-o.-Tableau tragen Spieler keine Ergebnisse ein.
So richtest du die Meisterschaft in JudgeMate ein
Plane etwa 20 Minuten eine Woche vorher ein.
Lege die Veranstaltung an und wähle Squash. Die Kategorie ist standardmäßig ein Einzel. Wähle K.-o.-System, schalte das Spiel um Platz 3 ein und nimm die vollständige Trostrunde mit eigenem Finale.
Setze ein Teilnehmerlimit, zum Beispiel 16. Weitere Meldungen landen auf der Warteliste, und wenn jemand absagt, rückst du von Hand nach. Das Startgeld markierst du als bezahlt oder erlassen. JudgeMate führt die Liste, kassiert wird wie bisher im Club.
Gib den Spielern Startnummern in der Reihenfolge der Setzung (Teilnehmer → Spieler → Startnummer) und erzeuge dann das Tableau. Stell in den Tableau-Einstellungen Sätze bis 11 und zwei Gewinnsätze ein und setz Halbfinals, Spiel um Platz 3 und Finale auf drei.
Lege die Courts mit Start um 9:00 Uhr, 30 Minuten pro Zeitfenster und 15 Minuten Pause an und gib den vier Spielen über drei Gewinnsätze 45 Minuten. Erzeuge den Spielplan und veröffentliche das Tableau am Vorabend.
Am Turniertag startest du die Anzeigetafel jedes Spiels, sobald es auf den Court geht, und gibst den QR-Code an die Spieler, die gerade herunterkommen. Starte bei Squash im Menü „Erstellen“.
Was JudgeMate bei einer Squash-Meisterschaft nicht kann
- Kein Ausspielen aller Plätze. Bei der Deutschen Einzelmeisterschaft werden laut DSQV-Turnierordnung alle Plätze ausgespielt. JudgeMate entscheidet die Plätze 1 bis 3, die Plätze 5 bis 8 und 9 bis 16 werden nicht ausgespielt.
- Kein drittes garantiertes Spiel. Die vollständige Trostrunde garantiert zwei Spiele pro Spieler. Das Masters-Modell der WSF mit drei Trostrunden gibt es nicht.
- Kein Export im Format eines Verbands. Ergebnisse exportierst du als PDF und CSV.
- Keine Benachrichtigungen. Spieler bekommen keine E-Mail, SMS oder Push-Nachricht, dass sie gleich dran sind. Sie sehen das Tableau auf der Veranstaltungsseite.
- Keine Uhr für Einspielen und Satzpausen. Das Eingabefeld zählt Punkte und Sätze. Die vier Minuten Einspielen und die zwei Minuten Satzpause hat der Schiedsrichter im Blick.
- Keine Rangliste, keine Zahlungen. Ergebnisse fließen nicht in die DSQV-Rangliste oder eine andere Verbandsrangliste ein. Das Startgeld wird nur erfasst.
- Kein Doppel nach WSF-Zählweise. Die Sätze laufen in JudgeMate immer bis zwei Punkte Vorsprung.
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