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Xporty-Alternative für Tennisturniere

Dort Saison, Spielstärke-Ranking und Zahlungen. Hier ITF-Kurzformate und Zählung Punkt für Punkt

Zuletzt aktualisiert: 27. Oktober 2026

Xporty ist eine spanische Software für Turniere und Ligen in Tennis, Padel, Pickleball und Squash. Sie kassiert Startgeld online, führt ein Ranking nach Spielstärke, verschiebt Spieler in Ligen zwischen Leistungsgruppen und organisiert Mannschaftsbegegnungen aus Einzeln und Doppeln. Der kostenlose Tarif umfasst einen aktiven Wettbewerb mit bis zu 20 Spielern, einer Kategorie und zwei Phasen. Darüber kostet jeder Wettbewerb 30 bis 168 €. JudgeMate ist bei jeder Feldgröße kostenlos, stellt die ITF-Kurzformate pro Tableau oder pro Match ein und zählt jedes Match Punkt für Punkt. Zahlungen, Spielstärke-Ranking und Mannschaftsbegegnungen fehlen.

Was Xporty ist

Hinter Xporty steht die Xporty Software S.L. mit Sitz in Cádiz. Auf ihrer Tennisseite fassen sie das Angebot in einer Zeile zusammen: „singles, doubles, leagues, round robins, groups + playoffs, leveled rankings, team leagues, and knockouts“. Dieselbe Plattform deckt Padel, Pickleball, Squash sowie Fußball und Basketball ab; laut ihrer Seite zu den Wettbewerbsarten sind es mehr als 30 Sportarten.

Das Tennisangebot ist auf die Saison zugeschnitten. Eine Liga teilt Spieler nach Spielstärke in Gruppen ein und verschiebt sie mit jeder neuen Phase nach oben oder unten. Eine Mannschaftsliga besteht aus Begegnungen mit einer festgelegten Zahl von Einzeln und Doppeln, die Aufstellung geben die Kapitäne ab. Ein Turnierkreis kann eine Punkterangliste über die letzten 52 Wochen veröffentlichen, und ein eigenes Spielstärke-Ranking wertet Siege gegen stärkere Gegner höher. Das Startgeld wird bei der Anmeldung über Stripe, ein virtuelles Kassenterminal oder Flow eingezogen und landet auf dem Konto des Veranstalters.

Dazu kommt, was ein Sportwart erwartet: automatische Zuteilung von Platz und Uhrzeit nach Verfügbarkeit der Spieler, ein Rechner für die nötige Zahl an Plätzen, K.-o.-Tableaus mit Trostrunde und Spiel um Platz 3, PDF-Ausdrucke sowie Website und App mit Benachrichtigungen für die Spieler.

Die Oberfläche gibt es in neun Sprachen, darunter Spanisch, Katalanisch, Italienisch, Französisch und Schwedisch. Deutsch ist nicht dabei. Eine eigene Seite für Chile zeigt dieselben Preise mit einem ungefähren Betrag in Pesos.

Wie die Formate selbst funktionieren, steht im Ratgeber zu Tennis-Turnierformaten.

Preise im Vergleich

Xporty rechnet pro Wettbewerb ab. Ein Wettbewerb ist bei ihnen ein Turnier über einen oder mehrere Tage oder eine Liga über einige Wochen bis mehrere Monate; läuft er länger als ein Jahr, muss er verlängert werden.

TarifPreis pro Wettbewerb (Stand 25. Oktober 2026)Grenze
Xporty Free0 €1 aktiver Wettbewerb, bis 20 Spieler, 1 Kategorie, 2 Phasen
Xporty Premium I30 €bis 50 Spieler
Xporty Premium II75 €bis 150 Spieler
Xporty Premium III125 €bis 300 Spieler
Xporty Premium IV168 €bis 400 Spieler
JudgeMate0 €kein bezahlter Tarif, keine Teilnehmergrenze im Tableau

Gezählt werden die Spieler aller Kategorien eines Wettbewerbs zusammen. Jeder weitere Spieler über dem Tarif kostet 1 €, ab mehr als drei gebuchten Wettbewerben gibt es 20 % Rabatt. Hochstufen geht jederzeit gegen Aufpreis. Eine Website im eigenen Design kostet 160 € im Jahr, eine eigene App zusätzlich 480 € im Jahr.

Für einen Tennisverein greifen die Grenzen des Gratistarifs schnell. Zwei Phasen reichen für Gruppenphase plus K.-o.-Runde. Eine Kategorie reicht nicht für eine Vereinsmeisterschaft mit Herren-Einzel, Damen-Einzel und Doppel. Ein Einzeltableau mit 24 Meldungen liegt schon über der 20-Spieler-Grenze. Und nur Premium-Wettbewerbe dürfen gleichzeitig veröffentlicht sein, Winterliga und offenes Wochenendturnier passen also nicht beide in den Gratistarif.

Funktionen im Vergleich

Beide bauen Tennistableaus im Einzel und Doppel, verteilen Matches auf Plätze und veröffentlichen Ergebnisse. Xporty hat mehr Werkzeuge für die Saison, wir mehr Einstellungen für das Match selbst und die Live-Zählung.

FunktionXportyJudgeMate
Einzel und Doppeljaja, standardmäßig Einzel, Doppel per Schalter
TableauformateK.-o.-System, Doppel-K.-o., jeder gegen jeden, Gruppen mit Play-offs, ForderungsranglisteK.-o.-System, jeder gegen jeden, Gruppenphase plus K.-o.
Nebenrunde und Spiel um Platz 3jaja, Nebenrunde als eine Runde oder volles Tableau, dazu Spiel um Platz 3
Matchformatauf den gelesenen Seiten nicht beschriebenfürs ganze Tableau: 4, 6 oder 9 Spiele pro Satz, Tiebreak bis 5 oder 7, Match-Tiebreak bis 10 statt Entscheidungssatz, entscheidender Punkt statt Vorteil. Für ein Match: entscheidender Punkt und Match-Tiebreak, über die Match-Anzeige auch Spiele und Sätze
Zählung Punkt für Punktnicht beschrieben; laut Tennisseite tragen Spieler Ergebnisse auf Website oder App einLive-Anzeigetafel für Punkte, Spiele, Sätze und Aufschlag, das Endergebnis geht ins Tableau
Liga mit Auf- und Abstiegja, Leistungsgruppen, zwischen Phasen neu sortiertnein, eine Liga hat Spielplan und Tabelle, ohne Spielklassen
Mannschaftsbegegnung aus Einzeln und Doppelnja, Kapitäne geben die Aufstellung abnein, eine Meldung ist ein Spieler oder ein Paar
RanglistenSpielstärke-Ranking und Punkterangliste über 52 WochenSerienwertung über mehrere Veranstaltungen nach Platzierung
StartgeldEinzug über Stripe, Kassenterminal oder Flownur Erfassung: bezahlt, erlassen, offen
Platzplanungautomatisch nach Platzverfügbarkeit und Zeitwünschen der SpielerAutomatikplan ab Startzeit und Slotlänge, mit Konfliktprüfung
TabellenreihenfolgeFormeleditor, Bonus- und Strafpunktewählbar: ITF Juniors Reg. 57 (Standard im neuen Tennistableau), PZT IV.7.4 oder eigene Punkte pro Match; bei Gleichstand dann fest: direkter Vergleich, Satz-, Spielverhältnis. In der Liga ITF und PZT wählbar in den Einstellungen, dazu zwei Varianten: zuerst direkter Vergleich oder zuerst Satzverhältnis
App für SpieleriOS und Android mit Benachrichtigungennur Browser, keine Benachrichtigungen
Deutsche Oberflächeneinja
Preis für Veranstalterbis 20 Spieler gratis, dann 30–168 € pro Wettbewerb0 €

Wann Xporty passt

Nehmt Xporty, wenn euer Tennisjahr eine Saison mit Geld und Leistungsklassen ist.

  • Ihr spielt eine Winterliga mit Gruppen nach Spielstärke. Spieler starten nach Niveau eingeteilt und steigen mit jeder neuen Phase auf oder ab. Laut Xporty wird diese Ligaform vor allem im Padel und Tennis gespielt.
  • Euer Verein spielt Begegnungen gegen andere Vereine. Ihr legt fest, wie viele Einzel und Doppel zu einer Begegnung gehören, die Kapitäne melden die Aufstellung und schlagen Termine vor, und die Tabelle zählt Begegnungen. Eine Begegnung im Stil des WTV-Vereinspokals, „zwei Einzeln und einem Doppel“, lässt sich in JudgeMate nicht abbilden.
  • Ihr müsst Startgeld einziehen. Stripe, Kassenterminal oder Flow sitzen im Anmeldeformular, der Platz ist nach der Zahlung bestätigt.
  • Spieler wollen ihre Spielstärke sehen. Das Spielstärke-Ranking schätzt die passende Kategorie und lenkt Meldungen ins richtige Feld. Ein Turnierkreis kann eine Punkterangliste über 52 Wochen dazunehmen.
  • Spieler vereinbaren ihre Matches selbst. Mit dem Terminplaner schlagen sie in der App ein Datum vor, der Gegner bestätigt, und es bleibt nachvollziehbar, wer wann zugestimmt hat.
  • Ihr wollt eine eigene Vereins-App. 160 € im Jahr für die Website, 480 € für die App in euren Farben, gepflegt von Xporty.

Besteht euer Kalender aus Leistungsliga, Mannschaftswettbewerb und Turnierkreis mit Rangliste, ist Xporty genau dafür gebaut.

Wann JudgeMate passt

Nehmt JudgeMate, wenn es um ein Turnier geht und das Matchformat zählt.

  • Die Kurzformate aus ITF-Anhang VI sind Einstellungen. Verkürzte Sätze bis 4 Spiele mit Tiebreak bei 4:4, No-Ad mit entscheidendem Punkt bei Einstand und der Match-Tiebreak bis 10 statt Entscheidungssatz stammen aus Anhang VI. Dazu kommen Sätze bis 6 oder 9 Spiele und ein Tiebreak bis 5 oder 7. Ihr stellt das Format fürs ganze Tableau ein, entscheidenden Punkt und Match-Tiebreak auch für ein einzelnes Match, die Gruppenphase spielt also kurz und das Finale volle Sätze.
  • Das DTB-Format für On-Demand-Matches ist eine Einstellung. Die Richtlinien beschreiben „Zwei Gewinnsätze, bei 6:6 Tiebreak, dritter Satz als Match-Tiebreak bis 10 Punkte“. Hier heißt das: zwei Gewinnsätze, 6 Spiele, Match-Tiebreak an. Eine Meldung an die LK-Wertung erledigt ihr allerdings selbst, JudgeMate ist nicht an mybigpoint angebunden.
  • Einzel zuerst. Ein Tennistableau beginnt mit einzelnen Spielern, Doppel ist ein Schalter im selben Assistenten.
  • Matches werden live gezählt. Die Anzeigetafel führt Punkte, Spiele und Sätze, hält die Aufschlagfolge im Tiebreak und gibt das Endergebnis ans Tableau weiter. Die Seiten von Xporty beschreiben Ergebnisse, die nach dem Match eingetragen werden.
  • Über 20 Spieler weiter gratis. Eine Vereinsmeisterschaft mit 32 Meldungen in drei Konkurrenzen, Nebenrunde und Spiel um Platz 3 kostet nichts.
  • Stuhlschiedsrichter ohne Konto. Jedes Match hat einen eigenen QR-Code. Wer ihn scannt, trägt nur dieses Match ein.
  • Spieler melden, der Gegner bestätigt. Mit einem Schalter tragen die Spieler die Ergebnisse von Gruppen-, Jeder-gegen-jeden- und Ligamatches selbst ein, und der Gegner bestätigt. K.-o.-Matches, Nebenrunde und Spiel um Platz 3 schließt ihr oder der Stuhlschiedsrichter ab. Die Turnierleitung muss abends keinem Ergebnis hinterhertelefonieren.

Startet im Turnier-Assistenten oder öffnet eine Tennis-Anzeigetafel für ein einzelnes Match.

Wo JudgeMate schwächer ist

Im Vergleich mit Xporty verlieren wir hier.

  • Keine Zahlungen. Wir erfassen, wer bezahlt hat, wem das Startgeld erlassen wurde und wer noch offen ist. Durch JudgeMate fließt kein Geld.
  • Kein Spielstärke-Ranking. Kein Rating, keine geschätzte Kategorie, keine Zuverlässigkeitsanzeige, keine Anbindung an die LK. Die Serienwertung zählt Platzierungen über mehrere Veranstaltungen.
  • Kein Auf- und Abstieg. Eine Liga hat hier Spielplan und Tabelle. Wer die Besten für die nächste Phase eine Gruppe höher setzen will, baut dafür von Hand ein neues Tableau.
  • Keine Mannschaftsbegegnungen. Eine Meldung im Tennistableau ist ein Spieler oder ein Paar. Eine Begegnung aus Einzeln und Doppeln mit Aufstellung der Kapitäne gibt es hier nicht.
  • Kein Tiebreak bis 10 im Entscheidungssatz. ITF-Anhang VI erlaubt, den Entscheidungssatz bis 6:6 zu spielen und mit einem Tiebreak bis 10 abzuschließen. Unser Match-Tiebreak ersetzt den ganzen Entscheidungssatz, dieses Format lässt sich also nicht einstellen. Einen Match-Tiebreak bis 7 gibt es auch nicht.
  • Jeder Satz hat einen Tiebreak, immer bei n:n. Ein Vorteilsatz ohne Tiebreak, ein Tiebreak bei 3:3 in verkürzten Sätzen und der entscheidende Punkt bei 4:4 im Tiebreak bis 5 fehlen. Unser Tiebreak wird immer mit zwei Punkten Vorsprung gewonnen.
  • Nichts erreicht die Spieler von selbst. Keine E-Mail, keine SMS, kein Push, keine App.
  • Kein Formeleditor. Ihr wählt ein fertiges Regelwerk (ITF Juniors Reg. 57, PZT IV.7.4) oder legt eigene Punkte pro Match fest; bei Gleichstand entscheiden dann in fester Reihenfolge direkter Vergleich, Satz- und Spielverhältnis. Bonus- und Strafpunkte gibt es nicht.

Beides nutzen, ohne doppelte Arbeit

Die Grenze verläuft zwischen Saison und einzelner Veranstaltung.

  1. Die Saison bleibt bei Xporty. Leistungsliga, Mannschaftsbegegnungen, Rangliste des Turnierkreises und bezahlte Anmeldung gehören dort zusammen.
  2. Einzelne Turniere laufen hier. Die Vereinsmeisterschaft am Wochenende, ein Jugendtag mit verkürzten Sätzen, ein Abend jeder gegen jeden mit Match-Tiebreaks.
  3. Trennt nach Veranstaltung, nie mitten in einer. Nichts synchronisiert sich: keine gemeinsame Spielerliste, keine Verbindung zwischen beiden. Bekommt ihr die Meldeliste aus Xporty als .xlsx- oder .csv-Datei, lest sie in JudgeMate per Excel-Import ein. Der Import sucht eine Namensspalte mit der Überschrift userName oder „Teilnehmer“, prüft also vorher die Spalten. Sonst tragt ihr die Namen in die JudgeMate-Vorlage ein. Danach kommt eine Änderung im einen Programm nicht im anderen an.
  4. Leiht euch die Anzeigetafel fürs Finale. Ein Match aus einem Xporty-Tableau kann trotzdem Punkt für Punkt auf einer Tennis-Anzeigetafel am Platz laufen. Das Endergebnis tragt ihr danach von Hand in Xporty ein.

Für das Wochenendturnier hilft der Ratgeber zur Organisation eines Tennisturniers bei Feldgröße, Plätzen und Zeitplan.

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JudgeMate Editorial Team

Redaktionsstandards
Stand des Reglements

ITF Rules of Tennis 2026 (Anhang VI), DTB-Richtlinien für On-Demand-Matches (gültig ab 13.05.2024); Angaben zu Xporty geprüft auf xporty.com (Preise, Tennis, Wettbewerbsarten, Mannschaftsligen, AGB) am 25. Oktober 2026

Zuletzt geprüft 2026-10-25

Häufige Fragen

Quellen

  1. Xporty — Pläne und Preise — Xporty Software S.L.
  2. Xporty — Tennisturniere und -ligen — Xporty Software S.L.
  3. Xporty — Wettbewerbsarten — Xporty Software S.L.
  4. Xporty — Mannschaftsligen — Xporty Software S.L.
  5. Xporty — Impressum und AGB — Xporty Software S.L.
  6. ITF Rules of Tennis 2026 — International Tennis Federation (ITF)
  7. Richtlinien für On-Demand-Matches — Deutscher Tennis Bund (DTB)