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Wertungs-Leitfaden

Welche Positionen und Spielerrollen gibt es im Volleyball?

Zuspieler, Außenangreifer, Diagonalangreifer, Mittelblocker, Libero und Abwehrspezialist im Überblick: wo sie stehen, was sie tun und wie sie ins 5-1-System passen.

Zuletzt aktualisiert: 5. Oktober 2026
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Volleyball hat sechs spezialisierte Spielerrollen. Der Zuspieler steuert den Angriff und spielt den zweiten Ball; Außenangreifer greifen links (Zone 4) an und nehmen an; der Diagonalangreifer greift rechts (Zone 2) an und nimmt selten an; Mittelblocker blocken in der Mitte und schlagen Schnellangriffe; der Libero ist ein Abwehrspieler im Hinterfeld mit andersfarbigem Trikot, der nach FIVB-Regeln weder aufschlagen noch blocken darf; der Abwehrspezialist ist ein ähnlicher Abwehrspieler, der regulär eingewechselt wird und aufschlagen darf.

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Die sechs Volleyball-Positionen im Überblick

  • Zuspieler (Z): Spielmacher am zweiten Ball, 30 bis über 40 Zuspiele pro Spiel.
  • Außenangreifer (AA): greift aus Zone 4 an und nimmt den Aufschlag an; meist zwei pro Team.
  • Diagonalangreifer (D): greift rechts aus Zone 2 an, oft der punktbeste Spieler, nimmt selten an.
  • Mittelblocker (MB): blockt in der Mitte und schlägt schnelle Tempobälle; meist vom Libero ersetzt.
  • Libero / Abwehrspezialist: Hinterfeldspieler; der Libero trägt ein andersfarbiges Trikot und darf nach FIVB nicht aufschlagen.

Welche sechs Rollen bilden eine Volleyballmannschaft?

Im Hallenvolleyball stehen sechs Spieler auf dem Feld, die sich in sechs spezialisierte Rollen aufteilen: Zuspieler, Außenangreifer, Diagonalangreifer, Mittelblocker, Libero und Abwehrspezialist. Jede Rolle hat einen eigenen Feldbereich und eine Hauptaufgabe, vom Aufbau des Angriffs bis zur Abwehr im Hinterfeld.

Eine Mannschaft hat meist zwei Außenangreifer und zwei Mittelblocker, dazu einen Zuspieler und einen Diagonalangreifer im verbreiteten 5-1-System. Libero und Abwehrspezialist sind Hinterfeldrollen, die Annahme und Abwehr verbessern, ohne einen zusätzlichen Angreifer im Vorderfeld zu stellen.

RolleFeldbereichHauptaufgabeNimmt an?
ZuspielerRechts / MitteZweiter BallkontaktNein
AußenangreiferLinks (Zone 4)Angriff und AnnahmeJa
DiagonalangreiferRechts (Zone 2)Angriff, Block gegen AußenangreiferNein
MittelblockerNetzmitteBlock, SchnellangriffSelten
LiberoHinterfeldAbwehr, AnnahmeJa
AbwehrspezialistHinterfeldAbwehr, darf aufschlagenJa

Die Rollen verteilen sich auf die nummerierten Zonen 1 bis 6, nach denen Rotation und Aufstellung geregelt sind. Der Zuspieler startet in der Rotation diagonal zum Diagonalangreifer, sodass immer einer von beiden im Vorderfeld steht; Außenangreifer und Mittelblocker sind ebenso diagonal gepaart, was in jeder Rotation einen ausgewogenen Angriff sichert. Wie die sechs Zonen die regelgerechte Aufstellung bestimmen, erklärt unser Leitfaden zur Zählweise im Volleyball.

Was macht der Zuspieler?

Der Zuspieler ist der Spielmacher der Mannschaft. Er spielt den zweiten der drei erlaubten Ballkontakte und legt einem Angreifer einen angriffsfähigen Ball vor. Wie ein Aufbauspieler im Basketball steuert er den Angriff, wählt den Angreifer und berührt den Ball in fast jedem Ballwechsel.

Ein Zuspieler spielt meist 30 bis über 40 Zuspiele pro Spiel, kein anderer Spieler hat so oft den zweiten Ballkontakt. Gute Zuspieler variieren Tempo und Ziel, mal schnell in die Mitte, mal hoch nach außen. So bleibt der Block im Ungewissen, und ihre Angreifer treffen oft nur auf einen Blocker.

Im 5-1-System steuert ein einziger Zuspieler den Angriff durch alle sechs Rotationen, drei davon im Vorderfeld und drei im Hinterfeld. Steht er im Hinterfeld, darf er vor der Angriffslinie (3 m) keinen Ball oberhalb der Netzkante angreifen. Den Angriff tragen dann die Spieler im Vorderfeld.

Saubere Fingertechnik zählt beim Zuspieler mehr als Körpergröße. Einen geführten oder geworfenen Ball (Doppelberührung oder gehaltener Ball) pfeift der erste Schiedsrichter ab. Muss der Zuspieler den ersten Ball abwehren, übernimmt ein anderer Spieler (oft der Libero) das Zuspiel. Zuspieler blocken außerdem rechts gegen den Außenangreifer des Gegners.

Wie der einzige Zuspieler durch alle sechs Rotationen wandert, erklärt unser Leitfaden zu den Rotationen im Volleyball.

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Wer ist der Außenangreifer?

Der Außenangreifer, im Hallenjargon kurz Außen oder Annahme-Außen, greift aus Zone 4 im linken Vorderfeld an und ist meist der kompletteste Spieler der Mannschaft. Die meisten Teams stellen zwei Außenangreifer, die Angriff und Annahme zugleich übernehmen.

Außenangreifer bekommen viele Angriffsbälle, weil sich Zone 4 auch nach einer ungenauen Annahme noch anspielen lässt. Ist der erste Kontakt schwach, setzt der Zuspieler oft einen hohen Außenball, den der Außenangreifer gegen einen geschlossenen Doppelblock verwerten muss. Was einen guten Außenangreifer ausmacht, ist deshalb Beständigkeit unter Druck.

Anders als der Diagonalangreifer nehmen Außenangreifer den Aufschlag an, meist zusammen mit dem Libero in einem System mit zwei oder drei Annahmespielern. Sie müssen alles können: Angriff, Annahme, Abwehr, Aufschlag und Block links gegen den Diagonalangreifer des Gegners.

MerkmalAußenangreifer
Angriff ausZone 4 (links vorne)
Nimmt Aufschlag anJa
Anzahl pro TeamMeist 2
Wichtigste StärkeBeständigkeit in allen Elementen

Da sie durch alle sechs Positionen rotieren, verbringen Außenangreifer drei Rotationen im Vorderfeld (Angriff und Block) und drei im Hinterfeld (Annahme und Abwehr). Ist ihre Abwehr eine Schwäche, ersetzt sie dort manchmal ein Abwehrspezialist. Während deine Außen angreifen, führt die Live-Anzeigetafel von JudgeMate Punkte und Aufschlagrecht in Echtzeit mit.

Was unterscheidet den Diagonalangreifer?

Der Diagonalangreifer, im Jargon kurz Diagonale oder Dia, greift aus Zone 2 im rechten Vorderfeld an und steht in der Rotation genau diagonal zum Zuspieler. In vielen Teams ist er der punktbeste Spieler und greift aus Vorder- wie Hinterfeld an.

Der Name kommt aus der Rotation: Der Diagonalangreifer steht diagonal gegenüber dem Zuspieler, sodass er im Hinterfeld ist, wenn der Zuspieler vorne steht, und umgekehrt. Diese Paarung sichert, dass immer einer von beiden hinten als Zuspiel- oder Angriffsoption bereitsteht.

Anders als Außenangreifer nehmen Diagonalangreifer den Aufschlag meist nicht an. So können sie in jedem Ballwechsel voll anlaufen, auch zum Hinterfeldangriff aus Zone 1 hinter der Angriffslinie (3 m). Der Diagonalangreifer trägt zudem die Hauptlast des Blocks gegen den Außenangreifer des Gegners, weil er rechts vorne steht.

Weil sie sich auf Angriff und Block statt auf Annahme spezialisieren, sind Diagonalangreifer oft die größten und stärksten Angreifer im Kader. Im 5-1-System steht der Diagonalangreifer über alle sechs Rotationen diagonal zum Zuspieler (die beiden Außenangreifer und die beiden Mittelblocker bilden die anderen Diagonalpaare), sodass der Angriff stets eine Hinterfeldoption findet.

Welche Aufgabe hat der Mittelblocker?

Der Mittelblocker, im Jargon einfach Mitte, steht an der Netzmitte und ist der wichtigste Blocker der Mannschaft. Er stellt den Block gegen Schnellangriffe und hilft, den Block auf den Außenpositionen zu bilden. Teams stellen zwei Mittelblocker, die schnelle, flache Tempobälle aus der Mitte angreifen.

Mittelblocker lesen den Zuspieler und die Angreifer des Gegners, um den Block zu stellen. Ihre erste Aufgabe ist defensiv: Bei einem Außenangriff kann ein guter Mittelblocker den Block schließen, indem er seitlich mitläuft und aus einem Blocker zwei macht. Im Angriff schlagen Mittelblocker Schnellangriffe im ersten Tempo, also Zuspiele knapp über die Netzkante, die durchkommen, bevor der Block steht.

Mittelblocker werden meist vom Libero ersetzt, wenn sie ins Hinterfeld rotieren, weil ihre Stärke im Block und Schnellangriff liegt, nicht in Annahme und Abwehr. Dieser Libero-Wechsel geschieht in jeder Rotation und zählt nicht zum Wechselkontingent der Mannschaft.

MerkmalMittelblocker
PositionNetzmitte
HauptaufgabeBlock, Schnellangriff
Nimmt Aufschlag anSelten
Im HinterfeldMeist vom Libero ersetzt

Größe und seitliche Schnelligkeit prägen die Rolle. Der Mittelblocker muss in der Zeit, in der der Zuspieler den Ball spielt, von der Mitte bis zu jeder Antenne kommen. Kein anderer Spieler am Netz muss das Spiel so schnell lesen und so athletisch umsetzen.

Wie unterscheiden sich Libero und Abwehrspezialist?

Libero und Abwehrspezialist sind Hinterfeldspezialisten, die Annahme und Abwehr verbessern, für sie gelten aber unterschiedliche Regeln. Der Libero trägt ein andersfarbiges Trikot und wechselt frei; der Abwehrspezialist ist ein regulärer Wechselspieler.

Der Libero spielt nur im Hinterfeld und wechselt beliebig oft ein und aus (Libero-Wechsel), ohne dass dies als Auswechslung zählt. Nach den FIVB-Regeln darf der Libero nicht aufschlagen (die NCAA erlaubt ihm den Aufschlag in einer Rotation), nicht blocken oder einen Block versuchen und keinen Ball angreifen, der sich vollständig oberhalb der Netzkante befindet. Der Libero nimmt an und wehrt ab und ersetzt meist einen Mittelblocker im Hinterfeld.

Der Abwehrspezialist übernimmt dieselbe Abwehrarbeit, wird aber regulär eingewechselt und zählt zum Wechselkontingent (sechs pro Satz nach FIVB). Als normaler Wechselspieler darf er aufschlagen, trägt das normale Mannschaftstrikot und kann bei Bedarf im Vorderfeld spielen.

MerkmalLiberoAbwehrspezialist
TrikotAndersfarbigStandard
AufschlagNein (FIVB)Ja
BlockNeinJa
WechselBeliebig oftZählt als Auswechslung

Trainer setzen den Libero ein, um für alle drei Hinterfeldrotationen einen starken Annahmespieler zu sichern, und einen Abwehrspezialisten, um aufzuschlagen oder eine bestimmte Rotation zu stärken. Den genauen Ablauf und den Unterschied zwischen Libero-Wechsel und regulärer Auswechslung erklärt unser Leitfaden zu den Auswechselregeln im Volleyball.

Startaufstellung im 5-1: Wer spielt vorne, wer hinten?

Eine 5-1-Aufstellung besteht aus einem Zuspieler und fünf Angriffs- und Abwehrspielern. In einer üblichen Startaufstellung steht der Zuspieler beim ersten Aufschlag auf Zone 1 (hinten rechts) und rotiert von dort nach vorne. Der Diagonalangreifer beginnt diagonal gegenüber auf Zone 4, sodass immer einer der beiden im Vorderfeld steht.

Eine typische Aufstellung in Rotation 1:

ZoneRolleReihe
1 (hinten rechts)ZuspielerHinten
2 (vorne rechts)Mittelblocker 1Vorne
3 (vorne Mitte)Außenangreifer 1Vorne
4 (vorne links)DiagonalangreiferVorne
5 (hinten links)Mittelblocker 2Hinten
6 (hinten Mitte)Außenangreifer 2Hinten

Steht der Zuspieler im Hinterfeld (Zone 1), hat das Vorderfeld drei Angreifer: den Diagonalangreifer, einen Außenangreifer und einen Mittelblocker. Der Libero ersetzt Mittelblocker 2 in Zone 5, damit ein Annahmespezialist den Aufschlag annimmt.

Gewinnt das Team das Aufschlagrecht zurück (Aufschlagwechsel), rotieren alle um eine Position im Uhrzeigersinn: Der Zuspieler geht auf Zone 6, später auf Zone 4 und damit ins Vorderfeld. Über die sechs Rotationen steht der Zuspieler dreimal vorne und dreimal hinten. Deshalb hat das 5-1 während des ganzen Spiels genau einen Spielmacher am zweiten Ball.

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FIVB Official Volleyball Rules 2025-2028

Zuletzt geprüft 2026-10-05 · nächste Januar 2027

Häufige Fragen zu den Volleyball-Positionen

Primärquellen

  1. FIVB Official Volleyball Rules 2025-2028 — FIVB
  2. USA Volleyball Indoor Rulebook — USA Volleyball
  3. NCAA Women's Volleyball Rules — NCAA
  4. NFHS Volleyball Rules Book — NFHS

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