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Wertungs-Leitfaden

So liest du ein Eiskunstlauf-Protokoll

ISU-Protokolle Schritt für Schritt — von der Elementzeile bis zur Gesamtwertung

Zuletzt aktualisiert: 9. Juli 2026
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Eiskunstlauf-Wertungsbögen — offiziell Protokolle — zeigen jedes Element einer Läuferin oder eines Läufers, dessen Basiswert, die GOE jeder der neun Wertungsrichterinnen und -richter, den getrimmten Mittelwert der GOE, die endgültige Elementwertung, die drei Programmkomponenten und alle Abzüge. Wer ein Protokoll liest, sieht genau, warum eine Punktzahl zustande kam: welche Sprünge Punkte gebracht oder gekostet haben, wie das Preisgericht das Programm insgesamt bewertet hat und ob Stürze oder Regelverstöße die Summe gedrückt haben. Hinweis: Ab der Saison 2026/27 hat die Einzel-Kür sechs Sprungelemente (statt sieben) und eine der Pirouetten ist nun eine choreografische Pirouette — die Struktur des Protokolls und wie man es liest, bleibt jedoch unverändert.

Was ist ein Eiskunstlauf-Protokoll?

Nachdem eine Läuferin oder ein Läufer das Programm bei einem ISU-Wettkampf beendet hat, veröffentlichen die Offiziellen ein Dokument namens Protokoll (auch Judges Details Sheet oder Wertungsbogen). Es ist der vollständige, transparente Nachweis jeder Wertungsentscheidung dieses Auftritts.

Ein Protokoll ist keine einzelne Zahl — es ist eine detaillierte Tabelle, die die Segmentwertung bis in ihre kleinsten Bestandteile zerlegt. Jeder kann Protokolle binnen Minuten nach dem Auftritt von der ISU-Ergebnisseite herunterladen und genau nachvollziehen, wie jedes Element bewertet wurde.

Protokolle gibt es für das Kurzprogramm (im Eistanz der Rhythmustanz) und die Kür (im Eistanz der Freie Tanz). Die im Protokoll gezeigte Segmentwertung wird zur Wertung des anderen Segments addiert und ergibt die Gesamtwertung, die über die Platzierung entscheidet.

Protokolle zu verstehen ist der schnellste Weg von „warum nannte der Kommentator das umstritten?" zu der Frage, was im Wertungsraum wirklich passiert ist.

Was sich für die Saison 2026/27 geändert hat

Auf dem 60. ISU-Kongress im Juni 2026 bestätigte das Technische Komitee Eiskunstlauf der ISU neue Programmvorgaben für den Einzellauf, die ab der Saison 2026/27 gelten. Sie ändern, welche Elemente in einem Kür-Protokoll erscheinen — das Kurzprogramm und das Rechenbeispiel weiter unten sind davon nicht betroffen.

Weniger Sprünge in der Kür. Die Einzel-Kür erlaubt jetzt höchstens sechs Sprungelemente (statt sieben), von denen eines weiterhin ein Sprung vom Axel-Typ sein muss. Im Protokoll bedeutet das eine Sprungzeile weniger im TES-Panel einer Kür.

Eine choreografische Pirouette ersetzt eine gelevelte Pirouette. Die Kür enthält nun drei Pirouetten: eine Kombinationspirouette, eine Sprungpirouette und eine neue choreografische Pirouette (mindestens drei Umdrehungen auf einer oder zwei Kufen, mit so vielen Fußwechseln, wie die laufende Person wählt). Wie die choreografische Sequenz erhält die choreografische Pirouette kein Level — sie erscheint im Protokoll ohne Level-Nummer (als ChSp) und wird nur über die GOE bewertet. Deshalb zeigt eine Kür 2026/27 eine gelevelte Pirouette weniger als zuvor.

Der Euler zählt nicht mehr als Sprungelement. Ein einzelner Euler (1Eu, früher der Halb-Loop) darf weiterhin einmal genutzt werden, um zwei gelistete Sprünge in einer Kombination oder Sequenz zu verbinden, zählt aber nicht mehr als eines der ausgeführten Sprungelemente — im Protokoll wirkt er rein als verbindender Sprung und nicht als eigenständig gewerteter Sprung. Ein Sprungtyp darf weiterhin höchstens dreimal wiederholt werden.

Der Rest des Protokolls bleibt unverändert: die Struktur TES + PCS − Abzüge, die GOE-Skala von −5 bis +5, die Berechnung des getrimmten Mittelwerts und die Sondersymbole funktionieren genau wie unten beschrieben. Wie die GOE selbst auf jedes Element angewendet wird, zeigt unser Leitfaden zur GOE im Eiskunstlauf.

Live-Ergebnisse
1
ZK
Zofia Kamińska
TES 78.4 · PCS 72.1
150.5
2
ML
Maja Lewandowska
TES 74.0 · PCS 70.3
144.3
3
HS
Hanna Sikora
TES 70.2 · PCS 69.8
140.0
Eiskunstlauf · live

Ein Kürprogramm automatisch auswerten.

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Aufbau: die drei Panels eines Protokolls

Jedes ISU-Protokoll besteht aus drei Wertungs-Panels plus einem Kopf mit Name, Startnummer, Nation und Rang.

Panel 1 — Technical Element Score (TES) Der obere Teil des Protokolls, mit je einer Zeile pro absolviertem technischen Element. Die Elemente stehen in der Reihenfolge, in der sie gelaufen wurden. Die TES-Summe ist die Summe aller Einzelelement-Wertungen.

Panel 2 — Program Component Score (PCS) Direkt unter dem TES-Panel zeigt dieser Abschnitt die drei Programmkomponenten, die Qualität und Darbietung insgesamt messen. Jede Komponente wird von allen neun Wertungsrichterinnen und -richtern auf einer Skala von 0,25 bis 10,00 bewertet.

Panel 3 — Abzüge Eine schlichte Zeile nahe dem unteren Rand mit allen Punktabzügen des Segments — am häufigsten für Stürze, aber auch für Zeitüberschreitungen, Kostümverstöße und unzulässige Elemente.

Formel für die Segmentwertung:

Segmentwertung = TES + PCS − Abzüge

Beispiel: TES 42,18 + PCS 31,75 − Abzüge 1,00 = Segmentwertung 72,93

So liest du den Technical-Element-Score-Abschnitt

Das TES-Panel ist eine Tabelle, in der jede Zeile ein technisches Element abbildet. Von links nach rechts gelesen, sagt eine Zeile alles darüber, wie dieses Element gewertet wurde.

Spalte 1 — Elementnummer Eine fortlaufende Nummer (1, 2, 3 …), die die Reihenfolge des Elements zeigt.

Spalte 2 — Elementkürzel Das ISU-Kürzel des Elements. Zum Beispiel:

  • 3Lz = dreifacher Lutz
  • 3A = dreifacher Axel
  • CCoSp4 = Kombinationspirouette mit Fußwechsel, Level 4
  • StSq3 = Schrittfolge, Level 3
  • 2A+3T = doppelter Axel kombiniert mit dreifachem Toeloop

Nach dem Kürzel können Symbole oder Flags stehen (etwa <, e, !, x) — siehe Abschnitt zu den Sondersymbolen weiter unten.

Spalte 3 — Info-Flag Eine Zelle, die ein vom Technischen Panel (nicht vom Preisgericht) gesetztes Flag enthalten kann. Am häufigsten ist < (Unterrotation) oder << (Herabstufung). Ein Stern * heißt, das Element ist ungültig und zählt null.

Spalte 4 — Basiswert Der Punktwert dieses Elements nach der ISU Scale of Values, vor jeder Qualitätskorrektur. Gilt der Zweite-Hälfte-Bonus x, ist der gezeigte Basiswert bereits mit 1,1 multipliziert.

Spalten 5–13 — Einzel-GOE der Wertungsrichter Neun Spalten, eine pro Wertungsrichterin oder -richter, jeweils mit deren Grade of Execution von −5 bis +5. Hier siehst du, wie einig oder umstritten ein Element bewertet wurde.

Spalte 14 — Getrimmter GOE-Mittelwert Der höchste und der niedrigste der neun GOE-Werte fallen weg. Die übrigen sieben werden auf zwei Nachkommastellen gemittelt. Dieser GOE-Wert geht in die Rechnung ein.

Spalte 15 — Endgültige Elementwertung Basiswert plus der in Punkte umgerechnete getrimmte GOE-Mittelwert. Da die GOE proportional zum Basiswert ist, ist ein +3-GOE auf einem vierfachen Lutz (Basiswert 11,50) weit mehr wert als ein +3 auf einem doppelten Axel (Basiswert 3,30).

Eine Zeile in Klartext: Steht da 3Lz mit Basiswert 5,90, Einzel-GOE von +2, +2, +3, +2, +3, +2, +3, +2, +3 und einer Elementwertung von 7,33, dann war der dreifache Lutz gut gelaufen, einstimmig positiv und brachte 1,43 Punkte über dem Basiswert.

So liest du die Programmkomponenten

Unter dem TES-Panel zeigt das Protokoll den Abschnitt Program Component Score (PCS). Seit der Saison 2022/2023 nutzt die ISU drei Komponenten, reduziert von zuvor fünf.

Die drei Komponenten:

  1. Skating Skills — die Basis des Eislaufkönnens: Kantenqualität, Krafteinsatz, Eisabdeckung, Mehrrichtungslauf und der Fluss zwischen den Elementen.

  2. Composition — wie das Programm aufgebaut ist und das Eis nutzt: Raumnutzung, Musterführung, Sinn und Absicht der Bewegung sowie das Verhältnis von Musik und Choreografie.

  3. Presentation — die Darbietung: Musikalität, Timing, Ausführungsqualität, Ausdruck und die Fähigkeit, das Publikum in das Programm zu ziehen.

Wie das PCS berechnet wird: Für jede Komponente geben alle neun Wertungsrichterinnen und -richter einen Wert von 0,25 bis 10,00 in Schritten von 0,25. Höchster und niedrigster Wert fallen weg, die übrigen sieben werden gemittelt. Dieser Mittelwert wird dann mit einem Faktor multipliziert, der je nach Disziplin und Segment variiert:

  • Männer: 1,67 im Kurzprogramm, 3,33 in der Kür
  • Frauen: 1,33 im Kurzprogramm, 2,67 in der Kür
  • Paarlauf: 1,33 im Kurzprogramm, 2,67 in der Kür
  • Eistanz: 1,33 im Rhythmustanz, 2,00 im Freien Tanz

Die ISU veröffentlicht diese Faktoren jede Saison neu (2026/27: Communication Nr. 2786 für Einzel und Paarlauf, Nr. 2803 für Eistanz). Sie wurden neu skaliert, als aus fünf Komponenten drei wurden — so landet ein PCS aus drei Komponenten weiter in der gewohnten Größenordnung.

Die drei multiplizierten Komponentenwerte werden summiert und ergeben das PCS gesamt.

Beispiel: Eine Kür der Frauen, getrimmter Mittelwert je Komponente Skating Skills 8,50, Composition 8,25, Presentation 8,75. Jede wird einzeln multipliziert und gerundet: 22,70 + 22,03 + 23,36 = 68,09 Punkte.

In der Praxis korrelieren PCS-Werte tendenziell — wer Skating Skills mit 9,00 bewertet, vergibt für dieselbe Person bei Presentation selten 6,00. Auffällige Lücken zwischen Komponenten können aber gezielte Stärken oder Schwächen sichtbar machen, für die jemand bekannt ist.

Sondersymbole und Flags im Protokoll

ISU-Protokolle nutzen festgelegte Symbole nach dem Elementkürzel oder in der Info-Flag-Spalte. Sie werden vom Technischen Panel (nicht vom Preisgericht) gesetzt und wirken auf den Basiswert, bevor die GOE der Wertungsrichter greift.

SymbolMeaning
<Unterrotation: Es fehlte mehr als eine Viertel-, aber weniger als eine halbe Umdrehung. Das Element bekommt 80 % seines gelisteten Basiswerts. Ein Sprung mit < zählt weiter als derselbe Sprung, aber mit reduziertem Basiswert.
<<Herabstufung: Es fehlte eine halbe Umdrehung oder mehr. Der Sprung gilt als Sprung mit einer Umdrehung weniger — ein als << gewerteter dreifacher Lutz zählt zum Basiswert eines doppelten Lutz.
eFalsche Kante bei Flip oder Lutz. Der Flip startet von der rückwärtigen Innenkante, der Lutz von der rückwärtigen Außenkante. Ein e-Flag senkt den Basiswert des Sprungs (die reduzierten Werte stehen in der Scale of Values), und die Wertungsrichter ziehen zusätzlich GOE ab.
!Unklare Kante bei Flip oder Lutz — weniger schwer als e. Die Kante war mehrdeutig statt klar falsch. Ein Hinweis für die Wertungsrichter, das in der GOE zu berücksichtigen; keine automatische Änderung des Basiswerts.
Ungültiges Element. Das Element erfüllt die ISU-Vorgaben nicht und bekommt null Basiswert und null GOE. Meist bei einem versuchten unzulässigen Element.
qViertel-Unterrotation: Die Landung war leicht zu früh (etwa eine Vierteldrehung kurz, weniger schwer als <). Der Basiswert wird nicht reduziert, die Wertungsrichter müssen aber einen GOE-Abzug vornehmen.
xZweite-Hälfte-Bonus: Dieses Sprungelement lief in der zweiten Programmhälfte. Der Basiswert wird mit 1,1 multipliziert (10 % Bonus). Der Bonus gilt für das letzte Sprungelement im Kurzprogramm und die letzten drei Sprungelemente in der Kür. Das soll Aktive ermutigen, schwere Sprünge später anzusetzen, wenn sie müder sind.
VIm Eistanz für unklare Rotation in einem Twizzle — ein Hinweis für die Wertungsrichter, das in der GOE zu berücksichtigen.
SEQSequenz: Der Sprung lief als Teil einer Sprungfolge (keine Kombination). In einer Sequenz sind die Sprünge durch nicht gelistete Sprünge oder Drehungen verbunden. Seit der Saison 2022/2023 erhalten Sequenzen 100 % des gesamten Basiswerts der enthaltenen Sprünge (zuvor 80 %).
COMBOKombination: Sprünge in direkter Folge, nur durch eine normale Landekante verbunden. Kombinationen erhalten 100 % der Summe der Basiswerte aller Sprünge.

Wie Abzüge funktionieren

Abzüge stehen unten im Protokoll und werden von der Summe aus TES + PCS subtrahiert. Sie sind getrennt von der GOE — ein Sturz kostet auf zwei Wegen gleichzeitig Punkte.

Stürze Jeder Sturz kostet einen Abzug von der Segmentwertung, zusätzlich zur negativen GOE, die die Wertungsrichter dem Element ohnehin geben. Wie hoch er ausfällt, hängt von der Disziplin ab.

Im Senior-Einzel steigt die Staffel mit jedem weiteren Sturz: −1,0 für den ersten und zweiten Sturz, −2,0 für den dritten und vierten, −3,0 ab dem fünften. Im Junior-Einzel gilt pauschal −1,0 je Sturz. Bei Paarlauf und Eistanz kostet der Sturz eines Partners −1,0, stürzen beide, sind es −2,0.

Zeitverstöße Läuft ein Programm über oder unter der erlaubten Zeit, gibt es einen Abzug. Kurzprogramm und Kür haben von der ISU festgelegte Zeitvorgaben.

Unterbrechungen Wird ein Programm aus Gründen unterbrochen, die im Einflussbereich der laufenden Person liegen (etwa ein selbst verursachter Kostümdefekt), kann ein Abzug greifen.

Kostüm- und Requisitenverstöße Fällt ein Kostümteil aufs Eis, greift ein −1,0-Abzug. Requisiten sind bei den meisten Wettkämpfen nicht erlaubt.

Unzulässige Elemente Ein im Programm nicht erlaubtes Element (etwa ein Salto) bekommt null Basiswert (mit * markiert) und kann einen zusätzlichen Abzug nach sich ziehen.

Wichtige Unterscheidung: Bei einem Sturz vergeben die Wertungsrichter eine große negative GOE (meist −5, was die Elementwertung um 50 % des Basiswerts senkt), und der Sturz löst zusätzlich einen eigenen Abzug von der Segmentsumme aus. Das sind zwei unabhängige Strafen aus zwei verschiedenen Teilen des Wertungssystems.

Wo du offizielle Eiskunstlauf-Protokolle findest

ISU-Protokolle sind öffentlich und werden meist binnen Minuten nach jedem Auftritt hochgeladen.

Hauptquellen:

  • isuresults.com — die dedizierte Ergebnisseite der ISU. Wähle das Event, dann Wettkampf und Segment, und suche neben jedem Ergebnis die Links „Judges Details" oder „Protocol". Das ist die verlässlichste Quelle für alle ISU-sanktionierten Wettkämpfe.

  • isu.org — die Hauptseite der ISU verlinkt auf Ergebnisseiten großer Meisterschaften, darunter Grand-Prix-Finale, Europameisterschaften, Vier-Kontinente-Meisterschaften und Weltmeisterschaften.

  • Seiten nationaler Verbände — Verbände wie U.S. Figure Skating (usfigureskating.org) und Skate Canada veröffentlichen Ergebnisse ihrer eigenen nationalen und internationalen Wettkämpfe.

  • Wettkampf-Seiten — große Events haben oft eigene Ergebnisseiten, die ISU-Daten bündeln.

Protokolle erscheinen je nach Plattform als PDF und als interaktive HTML-Tabellen. Das PDF ist das offizielle Dokument; die HTML-Fassung liest sich am Bildschirm leichter, enthält aber dieselben Daten.

Beispiel: ein Kurzprogramm-Protokoll der Frauen lesen

Gehen wir ein beispielhaftes Kurzprogramm-Protokoll der Frauen Schritt für Schritt durch. Das Kurzprogramm hat höchstens 7 Elemente. Die Basiswerte stammen aus der ISU Scale of Values für die Saison 2026/27 (ISU Communication Nr. 2786), die einzelnen Wertungsrichternoten sind exemplarisch.


Panel Technische Elementwertung (TES)

#ElementInfoBasiswertK1K2K3K4K5K6K7K8K9GOEWertung
13Lz5,90+2+2+3+1+2+3+2+2+3+2,297,25
23A8,00−5−5−5−5−5−5−5−5−5−5,004,00
3CCoSp44,20+2+3+2+2+3+2+2+2+3+2,295,16
4StSq44,10+3+3+3+2+3+3+2+3+3+2,865,27
52A+3Tx8,25+1+1+2+1+1+1+2+1+1+1,148,73
6FSSp43,60+2+2+2+1+2+2+2+2+2+2,004,32
7LSp43,20+3+2+3+2+3+2+3+3+3+2,714,07

TES gesamt: 38,80

Die wichtigen Zeilen gelesen:

  • Element 1 (3Lz, Dreifach-Lutz): Basiswert 5,90. Alle neun Wertungsrichter gaben Plusnoten. Die höchste (+3) und die niedrigste (+1) fallen raus, aus den übrigen sieben ergibt sich +2,29 — also 22,9 % von 5,90 und damit 1,35 Punkte. Endwertung 7,25.

  • Element 2 (3A, Dreifach-Axel): Basiswert 8,00. Es gab einen Sturz. Ein Sturz nimmt 5 Punkte von der GOE und deckelt die Start-GOE bei +2, ein gestürztes Element landet also zwischen −3 und −5. Hier vergaben alle neun Kampfrichter −5, was 50 % des Basiswerts wegschneidet: 8,00 − 4,00 = 4,00. Ein gestandener Dreifach-Axel mit GOE +2 hätte 9,60 gebracht, der Sturz kostete also allein am Element 5,60 Punkte — vor dem separaten Abzug von der Segmentwertung.

  • Element 5 (2A+3T mit x-Bonus): Das x heißt, die Kombination lief in der zweiten Programmhälfte. Die Basiswerte (3,30 für 2A plus 4,20 für 3T, zusammen 7,50) werden mit 1,1 multipliziert, macht 8,25. Dieser Faktor 1,1 greift nur am Basiswert, nie an der GOE. Bei einer Kombination rechnet sich die GOE aus dem schwersten enthaltenen Sprung, hier dem 3T — deshalb sind +1,14 hier 0,48 Punkte wert und nicht 0,94.


Panel Programmkomponenten (PCS)

KomponenteK1K2K3K4K5K6K7K8K9Gestutzter MittelwertFaktorWertung
Skating Skills8,007,758,007,758,258,008,007,758,007,93×1,3310,55
Composition7,757,507,757,508,007,757,507,757,757,68×1,3310,21
Presentation8,007,758,008,008,258,257,758,008,008,00×1,3310,64

PCS gesamt: 31,40

Hinweis: Im Kurzprogramm der Frauen liegt der Faktor bei 1,33 je Komponente (ISU Communication Nr. 2786).


Panel Abzüge

StürzeZeitverstoßSonstigesAbzüge gesamt
−1,000,000,00−1,00

Ein Sturz wurde notiert, beim Dreifach-Axel. Im Senior-Einzel kosten der erste und zweite Sturz je −1,0, der dritte und vierte je −2,0. Dieser Abzug kommt zur GOE von −5 hinzu, die die Wertungsrichter dem Element ohnehin gegeben haben.


Berechnung der Segmentwertung:

TES (38,80) + PCS (31,40) − Abzüge (1,00) = Segmentwertung: 69,20

Was dieses Protokoll erzählt: Die Läuferin ging technisch voll ins Risiko — ein Dreifach-Axel im Kurzprogramm ist selten — und zahlte doppelt: 5,60 Punkte am Element und noch einmal 1,00 an der Segmentwertung. Pirouetten und Schrittfolge standen auf Level 4 mit durchweg positiver GOE, die Komponenten liegen um 8,00. Ein sauber gestandener Axel hätte dieses Programm über 75 Punkte gehoben.

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3Lz+3T BV 10.1 GOE?
PCS 8.50 + 8.75 + …
− höchste / niedrigste?
TSS 204 → ?
?!
Live-KlassementLivePkt
1
ZK
Zofia Kamińska
TES 78.4 · PCS 72.1
150.5
2
ML
Maja Lewandowska
TES 74.0 · PCS 70.3
144.3
3
HS
Hanna Sikora
TES 70.2 · PCS 69.8
140.0
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ISU Technical Rules + ISU Special Regulations 2024, ISU Communications 2025, Programmvorgaben des ISU-Kongresses 2026 (Saison 2026/27)

Zuletzt geprüft 2026-07-09 · nächste Nach dem nächsten ISU-Kongress

Häufige Fragen

Primärquellen

  1. ISU Technical Rules Single & Pair Skating and Ice DanceISU
  2. ISU Special Regulations and Technical RulesISU
  3. ISU Communications — Updates zum WertungssystemISU
  4. ISU-Kongress 2026: Neue Vorgaben für Einzel und Paare (Saison 2026/27)Golden Skate

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