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Wertungs-Leitfaden

Futsal-Regeln für Spieler: was sich in der Halle ändert

Spielfortsetzungen, Torwart, Wechsel, Fouls und Karten aus Spielersicht, nach den FIFA Futsal-Spielregeln 2025-26

Zuletzt aktualisiert: 4. November 2026
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Futsal wird fünf gegen fünf auf hartem Hallenboden gespielt, mit einem kleineren, sprungreduzierten Ball. Nach den FIFA Futsal-Spielregeln 2025-26 gibt es kein Abseits. Über die Seitenlinie geht der Ball per Einkick zurück ins Spiel, und Einkick, Eckstoß, Freistoß und Torabwurf müssen innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden. Gewechselt wird beliebig oft und auch bei laufendem Spiel. Ab dem sechsten kumulierten Foul einer Mannschaft pro Halbzeit schießt der Gegner ohne Mauer. Nach Rot spielt die Mannschaft zwei Minuten in Unterzahl oder bis zum Gegentor.

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Fünf Regeln, an denen Großfeldspieler im ersten Futsal-Spiel scheitern

  • Der Ball kommt per Einkick zurück ins Spiel, nie per Einwurf
  • Vier Sekunden für Einkick, Eckstoß, Freistoß und Torabwurf
  • Kein Abseits auf dem ganzen Spielfeld
  • Der Torwart darf den Ball in der eigenen Hälfte höchstens vier Sekunden kontrollieren
  • Ab dem sechsten kumulierten Foul pro Halbzeit schießt der Gegner ohne Mauer

Wie viele Spieler, und wie funktionieren fliegende Wechsel?

Nach Regel 3 stehen pro Mannschaft höchstens fünf Spieler auf dem Feld, einer davon im Tor. Hat ein Team weniger als drei, darf das Spiel nicht beginnen oder fortgesetzt werden.

Am deutlichsten unterscheidet sich Futsal vom Großfeld beim Wechseln. Wechsel sind unbegrenzt und auch bei laufendem Spiel erlaubt. Wer ausgewechselt wurde, darf später wieder rein. In offiziellen Wettbewerben darf ein Team bis zu neun Auswechselspieler einsetzen, und jeder Name muss vor dem Anpfiff bei den Schiedsrichtern stehen.

Der Wechsel selbst folgt festen Schritten.

  • Der Spieler, der rausgeht, verlässt das Feld über die Auswechselzone der eigenen Mannschaft, den 5 Meter langen Abschnitt vor eurer Bank in der Hälfte, die ihr verteidigt. Zur zweiten Halbzeit wechseln die Zonen die Seite.
  • Der Auswechselspieler kommt durch dieselbe Zone, erst wenn der andere ganz draußen ist, und übernimmt dessen Leibchen.
  • Eine Erlaubnis der Schiedsrichter braucht niemand.
  • Während einer Auszeit wird nicht gewechselt, sondern erst nach dem Signal, das sie beendet.

Wer zu früh oder an der falschen Stelle reinkommt, wird verwarnt, und das Spiel geht mit einem indirekten Freistoß für den Gegner weiter.

Einkick, Eckstoß und die Vier-Sekunden-Regel

Überquert der Ball die Seitenlinie oder trifft er die Hallendecke, setzt der Gegner mit einem Einkick fort (Regel 15). Der Ball liegt ruhig auf der Linie, der Schütze darf außerhalb des Feldes stehen, die Gegner halten mindestens 5 Meter Abstand. Direkt aus dem Einkick zählt kein Tor.

Sobald dein Team bereit ist, zählt ein Schiedsrichter mit erhobener Hand vier Sekunden. Das gilt bei Einkick, Eckstoß, Freistößen und Torabwurf, nicht beim Anstoß und nicht beim Strafstoß. Wer zu lange braucht, verliert den Ball:

  • Einkick zu spät: Einkick für den Gegner;
  • Eckstoß zu spät: Torabwurf für den Gegner;
  • Freistoß oder Torabwurf zu spät: indirekter Freistoß für den Gegner.

Im Futsal gibt es kein Abseits (Regel 11). Ein Stürmer darf das ganze Spiel neben dem gegnerischen Torwart warten. Herausrücken bringt der Abwehr also nichts, sie muss ihn decken.

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Was der Torwart darf und was nicht

Geht der Ball über die Torlinie, setzt der Torwart mit einem Torabwurf fort (Regel 16). Er wirft oder lässt den Ball von einer beliebigen Stelle im Strafraum aus der Hand, innerhalb von vier Sekunden. Die Gegner bleiben außerhalb des Strafraums, bis der Ball im Spiel ist.

Regel 12 setzt drei weitere Grenzen, jeweils mit indirektem Freistoß bestraft:

  • den Ball mit Händen, Armen oder Füßen in der eigenen Hälfte länger als vier Sekunden kontrollieren;
  • den Ball in der eigenen Hälfte erneut berühren, nachdem ein Mitspieler ihn absichtlich zurückgespielt hat und kein Gegner dazwischen am Ball war;
  • den Ball im Strafraum mit der Hand spielen, nachdem ein Mitspieler ihn absichtlich mit dem Fuß zugespielt hat, auch per Einkick.

Manche Jugend- und Freizeitwettbewerbe verbieten zudem, den Ball per Abwurf direkt über die Mittellinie zu werfen. Die Regeln lassen das nur zu, wo nationale Bestimmungen es einführen. Schau vor dem ersten Spiel in die Durchführungsbestimmungen.

Der fliegende Torwart: wenn der Keeper mitstürmt

Die Vier-Sekunden-Grenze und das Rückpassverbot gelten für den Torwart nur in der eigenen Hälfte. Wer einem Rückstand hinterherläuft, nutzt das. Entweder geht der Torwart mit nach vorn, oder ein Feldspieler im Torwarttrikot kommt rein, und das Team greift fünf gegen vier an: der fliegende Torwart.

Regel 3 legt die Bedingungen fest. Ein Auswechselspieler darf jederzeit über die Auswechselzone mit dem Torwart tauschen. Ein Spieler, der schon auf dem Feld steht, darf das nur in einer Spielunterbrechung und nach Ansage an die Schiedsrichter. Der neue Torwart trägt ein Torwarttrikot mit seiner eigenen Nummer. Die Wettbewerbsbestimmungen können vorschreiben, dass es dieselbe Farbe wie das Trikot des Stammtorwarts hat.

Dafür steht das eigene Tor leer. Nach einem Ballverlust kann der Gegner aus der eigenen Hälfte abschließen.

Nach dem fünften Foul deiner Mannschaft: richtig verteidigen

Jedes Foul, das mit einem direkten Freistoß bestraft wird, ist ein kumuliertes Foul (Regel 13.4). Gezählt wird pro Mannschaft und Halbzeit, die Fouls der zweiten Halbzeit laufen in der Verlängerung weiter. Beim fünften Foul deines Teams in einer Halbzeit gibt der Zeitnehmer ein Signal. Ab dann dürfen die Schiedsrichter bei euren Fouls keinen Vorteil mehr laufen lassen, außer der Gegner würde dadurch ein Tor oder eine offensichtliche Torchance verlieren.

Das sechste und jedes weitere kumulierte Foul der Halbzeit bringt dem Gegner einen direkten Freistoß ab dem sechsten kumulierten Foul (Regel 13.5).

  • Keine Mauer. Alle außer Schütze und eurem Torwart stehen hinter dem Ball, mindestens 5 Meter entfernt und außerhalb des Strafraums.
  • Ausführungsort. Vom zweiten Strafstoßpunkt (10 m). War das Foul näher an eurem Tor als die 10-Meter-Linie, darf der Schütze auch vom Tatort schießen.
  • Im eigenen Strafraum gibt es stattdessen Strafstoß.
  • Der Schütze muss aufs Tor schießen, euer Torwart steht mindestens 5 Meter vom Ball weg.

Auf dem Feld heißt das: gegen Ende jeder Halbzeit weniger taktische Fouls, mehr Verteidigen auf den Beinen. Kurze Hallenturniere setzen die Grenze oft tiefer. Die Futsal-Kurzregeln 2024-2025 des Fußballverbands Rheinland zählen die Fouls pro Spiel und geben bei Spielzeiten unter 10 Minuten den 10-Meter-Strafstoß ab dem dritten kumulierten Foul.

Rote Karte: zwei Minuten in Unterzahl

Wer nach dem Anstoß vom Platz gestellt wird, ist für den Rest des Spiels raus. Seine Mannschaft spielt in Unterzahl, bis zwei Minuten effektive Spielzeit vorbei sind. Dann darf ein Auswechselspieler mit Erlaubnis des Zeitnehmers oder des dritten Schiedsrichters rein (Regel 3.8).

Ein Tor kann die zwei Minuten verkürzen.

  • Fünf gegen vier oder vier gegen drei, und die Überzahl trifft: Die Unterzahl darf um einen Spieler aufstocken.
  • Fünf gegen drei, und die Fünf trifft: Die Unterzahl bekommt einen Spieler zurück, nicht zwei.
  • Die Unterzahl trifft: Bis zum Ende der zwei Minuten ändert sich nichts.
  • Beide Teams in Unterzahl, und es fällt ein Tor: Keiner stockt auf, bevor seine eigenen zwei Minuten abgelaufen sind.

Eine zweite Verwarnung im selben Spiel bedeutet Feldverweis. Ein gemeldeter Auswechselspieler, der Rot sieht, darf nicht ersetzt werden. Dann fehlt euch auch auf der Bank ein Mann.

Auszeit: eine pro Halbzeit, beantragt von der Bank

Jedes Team hat eine einminütige Auszeit pro Halbzeit (Regel 7.3). Ein Mannschaftsoffizieller beantragt sie mit dem Formular beim dritten Schiedsrichter, ohne dritten Schiedsrichter beim Zeitnehmer. Der Zeitnehmer gewährt sie nur, wenn der Ball aus dem Spiel ist und das beantragende Team die Spielfortsetzung hat.

Eine nicht genommene Auszeit der ersten Halbzeit verfällt. In der Verlängerung gibt es keine Auszeit. In dieser Minute darfst du auf dem Feld bleiben oder rausgehen, zum Trinken musst du raus. Auswechselspieler bleiben draußen, und Trainer dürfen auf dem Feld keine Anweisungen geben.

Die Auszeit der zweiten Halbzeit heben Trainer meist für die Schlussminuten auf, um den fliegenden Torwart vorzubereiten oder eine Führung zu sichern.

Ball, Schienbeinschoner und Schuhe

Der Futsal-Ball (Regel 2) hat einen Umfang von 62 bis 64 cm und wiegt zu Spielbeginn 400 bis 440 g. Aus 2 Metern fallen gelassen, springt er beim ersten Aufprall zwischen 50 und 65 cm hoch. Er bleibt am Boden. Statt Volleys und Kopfbällen wie auf dem Großfeld spielst du viel mit der Sohle an und nimmst mit ihr an.

Regel 4 nennt die Pflichtausrüstung: Trikot mit Ärmeln, Hose, Stutzen, Schienbeinschoner unter den Stutzen und Schuhe. Für Größe und Eignung der Schienbeinschoner ist der Spieler selbst verantwortlich. Ein verlorener Schuh oder Schoner muss spätestens bei der nächsten Spielunterbrechung wieder angezogen sein. Schmuck kommt ab, Abkleben ist nicht erlaubt.

Welche Sohle der Schuh haben muss, steht nicht in den Regeln. Das regelt meist die Halle, also frag den Veranstalter vor dem Turnier.

Was Spieler sehen, wenn ein Futsal-Turnier auf JudgeMate läuft

Das Event richtet der Veranstalter ein. Du als Spieler verfolgst vor allem die Anzeigetafel, die Tabelle und den Turnierbaum.

  • Formate. Futsal läuft als Vereinsturnier (Jeder gegen jeden, K.-o.-Runde oder Gruppen mit K.-o.-Runde) oder als Liga. Tabelle und Turnierbaum zählen ein Ergebnis erst nach der Bestätigung.
  • Die Anzeigetafel hat eine rückwärts laufende Uhr für 2 × 20 Minuten und erfasst Tore und Karten. Eine zweite Gelbe wird automatisch Rot, wenn die Karte einem Spieler zugeordnet ist. Rot startet einen Zwei-Minuten-Countdown, der bei einem Gegentor der Unterzahl vorzeitig endet. Die Tafel zählt kumulierte Fouls pro Halbzeit, übernimmt die Fouls der zweiten Halbzeit in die Verlängerung, zeigt ab dem sechsten Foul den 10-Meter-Strafstoß an und erlaubt eine Auszeit pro Halbzeit, keine in der Verlängerung.
  • Regionale Foulgrenzen. Die Grenze auf der Tafel ist fest auf das sechste Foul eingestellt. Gibt dein Turnier den 10-Meter-Strafstoß schon ab dem dritten oder vierten Foul, zählt der Schiedsrichter mit.
  • Wer Ergebnisse einträgt. Standardmäßig der Veranstalter. Der Schiedsrichter mit dem QR-Code des Spiels bedient die Tafel, bestätigt wird das Ergebnis vom Veranstalter. Lässt der Veranstalter Teams Ergebnisse melden, trägt eine Seite das Ergebnis ein und die andere bestätigt es, aber nur in Gruppenspielen und bei Jeder gegen jeden. In einer Liga tragen nur Veranstalter und Mitveranstalter Ergebnisse ein. K.-o.-Spiele, Trostrunde und Spiel um Platz 3 bestätigt immer der Veranstalter.
  • Wertungen zählen standardmäßig 5:0. Das ist eine JudgeMate-Einstellung, der Veranstalter kann sie ändern.
  • Ligalisten. In einer Liga siehst du Torschützen, Vorlagen und Karten. Schaltet der Veranstalter automatische Sperren ein (2 bis 5 Gelbe pro Sperre, 1 bis 3 Spiele nach Rot), erscheint auch eine Liste der Gesperrten.

Familie und Freunde verfolgen das Spiel auf der Futsal-Anzeigetafel und die Tabelle auf der Event-Seite unter Live-Ergebnisse. Wie Tore, Verlängerung und Strafstoßschießen ein Spiel entscheiden, erklärt So funktioniert die Futsal-Wertung, die Sicht der Unparteiischen der Leitfaden für Futsal-Schiedsrichter. Organisierst du selbst, zeigt dir das Futsal-Video-Tutorial die Einrichtung Schritt für Schritt.

Praxisbeispiel: fünf Entscheidungen in einem Futsal-Spiel

Ein Vereinsturnier spielt 2 × 20 Minuten effektive Spielzeit nach FIFA-Regeln. Gruppenspiel Blau gegen Rot.

3. Minute – der langsame Einkick. Ein Flügelspieler von Blau legt den Ball auf die Linie und sucht eine Anspielstation. Die Hand des Schiedsrichters zählt vier Sekunden und fällt. Einkick für Rot an derselben Stelle.

9. Minute – der Rückpass. Der Torwart von Blau rollt den Ball zu einem Verteidiger, der unter Druck direkt zurückspielt. Der Torwart stoppt ihn mit dem Fuß in der eigenen Hälfte. Indirekter Freistoß für Rot, keine Karte.

31. Minute – das sechste Foul. Beim fünften kumulierten Foul von Blau in dieser Halbzeit kam das Signal des Zeitnehmers. Zwei Minuten später bringt ein Verteidiger einen Stürmer 7 Meter vor dem Tor zu Fall, außerhalb des Strafraums. Das ist das sechste. Der Schütze von Rot wählt den Tatort statt des zweiten Strafstoßpunkts, Blau darf keine Mauer stellen, Tor.

34. Minute – die Rote Karte. Ein Verteidiger von Blau verhindert eine offensichtliche Torchance und fliegt vom Platz. Blau spielt vier gegen fünf. Rot trifft nach 40 Sekunden, also darf Blau sofort einen Auswechselspieler bringen, statt die vollen zwei Minuten abzuwarten.

38. Minute – der fliegende Torwart. Blau liegt mit zwei Toren hinten und nimmt die Auszeit der zweiten Halbzeit. Nach der Fortsetzung geht ein Spieler im Torwarttrikot mit nach vorn, und Blau spielt fünf gegen vier in der Hälfte von Rot. Dort gilt die Vier-Sekunden-Grenze für den Torwart nicht.

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Geprüft von

JudgeMate Editorial Team

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Geprüft anhand

FIFA Futsal-Spielregeln 2025-26 (Regeln 2, 3, 4, 7, 11, 12, 13, 15 und 16)

Zuletzt geprüft 2026-11-04 · nächste Nach Veröffentlichung der nächsten FIFA Futsal-Spielregeln, spätestens im September 2027

Häufige Fragen von Spielern zu den Futsal-Regeln

Quellen

  1. Futsal Laws of the Game 2025-26 — FIFA
  2. Futsal-Kurzregeln 2024-2025 — Fußballverband Rheinland

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