Basketball-Glossar
Regelbegriffe der FIBA 2026, Kampfgericht, Anschreibebogen und Statistik-Kürzel
Dieses Glossar erklärt 50 Basketballbegriffe. Die meisten stammen aus den Offiziellen Basketball-Regeln 2026 (Version 1.1), die seit dem 1. Oktober 2026 gelten und die der DBB auf Deutsch herausgibt: die neuen Fouls Disruptive und Flagrant, die zwei Kategorien des Technischen Fouls, die Wurfuhr, die Mannschaftsfouls und die Einträge im Anschreibebogen. Die letzten vier Einträge erklären Statistik-Kürzel wie 3PA, PF und +/- nach dem Glossar von NBA Stats. Ein Spiel mit Mannschaftsfouls und Wurfuhr führst du auf der Basketball-Anzeigetafel; ein Turnier oder eine Liga legst du hier an.
+
- +/- (Plus-Minus)
Die Punktdifferenz, solange ein Spieler auf dem Feld steht, also die Punkte seiner Mannschaft minus die Punkte des Gegners in seinen Minuten. Ein Bankspieler ohne eigenen Punkt kann so mit +10 vom Feld gehen. JudgeMate berechnet kein Plus-Minus.
1
- 1. und 2. Schiedsrichter
Das Spiel leiten der 1. Schiedsrichter und ein oder zwei weitere Schiedsrichter (Art. 46.1). Der 1. Schiedsrichter prüft und genehmigt die Ausrüstung, bestimmt die offiziellen Uhren und das Kampfgericht und wirft den Eröffnungssprungball. Er unterschreibt den Anschreibebogen als Letzter, womit die Verbindung der Schiedsrichter zum Spiel endet (Anhang B.12).
3
- 3PA und 3PM
Versuchte (3PA) und getroffene (3PM) Dreier; 3P% ist getroffen geteilt durch versucht. FGA und FGM zählen alle Würfe aus dem Feld, Zweier und Dreier zusammen; Freiwürfe haben eigene Kürzel, FTA und FTM.
A
- Acht Sekunden
Eine Mannschaft, die im Rückfeld Ballkontrolle erlangt, muss den Ball innerhalb von acht Sekunden ins Vorfeld bringen (Art. 28.1.1). Nach bestimmten Einwürfen im Rückfeld, etwa nach Aus, Verletzung, Sprungballsituation oder Doppelfoul, läuft die Zählung mit der verbleibenden Zeit weiter (Art. 28.1.3).
- Anschreibebogen
Das offizielle Protokoll des Spiels, beschrieben in Anhang B. Der Anschreiber bereitet ihn mindestens 40 Minuten vor Spielbeginn vor (Anhang B.3); nach dem Spiel unterschreibt das Kampfgericht, und der 1. Schiedsrichter genehmigt ihn als Letzter. Seit 2026 wird jedes Foul eingekreist, das für die Spieldisqualifikation zählt. JudgeMate erstellt keinen FIBA-Anschreibebogen; die Anzeigetafel führt stattdessen eine Ereignisliste mit Punkten und Fouls.
- Ausgeschlossener Spieler
Ein Spieler mit 5 Fouls, der nicht mehr spielberechtigt ist (Art. 4.1.3, 41.1). Ein Schiedsrichter informiert ihn, und er muss das Spiel sofort verlassen; der Wechsel darf höchstens 30 Sekunden dauern (Art. 19.3.6). Auf der Basketball-Anzeigetafel von JudgeMate wird ein Spieler, dem das fünfte Foul unter seiner Nummer eingetragen wird, als ausgeschieden markiert.
- Auszeit
Eine einminütige Unterbrechung, die der Trainer oder der 1. Trainer-Assistent beantragt (Art. 18). Jede Mannschaft hat 2 Auszeiten in der ersten Halbzeit, 3 in der zweiten und je 1 pro Verlängerung. Zeigt die Spieluhr im vierten Viertel 2:00 Minuten oder weniger, darf eine Mannschaft von den Auszeiten der zweiten Halbzeit höchstens noch 2 nehmen. Nicht genommene Auszeiten verfallen. Die JudgeMate-Anzeigetafel zählt 2, 3 und 1, prüft aber die 2:00-Regel nicht; darauf muss das Kampfgericht achten.
B
- Bonus
Umgangssprachlich für die erreichte Mannschaftsfoulgrenze. Auf der Basketball-Anzeigetafel von JudgeMate leuchtet die Bonus-Anzeige beim 5. Mannschaftsfoul im Viertel auf, also beim ersten, das nach Art. 42 Freiwürfe bringen kann. Der Zähler beginnt jedes Viertel bei null, in der Verlängerung läuft der Stand des vierten Viertels weiter.
D
- Disqualifizierendes Foul
Jede grob unsportliche Handlung eines Spielers, Auswechselspielers, Trainers, ausgeschlossenen Spielers oder Mannschaftsbegleiters (Art. 39.1.1). Der Betroffene geht für den Rest des Spiels in die Kabine oder verlässt die Halle. Der Gegner erhält meist 2 Freiwürfe und danach einen Einwurf von der Einwurfmarkierung im Vorfeld. Ein disqualifizierter Trainer wird vom 1. Trainer-Assistenten ersetzt oder, wenn keiner eingetragen ist, vom Kapitän (Art. 39.1.2).
- Disruptive Foul
Eine Foulkategorie, die seit dem 1. Oktober 2026 gilt (Art. 37); der DBB behält den englischen Namen bei. Es ist ein regelwidriger Kontakt unterhalb eines Flagrant Fouls, der den Spielfluss stört und den Gegner benachteiligt. Die FIBA nennt drei Fälle: unnötiger Kontakt, um einen Schnellangriff zu stoppen, Kontakt, um am Ende eines Viertels die Uhren anzuhalten, und Kontakt von hinten oder von der Seite gegen einen Spieler auf dem Weg zum Korb, vor dem kein Verteidiger mehr steht. Die Strafe sind 2 Freiwürfe; war der gefoulte Spieler in der Wurfaktion, 1 nach erfolgreichem Wurf und 2 oder 3 nach einem Fehlwurf. Danach folgt Einwurf von der Einwurfmarkierung im Vorfeld. Es zählt als Mannschaftsfoul, aber nicht für die Spieldisqualifikation.
- Doppeldribbling
Ein zweites Dribbling, nachdem das erste beendet ist (Art. 24.2). Neu dribbeln darf nur, wer die Kontrolle über den Ball durch einen Korbwurf, eine Berührung des Gegners oder einen Pass oder Fumble verloren hat, bei dem ein anderer Spieler den Ball berührt hat. Die FIBA hat den Absatz 2026 so umformuliert, dass die drei Fälle in einer Liste stehen; was als Doppeldribbling gilt, bleibt gleich.
- Doppelfoul
Zwei Gegenspieler begehen ungefähr gleichzeitig Persönliche, Disruptive, Flagrant oder Disqualifizierende Fouls gegeneinander, beide mit Kontakt (Art. 35.1). Jedes Foul wird eingetragen, Freiwürfe gibt es nicht, und den Ball behält die Mannschaft, die ihn hatte. Hatte ihn keine, folgt eine Sprungballsituation (Art. 35.2).
- Drei Sekunden
Ein Angreifer darf sich nicht länger als drei aufeinanderfolgende Sekunden in der gegnerischen Zone aufhalten, solange seine Mannschaft den lebenden Ball im Vorfeld kontrolliert und die Spieluhr läuft (Art. 26.1.1). Toleriert wird, wer die Zone verlassen will, wer drinsteht, während er oder ein Mitspieler wirft, und wer zum Korbwurf hineindribbelt. Draußen ist ein Spieler erst mit beiden Füßen außerhalb der Zone (Art. 26.1.3).
- Drei-Punkte-Linie
Ein Bogen mit 6,75 m Radius um den Punkt unter der Korbmitte, verbunden mit zwei geraden Linien 0,90 m innerhalb der Seitenlinien (Art. 2.5.4). Die Linie selbst gehört nicht zum Drei-Punkte-Bereich; wer mit einem Fuß auf ihr wirft, erzielt 2 Punkte. Ein Korb aus dem Drei-Punkte-Bereich zählt 3 Punkte (Art. 16.2.1).
F
- Flagrant Foul
Die zweite neue Kategorie von 2026 (Art. 38). Zusammen mit dem Disruptive Foul ersetzt es das unsportliche Foul der früheren Regelwerke. Es ist ein Kontakt gegen den Geist von Sportlichkeit und Fairplay, der nach Art oder Härte über ein Persönliches oder Disruptive Foul hinausgeht, etwa eine rücksichtslose oder gefährliche Aktion oder übermäßig harter Kontakt. Freiwürfe und Einwurf im Vorfeld folgen wie beim Disruptive Foul. Zwei Flagrant Fouls oder ein Flagrant Foul und ein Technisches Foul der Kategorie 1 führen zur Spieldisqualifikation (Art. 38.2.3).
- Foul-Einträge im Anschreibebogen
Anhang B gibt jedem Foul einen Buchstaben. P steht für ein Persönliches Foul, T für ein Technisches, DI für ein Disruptive, FL für ein Flagrant und D für ein Disqualifizierendes Foul. Ein Technisches Foul des Trainers wegen eigenen Verhaltens ist ein C, eines für andere Personen auf der Bank ein B, BD betrifft einen Mannschaftsbegleiter. Neben dem Buchstaben steht die Zahl der Freiwürfe (1, 2 oder 3), und nach dem Foul, das eine Spieldisqualifikation auslöst, folgt GD.
- Freiwurf
Die Gelegenheit, ungehindert von hinter der Freiwurflinie und innerhalb des Halbkreises 1 Punkt zu erzielen (Art. 44.1.1). Nach einem Kontaktfoul wirft der gefoulte Spieler (Art. 44.2.1). Eine Freiwurfserie umfasst alle Freiwürfe und den möglichen Ballbesitz, die aus der Strafe für ein einzelnes Foul folgen (Art. 44.1.2).
- Fünf Sekunden (nah bewachter Spieler)
Ein Spieler mit Ball, den ein Gegner aktiv und regelgerecht aus höchstens 1 m Abstand verteidigt, muss innerhalb von fünf Sekunden passen, werfen oder dribbeln (Art. 27). Nach FIBA-Regeln beendet der Beginn des Dribblings die Zählung.
G
- Goaltending und Stören des Balls
Goaltending heißt, einen Wurf zu berühren, der sich vollständig über dem Ring befindet und abwärts fliegt oder bereits das Spielbrett berührt hat (Art. 31.2.1). Stören des Balls umfasst etwa das Berühren von Korb oder Spielbrett, während der Ball auf dem Ring liegt, oder das Durchgreifen durch den Korb von unten. Begeht es ein Verteidiger, zählen die Punkte, als wäre der Ball gefallen; begeht es ein Angreifer, gibt es keine Punkte. Goaltending der Verteidigung beim letzten Freiwurf bringt 1 Punkt und ein Technisches Foul der Kategorie 2 (Art. 31.3.3).
H
- Hin- und Rückspiel
Zwei Spiele, deren Ergebnisse addiert werden, gelten als ein Spiel von 80 Minuten (Anhang D.6). Steht es nach dem zweiten Spiel in der Summe unentschieden, wird dieses Spiel mit Verlängerungen zu 5 Minuten fortgesetzt, bis ein Sieger feststeht (Art. 8.7). JudgeMate bietet im Basketball weder Hin- und Rückspiel noch Play-off-Serien wie „Best of 3“, „Best of 5“ oder „Best of 7“.
K
- Kampfgericht
Anschreiber, Anschreiber-Assistent, Zeitnehmer und Wurfuhr-Zeitnehmer (Art. 46.2); bei manchen Spielen sitzt zusätzlich ein Kommissar zwischen Anschreiber und Zeitnehmer (Art. 46.3). In einem JudgeMate-Turnier trägt der Veranstalter die Ergebnisse standardmäßig selbst ein. Mannschaften können Ergebnisse in Gruppen und Jeder-gegen-jeden nur melden und bestätigen, wenn der Veranstalter das einschaltet; K.-o.-Spiele bestätigt immer der Veranstalter. In einer Liga tragen Veranstalter und Mitveranstalter die Ergebnisse ein. Ein Schiedsrichter mit dem QR-Code des Spiels kann den Spielstand auf der Anzeigetafel führen.
- Klassifizierungspunkte (2-1-0)
Anhang D ordnet Mannschaften im Jeder-gegen-jeden nach Siegen und Niederlagen: 2 Klassifizierungspunkte für einen Sieg, 1 für eine Niederlage, auch bei weniger als zwei Spielern, und 0 bei Spielverlust wegen Fehlverhaltens (Anhang D.1.1). Ein neuer Basketball-Turnierbaum und eine neue Liga in JudgeMate starten mit diesem FIBA-Reglement; der Veranstalter kann auf eigene Punkte umstellen.
- Korbwurfaktion
Art. 15 beschreibt sie getrennt für zwei Wurfarten. Beim Sprungwurf beginnt sie, wenn der Spieler Schultern und Ball in Richtung Korb nach oben bewegt. Beim Zug zum Korb beginnt sie, sobald er den Ball nach dem Dribbling oder dem Fangen kontrolliert und die Wurfbewegung fortsetzt. Seit 2026 muss der Werfer im Vorfeld stehen; nur die letzte Aktion vor Ablauf der Spieluhr oder der Wurfuhr darf von überall kommen (Art. 15.1.4). Die Zahl der regelgerechten Schritte spielt keine Rolle.
L
- Laufende Punktzählung
Die Spalte im Anschreibebogen, in der der Anschreiber die Punkte beider Mannschaften der Reihe nach einträgt, mit Platz für 160 Punkte je Mannschaft (Anhang B.10–B.11). Ein Feldkorb wird mit einem Schrägstrich markiert, ein Freiwurf mit einem ausgefüllten Kreis, daneben steht die Nummer des Werfers. Einen Dreier kennzeichnet ein Kreis um die Spielernummer.
- Losverfahren
Das letzte Kriterium der FIBA. Trennt sonst nichts die Mannschaften, entscheidet bei Nationalmannschaften die FIBA-Rangliste, bei allen anderen das Los (Anhang D.1.3). JudgeMate lost nicht und nutzt keine Ranglisten; einen Gleichstand, den das Reglement nicht auflöst, sieht der Veranstalter und legt die Reihenfolge selbst fest.
M
- Mannschaft
Basketball spielen zwei Mannschaften mit je fünf Spielern auf dem Feld (Art. 1.1). Zu einer Mannschaft gehören höchstens 12 spielberechtigte Mitglieder einschließlich Kapitän, ein Trainer und bis zu 8 Mannschaftsbegleiter, darunter die Trainer-Assistenten (Art. 4.2.1). Ein Vereinsturnier in JudgeMate setzt für Basketball dieselbe Kadergrenze von 12.
- Mannschaftsfouls und Mannschaftsfoulgrenze
Jedes Persönliche, Technische, Disruptive, Flagrant oder Disqualifizierende Foul eines Spielers ist auch ein Mannschaftsfoul (Art. 42.1.1). Nach vier Mannschaftsfouls in einem Viertel hat die Mannschaft ihre Mannschaftsfoulgrenze erreicht. Danach wird jedes persönliche Foul an einem Spieler, der nicht wirft, mit 2 Freiwürfen statt einem Einwurf bestraft; ein Foul der Mannschaft in Ballkontrolle bringt dem Gegner weiterhin nur einen Einwurf (Art. 42.2). Mannschaftsfouls in der Verlängerung zählen zum vierten Viertel, Fouls in einer Spielpause zum folgenden Abschnitt (Art. 42.1.2–42.1.3).
O
- Offizielle Basketball-Regeln 2026
Das Regelwerk der FIBA für Basketball fünf gegen fünf, kurz OBR. Das FIBA Central Board hat es am 23. April 2026 in Berlin beschlossen, die Version 1.1 stammt vom Juli 2026, gültig ist es ab dem 1. Oktober 2026. In der FIBA-Übersicht der Änderungen stehen die Artikel 1, 2, 4, 15, 24, 36, 37 und 38 sowie die Anhänge A, B, D und F. Die offiziellen Interpretationen (OBRI 2026, Version 1.0 vom August 2026) zeigen, wie Schiedsrichter die Regeln anwenden.
P
- Persönliches Foul
Regelwidriger Kontakt eines Spielers mit einem Gegner, ob der Ball lebt oder tot ist (Art. 34.1.1). Wer beim Wurf gefoult wird, bekommt 1 Freiwurf, wenn der Ball fällt, sonst 2 oder 3, je nachdem, von wo er geworfen hat. Ohne Wurf erhält die gefoulte Mannschaft einen Einwurf oder, wenn die foulende Mannschaft die Mannschaftsfoulgrenze erreicht hat, 2 Freiwürfe. Die JudgeMate-Anzeigetafel hat eine Schaltfläche für das persönliche Foul, wahlweise mit Spielernummer.
- PF
Die persönlichen Fouls eines Spielers in der Statistik. Nach FIBA-Regeln beendet das fünfte Foul das Spiel für ihn (Art. 41.1), in der NBA scheidet ein Spieler erst mit dem sechsten aus.
- PTS, REB, AST
Punkte, Rebounds und Assists, die ersten Spalten jeder Statistik. REB wird oft in OREB und DREB geteilt, Offensiv- und Defensivrebounds. Ein Assist ist ein Pass, nach dem direkt ein Korb fällt. In einer JudgeMate-Liga zeigt die öffentliche Tabelle eine Wertung nach Punkten, das Veranstalter-Cockpit zählt zusätzlich Fouls; beides stammt aus den Spielernummern, die auf der Anzeigetafel zugeordnet wurden.
R
- Regelübertretung
Die FIBA definiert eine Regelübertretung schlicht als Verstoß gegen die Regeln (Art. 22.1). Gemeint sind die Fehler mit Ball, Zeit und Position aus den Artikeln 23 bis 31, etwa Schrittfehler, drei Sekunden oder die Wurfuhr. Der Gegner erhält einen Einwurf an der Stelle, die dem Verstoß am nächsten liegt, nie direkt hinter dem Spielbrett (Art. 22.2). Fouls, also regelwidriger Kontakt oder unsportliches Verhalten, regeln die Artikel 32 bis 40.
- Rückfeld und Vorfeld
Das Rückfeld einer Mannschaft ist die Hälfte mit dem eigenen Korb, das Vorfeld die Hälfte mit dem gegnerischen Korb (Art. 2.3–2.4). Die Mittellinie gehört zum Rückfeld. An dieser Teilung hängen unter anderem die Acht-Sekunden-Regel, das Rückspiel und die Korbwurfaktion nach der Fassung 2026.
- Rücksetzen auf 14 Sekunden
Berührt der Ball den Ring und holt ihn die werfende Mannschaft zurück, springt die Wurfuhr auf 14 Sekunden; erlangt der Gegner Kontrolle, auf 24 (Art. 29.2.7). Ein Airball, den die werfende Mannschaft zurückholt, setzt nichts zurück. Nach einem Foul oder Verstoß der Verteidigung im Vorfeld gibt es 14 Sekunden nur, wenn die Uhr 13 oder weniger zeigt; bei 14 oder mehr läuft sie weiter (Art. 29.2.2). Ein Einwurf von der Einwurfmarkierung im Vorfeld nach einem Disruptive, Flagrant oder Disqualifizierenden Foul beginnt immer mit 14 (Art. 29.2.6).
- Rückspiel
Eine Mannschaft, die den Ball im Vorfeld kontrolliert, darf ihn nicht ins Rückfeld zurückspielen, wenn ein eigener Spieler ihn dort als Erster berührt und ein eigener Spieler ihn zuletzt im Vorfeld berührt hat (Art. 30.1.2). Kein Verstoß liegt vor, wenn ein Spieler aus dem Vorfeld abspringt, den Ball in der Luft neu kontrolliert und im Rückfeld landet. Der Gegner erhält einen Einwurf in seinem Vorfeld (Art. 30.3).
S
- Schrittfehler
Regelwidrige Bewegung eines oder beider Füße mit einem lebenden Ball in der Hand (Art. 25). Wer den Ball in der Bewegung fängt oder sein Dribbling beendet, darf zwei Schritte machen, um anzuhalten, zu passen oder zu werfen; um ein Dribbling zu beginnen, muss der Ball vor dem zweiten Schritt die Hand verlassen. Mit dem Ball hinfallen und rutschen ist erlaubt. Sich mit dem Ball wälzen oder aufzustehen versuchen ist ein Schrittfehler (Art. 25.2.2).
- Spieldisqualifikation (GD)
Ein Spieler ist für den Rest des Spiels disqualifiziert nach zwei Technischen Fouls der Kategorie 1, zwei Flagrant Fouls oder je einem davon (Art. 41.4). Für einen Trainer gilt das nach zwei Technischen Fouls der Kategorie 1 wegen eigenen Verhaltens („C“) oder nach drei, die von der Bank ausgingen („B“ oder „BD“), von denen eines ein „C“ sein darf (Art. 41.5). Der Zeitnehmer zeigt es mit der GD-Tafel an. Die JudgeMate-Anzeigetafel erfasst nur persönliche Fouls und zählt Technische oder Flagrant Fouls daher nicht für die Spieldisqualifikation.
- Spiele gegeneinander
Der direkte Vergleich nach FIBA. Bei gleicher Bilanz entscheiden zuerst die Spiele der betroffenen Mannschaften gegeneinander: Bilanz, dann Korbdifferenz und erzielte Korbpunkte in diesen Spielen (Anhang D.1.3). Danach folgen Korbdifferenz und erzielte Korbpunkte aus allen Gruppenspielen. Ist eine Mannschaft eingeordnet, beginnt das Verfahren für die übrigen von vorn (Anhang D.1.4). JudgeMate ordnet eine Basketballgruppe in derselben Reihenfolge.
- Spielerwechsel
Beantragen darf ihn nur der Auswechselspieler, am Anschreibertisch oder auf dem Wechselstuhl (Art. 19.3.1). Gewechselt wird bei totem Ball und angehaltener Spieluhr oder nach einem erfolgreichen letzten Freiwurf. In den letzten 2:00 Minuten des vierten Viertels und jeder Verlängerung darf die Mannschaft, die gerade einen Korb erzielt hat, nur wechseln, wenn ein Schiedsrichter das Spiel unterbrochen hat (Art. 19.2.5).
- Spielfeld
Eine ebene, harte Fläche von 28 m Länge und 15 m Breite, gemessen von der Innenkante der Begrenzungslinien (Art. 2.1). Ringsum liegt ein freier Streifen von mindestens 2 m, die gesamte Fläche misst also mindestens 32 × 19 m (Art. 2.2). Die Begrenzungslinien gehören nicht zum Spielfeld. Seit 2026 dürfen Linien verschiedene Farben haben, solange jedes Markierungspaar auf beiden Hälften gleich ist (Art. 2.5).
- Spielverlust (weniger als zwei Spieler)
Hat eine Mannschaft während des Spiels weniger als zwei einsatzfähige Spieler auf dem Feld, verliert sie (Art. 21.1). Liegt der Gegner vorn, bleibt das Ergebnis bestehen, sonst wird 2:0 für ihn gewertet. Die unterlegene Mannschaft erhält trotzdem einen Klassifizierungspunkt (Art. 21.2.1), einen mehr als nach Art. 20.
- Spielverlust wegen Fehlverhaltens
Eine Mannschaft verliert das Recht zu spielen, wenn sie 15 Minuten nach der angesetzten Zeit nicht da ist oder keine fünf spielbereiten Spieler stellt, wenn sie das Spiel durch ihr Verhalten verhindert oder trotz Aufforderung des 1. Schiedsrichters nicht spielt (Art. 20.1). Das Spiel wird 20:0 gewertet, die Mannschaft erhält null Klassifizierungspunkte. Passiert das in einem Turnier zum zweiten Mal, wird sie ausgeschlossen und alle ihre Spiele werden annulliert (Art. 20.2.3). In JudgeMate steht das Kampflos-Ergebnis im Basketball standardmäßig auf 20:0; der Veranstalter kann es ändern.
- Sprungball und Halteball
Der 1. Schiedsrichter wirft den Ball zu Beginn des ersten Viertels im Mittelkreis zwischen zwei Gegenspielern hoch (Art. 8.6, 12.1.1). Ein Halteball liegt vor, wenn Spieler beider Mannschaften den Ball fest halten und keiner ihn ohne übermäßige Härte erobern kann (Art. 12.1.2). Nach dem Eröffnungssprungball entscheidet in jeder Sprungballsituation der Wechselnde Ballbesitz.
T
- Technisches Foul (Kategorie 1 und 2)
Ein Foul wegen Verhaltens, meist ohne Kontakt (Art. 36). Seit 2026 gibt es zwei Kategorien. Kategorie 1 umfasst etwa respektlosen Umgang mit den Schiedsrichtern, Provozieren, vorgetäuschte Fouls oder übermäßiges Schwingen der Ellbogen und zählt für die Spieldisqualifikation. Kategorie 2 umfasst Spielverzögerung und administrative Verstöße wie das Hängen am Ring und zählt nicht dafür. Der Gegner erhält einen Freiwurf, danach bekommt die Mannschaft den Ball, die ihn hatte. Ein Technisches Foul eines Spielers zählt in beiden Kategorien als Mannschaftsfoul (Art. 36.3.1).
V
- Verlängerung
Steht es nach dem vierten Viertel unentschieden, folgen so lange Verlängerungen zu je 5 Minuten, bis ein Sieger feststeht (Art. 8.7). Ein Penaltyschießen gibt es im Basketball nicht. Die JudgeMate-Anzeigetafel hängt Verlängerungen zu 5 Minuten ohne Obergrenze an.
- Viertel
Ein Spiel besteht aus 4 Vierteln zu je 10 Minuten (Art. 8.1). Zwischen dem ersten und zweiten sowie dem dritten und vierten Viertel und vor jeder Verlängerung liegen 2 Minuten Pause, die Halbzeitpause dauert 15 Minuten (Art. 8.3–8.4). Die JudgeMate-Anzeigetafel startet mit 4 × 10 Minuten; Viertellänge und Zahl der Spielabschnitte kann der Veranstalter ändern.
W
- Wechselnder Ballbesitz
Ein Einwurf, der den Sprungball ersetzt (Art. 12.5). Den ersten bekommt die Mannschaft, die nach dem Eröffnungssprungball nicht in Ballbesitz kam. Ein Pfeil am Anschreibertisch zeigt auf den gegnerischen Korb der Mannschaft, der der nächste Einwurf zusteht, und dreht sich, sobald dieser Einwurf beendet ist. Die Basketball-Anzeigetafel von JudgeMate zeigt diesen Pfeil.
- Wert eines Korbs
Ein Freiwurf zählt 1 Punkt, ein Korb aus dem Zwei-Punkte-Bereich 2 und aus dem Drei-Punkte-Bereich 3 (Art. 16.2.1). Wer versehentlich in den eigenen Korb trifft, schenkt dem Gegner 2 Punkte; sie werden dessen Kapitän auf dem Feld gutgeschrieben. Für einen Wurf nach Einwurf oder Rebound beim letzten Freiwurf müssen mindestens 0,3 Sekunden auf der Uhr stehen; bei 0,2 oder 0,1 zählt nur ein Tip-in oder ein direkter Dunk (Art. 16.2.5). Die JudgeMate-Anzeigetafel bucht 1, 2 oder 3 Punkte und kann sie einer Spielernummer zuordnen.
- Wurfuhr
Die 24 Sekunden, die eine Mannschaft nach Erlangen der Ballkontrolle für einen Korbwurf hat (Art. 29.1.1). Der Wurf zählt nur, wenn der Ball vor dem Signal die Hand verlassen hat und danach den Ring berührt oder in den Korb geht. Ertönt das Signal mit dem Ball in der Luft und verfehlt der Ball den Ring, ist das ein 24-Sekunden-Verstoß, es sei denn, der Gegner erlangt sofort und eindeutig Ballkontrolle. Die Basketball-Anzeigetafel von JudgeMate hat eine Wurfuhr mit 24 und 14 Sekunden, die mit der Spieluhr anhält.
Z
- Zone
Die rechteckige Fläche unter jedem Korb. Ihre seitlichen Linien liegen mit der Außenkante 2,45 m von der Mitte der Endlinie entfernt, und sie reicht bis zur Freiwurflinie, die 3,60 m lang ist und deren hintere Kante 5,80 m von der Endlinie entfernt liegt (Art. 2.5.3). Ein Angreifer darf sich höchstens drei aufeinanderfolgende Sekunden in der gegnerischen Zone aufhalten (Art. 26).