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JudgeMate
Wertungs-Leitfaden

Wie organisiert man ein Badmintonturnier im Verein?

Pausen zwischen den Spielen, Tableaugröße und drei Disziplinen gleichzeitig

Zuletzt aktualisiert: 2. August 2026
Schnelle Antwort

Ein Badmintonzeitplan entsteht nicht aus Feldstunden, sondern aus Pausen. Wer Einzel, Doppel und Mixed meldet, steht am selben Tag in drei Tableaus, und BWF-Regel 11.4 sichert jeder Spielerin und jedem Spieler mindestens 60 Minuten zwischen zwei Spielen zu — der Oberschiedsrichter darf nur in Ausnahmefällen auf 30 Minuten verkürzen. Diese Regel entscheidet, wie viele Disziplinen ein Tag trägt, nicht die Zahl der Felder. Die Tableaugröße kommt danach: ein K.-o.-Tableau mit N Meldungen sind N−1 Spiele, Freilose füllen den Abstand zur nächsten Zweierpotenz, und die Zahl der Gesetzten richtet sich nach der Meldezahl.

Ein Badmintonturnier in fünf Entscheidungen

  • Die Pause bindet den Zeitplan: 60 Minuten zwischen zwei Spielen, 30 Minuten als absolute Untergrenze
  • Erst festlegen, wie viele Disziplinen eine Person melden darf, dann die Tableaugröße bestimmen
  • Ein Tableau mit N sind N−1 Spiele; Freilose sind der Abstand zur Zweierpotenz und gehen an die Gesetzten
  • Gesetzte richten sich nach der Meldezahl: 2 unter 16, 4 bis 31, 8 bis 63, 16 bis 128
  • Ergebnisse am Feld erfassen, sonst wartet die nächste Runde auf Ihren Rundgang durch die Halle

Beginnen Sie mit den Pausen, denn Badminton wird dreifach gemeldet

In jeder anderen Racketsportart plant man vorwärts aus der Feldzeit. Im Badminton nicht, und der Grund steht auf dem Meldeformular: dieselbe Person meldet Einzel, Doppel und Mixed. Eine Meldung wird zu drei Zeilen in drei Tableaus.

BWF-Regel 11.4 benennt den Preis dafür unmissverständlich:

Wer an zwei Spielen teilnimmt, hat Anspruch auf eine Mindestpause von 60 Minuten dazwischen. In Ausnahmefällen kann der Oberschiedsrichter diese Pause verkürzen, jedoch nicht unter 30 Minuten.

Lesen Sie das als Zeitplanrecht, nicht als Höflichkeit. Wer in drei Disziplinen jeweils das Viertelfinale erreicht, spielt sechs bis neun Spiele, und zwischen je zwei aufeinanderfolgenden liegt eine Stunde. Mit zusätzlichen Feldern lässt sich das nicht verkürzen — die Grenze sitzt im Menschen, nicht in der Halle.

Die erste Entscheidung betrifft deshalb nicht die Tableaugröße, sondern die Frage, wie viele Disziplinen eine Person melden darf. Drei Disziplinen an einem Tag sind nur realistisch mit verkürztem Spielformat und einer Halle, die sich langsam leert. Zwei sind der Vereinsstandard. Eine Disziplin pro Tag, die übrigen Tableaus am zweiten Tag — so arbeitet ein ernsthaftes Wochenendturnier.

Danach die Felder zählen, mit Spieldauern, die Sie vertreten können

Sobald feststeht, wie viele Disziplinen auf eine Person entfallen, wird die Feldrechnung gewöhnlich. Felder mal Stunden, geteilt durch eine realistische Spieldauer:

SpielformatPlanungsdauerSpiele pro Feld in 8 Stunden
Zwei Gewinnsätze bis 2130–45 Min.11–16
Zwei Gewinnsätze bis 1522–32 Min.15–21
Ein Satz bis 2112–18 Min.26–40
Drei Gewinnsätze bis 1125–35 Min.14–19

Das sind Planungswerte für den Vereinsbetrieb, keine BWF-Daten — ein Dreisatz-Einzel auf Spitzenniveau läuft deutlich über eine Stunde, eine klare Erstrundenpartie ist nach zwölf Minuten vorbei. Nutzen Sie die Werte, um den Tag zu bemessen, und halten Sie ein Feld aus dem Zeitplan frei, das den Verzug auffängt.

Sechs Felder an einem Sonntag mit acht Stunden ergeben rund 48 Feldstunden. Bei zwei Gewinnsätzen bis 21 sind das etwa 80 Spiele — genug für ein Einzel mit 64 Meldungen oder für Einzel und Doppel mit je 32. Dass alle drei Disziplinen nicht hineinpassen, liegt an der Pausenregel.

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Tableaugröße, Freilose und eine Arithmetik, die sich nie ändert

Ein K.-o.-Tableau mit N Meldungen braucht N−1 Spiele. Daran ändert Badminton nichts, und mit dieser Zahl sollten Sie jeden Plan gegenprüfen:

TableauSpieleRunden
873
16154
32315
64636

Meldelisten treffen selten eine Zweierpotenz, und sie müssen es auch nicht. Regel 11.5.2 definiert Freilose als reine Subtraktion: Die Zahl der Freilose ist die Differenz zwischen Meldezahl und nächster Zweierpotenz. Siebzehn Meldungen in einem Tableau für 32 ergeben fünfzehn Freilose. Diese fünfzehn stehen direkt in Runde zwei, und aus 31 Spielen werden 16 — was dem Zeitplan meist hilft, statt ihn zu belasten.

Jeder gegen jeden dreht die Form um. Acht Meldungen sind 28 Spiele, sechzehn sind 120. Deshalb gehört dieses Format in Gruppen zu viert oder fünft, nicht über eine ganze Disziplin.

Gruppen plus K.-o. ist die Form, bei der die meisten Vereinsturniere landen. Alle spielen drei Partien statt der einen, die eine Erstrundenniederlage übrig lässt, und das Tableau kürt trotzdem am selben Tag eine Siegerin oder einen Sieger. JudgeMate baut das in festen Formen: zwei oder vier Gruppen, mit einem oder zwei Aufsteigern je Gruppe. Drei Gruppen zu fünft setzt der Assistent nicht zusammen.

Setzung: wie viele und wohin

Ein Tableau existiert, damit die Stärksten sich spät begegnen. BWF-Regel 11.8.1 legt fest, wie vielen Meldungen dieser Schutz zusteht — und skaliert dabei mit der Meldezahl, nicht mit der Tableaugröße:

MeldungenHöchstzahl Gesetzter
weniger als 162
16 bis 314
32 bis 638
64 bis 12816
129 und mehr32

Badminton ist hier großzügiger als Tennis, wo die Setzung unabhängig von der Tableaugröße bei sechzehn endet. Ein Badmintonturnier mit 256 Meldungen darf zweiunddreißig setzen.

Die Platzierung ist oben fest und darunter gelost. Nummer 1 steht auf der ersten Zeile des Tableaus, Nummer 2 auf der letzten — sie können sich also nur im Finale treffen. Die Nummern 3 und 4 werden per Los auf die beiden verbleibenden Viertel verteilt, 5 bis 8 auf die verbleibenden Achtel, 9 bis 16 auf die verbleibenden Sechzehntel. Innerhalb eines Abschnitts steht eine gesetzte Meldung aus der oberen Tableauhälfte oben in ihrem Abschnitt, eine aus der unteren Hälfte unten.

Eine weitere Regel lohnt die Übertragung auf Vereinsebene: 11.12 trennt Meldungen desselben Verbands auf gegenüberliegende Tableauhälften und hält sie nach Möglichkeit aus der ersten Runde heraus. Übersetzt heißt das: Zwei Spielerinnen oder Spieler aus demselben Verein sollten in Runde eins nicht aufeinandertreffen. JudgeMate erzwingt das nicht — wenn es Ihnen wichtig ist, prüfen Sie das Tableau vor der Veröffentlichung und losen Sie neu, sobald zwei Vereinskolleginnen oder -kollegen zusammenkommen.

Im Verein gibt es selten eine Rangliste, aus der sich setzen ließe. Die Setzung in JudgeMate folgt der Reihenfolge Ihrer eigenen Meldeliste: Die Position, an der Sie jemanden eintragen, ist die Stärke, von der das Tableau ausgeht. Eine Anbindung an Verbandsranglisten gibt es nicht. Schreiben Sie das aufs Meldeformular, dann gibt es hinterher keine Diskussion.

Einzel, Doppel und Mixed als drei getrennte Tableaus

Badmintondisziplinen sind keine Varianten eines Turniers. Es sind drei Turniere, die sich zufällig eine Halle teilen. Jedes hat sein eigenes Tableau, seine eigene Meldeliste und seinen eigenen Zeitplan.

Eine Badmintonkategorie startet in JudgeMate als Einzel — die Meldeliste ist schlicht die Liste der Personen. Der Wechsel auf Doppel ändert, was eine Meldung ist: ein Paar, bei dem eine Person das Team anlegt und die zweite namentlich beitritt. Mixed ist eine Doppelkategorie, die Sie so benennen — ein Geschlechtsfeld an der Meldung gibt es nicht, die Paarbildung bleibt also bei Ihnen.

Die Meldung, an der jede Liste scheitert, ist die Person ohne Partnerin oder Partner. Geben Sie ihr eine Möglichkeit, sich als suchend zu markieren, damit sie auf einer Liste landet, die Sie vor der Auslosung zusammenstellen — und nicht in einer Nachricht am Vorabend.

Übersteigen die Meldungen die Plätze, spielt der BWF eine Qualifikation (Regel 12.1). Im Verein erledigen dieselbe Aufgabe meist ein Meldelimit und eine Warteliste: weniger elegant, eine Stunde kürzer.

Die Halle im Betrieb: Schiedsrichter, Felder und das Ergebnis, das nie ankommt

Veröffentlichen Sie den Spielplan, bevor die ersten kommen, und halten Sie eine Regel: Ein Spiel ist erst beendet, wenn das Ergebnis erfasst ist.

Vereinsbadminton läuft überwiegend ohne Schiedsrichter. Die Spielenden entscheiden ihre Linien selbst, und eine Person am Tisch verwaltet das Tableau — genau der Engpass, der aus einem gut geplanten Tag einen zähen macht. Ein QR-Code je Spiel öffnet auf dem Handy das Eingabefeld genau dieses Spiels; damit trägt ein, wer am Netz steht, und die nächste Runde wartet nicht auf Sie. Drucken Sie die Codes und kleben Sie je einen an den Pfosten.

Behandeln Sie Felder als eingeplante Ressourcen und nicht als etwas, das Sie im Kopf verteilen. Tragen Sie Felder, Startzeit und Slotlänge ein und lassen Sie den Zeitplan die Spiele verteilen und Konflikte melden. Im Badminton rechnet sich diese Prüfung schneller als in jeder anderen Sportart: Dieselbe Person auf zwei Feldern gleichzeitig ist kein Randfall, wenn alle drei Disziplinen spielen.

Die Anzeigetafel führt das Spiel nach dem Reglement der gewählten Satzdistanz. Stellen Sie einen Satz auf 15, wandert die Pause auf 8, der Seitenwechsel im Entscheidungssatz auf 8 und die harte Obergrenze auf 21 — die Schwellen wandern mit der Distanz, statt dort stehen zu bleiben, wo der 21er-Satz sie gelassen hat.

Tabellen, Gleichstände und Veröffentlichung

Ein K.-o.-Tableau beantwortet sich selbst. Eine Gruppenphase braucht eine vor dem ersten Aufschlag angekündigte Regel für Gleichstände, denn zwei Personen mit derselben Spielbilanz sind der häufigste Streit eines Vereinsturniers.

Die übliche Reihenfolge: gewonnene Spiele, dann gewonnene und verlorene Sätze, dann gewonnene und verlorene Punkte, zuletzt der direkte Vergleich. Den direkten Vergleich nach vorn zu ziehen klingt gerechter und bricht in dem Moment zusammen, in dem drei Personen im Kreis gleichauf liegen.

Tabellen und Tableaus rechnen sich beim Bestätigen der Ergebnisse neu, die Platzierung steht also mit dem letzten Spiel. Wenn eine mitlaufende Tabelle beeinflussen würde, wie die letzten Gruppenspiele gespielt werden, können Sie die Ergebnisse bis zum Schluss verbergen.

Eine ehrliche Grenze: Turnierergebnisse lassen sich in keiner Sportart als CSV exportieren. Sie bekommen eine öffentliche Tableauseite und eine Livetabelle, die jede und jeder am Handy öffnet. Das ist meist, wonach der Verein fragt — eine Tabellenkalkulation ist es nicht.

48 Meldungen, drei Disziplinen, sechs Felder, ein Sonntag

Die Veranstaltung: Vereinsmeisterschaft, 09:00 bis 18:00 Uhr, sechs Felder, 48 Personen gemeldet in Einzel, Doppel und Mixed.

Zuerst die Pausen. Neun Stunden tragen neun einstündige Erholungsfenster pro Person. Wer in allen drei Disziplinen gemeldet ist und je zweimal gewinnt, spielt sechs Partien — das sind fünf Pausen zu 60 Minuten plus die Spiele selbst, also etwa acht Stunden des Tages. Es passt knapp, und nur wenn nichts aus dem Plan läuft.

Die Entscheidung, die daraus folgt: ein Limit von zwei Disziplinen pro Person. Diese eine Änderung macht den Tag tragfähig, und ihr Platz ist das Meldeformular, nicht die Entschuldigung um 16:00 Uhr.

Das Format: Einzel mit zwei Gewinnsätzen bis 21, beide Doppel mit zwei Gewinnsätzen bis 15. Die Ballwechsel im Doppel sind kürzer, die Spiele nicht — die 15er-Distanz nimmt jedem etwa zehn Minuten.

Die Formen: Einzel sind 24 Meldungen im Tableau für 32, also acht Freilose für die acht Gesetzten und 23 Spiele. Doppel: 16 Paare, 15 Spiele. Mixed: 12 Paare im Tableau für 16 mit vier Freilosen, 11 Spiele. Zusammen 49 Spiele.

Das Feldbudget: sechs Felder × neun Stunden = 54 Feldstunden. Neunundvierzig Spiele zu durchschnittlich 35 Minuten sind rund 29 Stunden Spielzeit. Der Abstand zwischen 29 und 54 ist keine Reserve — er ist die Pausenregel, ausgedrückt in leeren Feldern, deren nächste Paarung noch ihre Stunde absitzt.

Was sich bei 64 Meldungen ändert: Das Einzeltableau wächst auf 64 und bringt 40 Spiele mehr. Das ist ein zweiter Tag, ein verkürztes Format ab Runde eins oder eine Disziplin pro Person. Mehr Felder sind es nicht.

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Geprüft von

JudgeMate Editorial Team

Redaktionsstandards
Geprüft anhand

BWF Statutes Section 5.1 (General Competition Regulations, V6.0) + Section 4.1 Laws of Badminton

Zuletzt geprüft 2026-08-02 · nächste Januar 2027 (3×15 wird Standardzählweise)

Häufige Fragen zur Organisation eines Badmintonturniers

Primärquellen

  1. BWF Statutes, Section 5.1: General Competition Regulations (PDF)Badminton World Federation
  2. BWF Statutes, Section 4.1: Laws of BadmintonBadminton World Federation
  3. BWF Statutes and RegulationsBadminton World Federation

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