Scooter-Wettkampfregeln für Athleten
Rider-Code, Pflichten, Klärungen und Sicherheit bei PZSW-Events
Zuletzt aktualisiert: 21. Februar 2026
Jeder Wettkampf-Scooter-Athlet hält sich an den PZSW-Rider-Code-of-Conduct: Helmpflicht im Park, nüchtern bleiben, Veranstalter respektieren, sportliches Verhalten. Rider starten auf eigene Gefahr. Für ein Finale lässt sich nur einmal qualifizieren. Veröffentlichte Ergebnisse sind endgültig, doch innerhalb von 24 Stunden kannst du eine Klärungsanfrage einreichen.
Die wichtigsten Regeln auf einen Blick
Vor dem Start bei einem Scooter-Event solltest du diese Eckpunkte kennen:
- Helmpflicht im Park — ohne Helm kein Start
- Nüchternheit — kein Alkohol, keine verbotenen Substanzen im Skatepark
- Fair Play — Veranstalter, Kampfrichter und Mitstarter respektieren
- Start auf eigene Gefahr — PZSW und Veranstalter haften nicht
- Einmal-Qualifikation — für ein Finale qualifizierst du dich nur einmal
- Ergebnisse sind endgültig, sobald der Hauptkampfrichter sie bestätigt — du hast aber das Recht auf eine Klärungsanfrage
- Sorgfalt am Spot — Skatepark und Setup sind zu pflegen
Rider-Code-of-Conduct — die vollständigen Regeln
Sicherheit
- Rider ohne Helm in der Kategorie Park dürfen nicht starten
- Rider starten auf eigene Gefahr — PZSW und Veranstalter übernehmen keine Haftung für die Athleten oder verwandte Aktivitäten
- Gefahren, Probleme oder Defekte am Spot direkt im Wettkampfbüro melden
Verbotene Substanzen
- Illegale Substanzen oder Dopingmittel sind strikt verboten
- Wer beim Konsum oder bei der Bewerbung von Drogen erwischt wird, kann disqualifiziert werden
- Start unter Alkoholeinfluss oder Alkoholkonsum im Skatepark ist untersagt
Verhalten
- Beleidigendes Verhalten, Einschüchterung, körperliche oder verbale Gewalt werden nicht geduldet
- Vulgäre Sprache ist zu vermeiden
- Veranstalter und Eventcrew werden respektiert
- Rider halten sportliches Verhalten ein
- Rider respektieren andere — unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht oder anderen Merkmalen
- Rider lassen sich nicht auf illegale oder unangemessene Aktivitäten ein
Setup und Spot
- Rider gehen sorgsam mit Skatepark, Setup und übriger Infrastruktur um
Qualifikationen
- Rider dürfen an allen Qualifikationsevents teilnehmen, qualifizieren sich aber nur einmal für ein Finale
- Wer sich mehrfach qualifiziert, gibt den Finalplatz an den nächsten Rider in der Reihenfolge ab
Briefing vor dem Wettkampf — was du wissen solltest
Briefing am Eventtag
Findet direkt nach dem Anmeldeschluss statt. Im Briefing erfährst du:
- Wettkampfformat — wie viele Runden, wie viele Runs, Last Trick ja oder nein
- Wertungskriterien — Difficulty, Variety, Flow, Style
- worauf das Kampfgericht in den Runs achtet
- Zeitregeln — Run-Dauer, wann du startest, was als „in time“ zählt
Hier ist auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen — die Kampfrichter müssen Auskunft geben können.
Online-Briefing (vor dem Event)
- Sollte mindestens eine Woche vor dem Wettkampf verfügbar sein
- Im PDF-Format auf der PZSW-Website und der Eventseite (z. B. Facebook)
- Enthält Wertungssystem, Format und Reglement
Tipp: Lies das Online-Briefing vor der Anreise — so planst du deine Run-Strategie sauberer.
DNS und DSQ — wann du deine Platzierung verlierst
DNS — Did Not Start
Wann du DNS bekommst:
- Du warst gemeldet, hast aber keinen Run, keine Jam Session und keinen Trick-Versuch gefahren
Konsequenz: keine Platzierung im Ergebnis.
DSQ — Disqualifikation
Wann du DSQ riskierst:
- Verstoß gegen den Rider-Code-of-Conduct (Aggression, verbotene Substanzen, Alkohol)
- Kein Helm in der Kategorie Park
- Unsportliches Verhalten gegenüber Kampfrichtern, Veranstaltern oder anderen Ridern
- Rückzug nach der Anmeldung
Konsequenz: Platzierung ganz am Ende der Rangliste.
Der Unterschied
- DNS = du bist gar nicht gefahren → keine Platzierung
- DSQ = du hast gegen Regeln verstoßen oder zurückgezogen → Platzierung am Ende
Wertungsklärung — deine Rechte als Athlet
Grundprinzip
Sobald der Hauptkampfrichter die Ergebnisse bestätigt und veröffentlicht hat, sind sie endgültig und nicht anfechtbar.
Du hast aber das Recht, eine Klärung einzufordern:
Wer eine Anfrage stellen darf
- Du als Rider
- Ein Nationaltrainer
- Bei minderjährigen Ridern — die Anfrage muss vom gesetzlichen Vertreter unterschrieben sein
Frist
- Jederzeit während des Wettkampfs
- Oder bis zu 24 Stunden nach dem Ende des Wettkampfs
Einreichungsweg
- Über das dafür vorgesehene Formular im Wettkampfbüro (Papier)
- Oder online — per E-Mail an biuro@pzsw.org
Pflichtangaben
- Voller Name
- Land
- Datum und Uhrzeit des Vorfalls
- Eventname, Disziplin, Wettkampfphase
- Detaillierte Beschreibung der Klärungsanfrage
- E-Mail-Kontakt
- Name und Funktion der einreichenden Person (falls nicht der Rider selbst)
- Unterschrift
Bearbeitungszeit
- 24 Stunden — solange der Wettkampf läuft
- Bis zu eine Woche — bei Einreichung nach dem Wettkampfende
Bearbeitet wird die Anfrage vom Technischen Delegierten.
Sicherheit — was bei Notfällen passiert
Wann Wettkämpfe ausgesetzt werden können
- Schäden an Obstacles am Spot
- Publikumsverhalten, das die Sicherheit gefährdet
- Stromausfall oder Ausfall des Wertungssystems
- Schwerer Unfall eines Riders — Gesundheit hat Vorrang
Wetterbedingungen mit Pflichtpause
- Starker Wind, der das Ergebnis beeinflusst
- Nasse Fahrfläche durch Regen
- Gewittergefahr am Spot
- Extremtemperaturen (zu heiß oder zu kalt)
- Schlechte Luftqualität
Deine Rechte in Ausnahmesituationen
- Ändern sich die Bedingungen drastisch während deines Runs, kannst du einen Re-Ride anfragen
- Ist ein Obstacle beschädigt und verhindert einen vollen Run, kannst du einen Re-Ride anfragen
- Bei äußeren Störungen (z. B. jemand läuft in den Parcours) — sofort den Run stoppen, die Hand heben und den Vorfall melden
Über den Re-Ride entscheidet der Hauptkampfrichter.
Zeitlimit: Wettkämpfe sollen auch bei Verzögerungen nicht später als 22:00 Uhr enden.
Beispiel: So reicht ein Athlet Schritt für Schritt eine Klärung ein
So sieht der Klärungsablauf in der Praxis aus:
Ausgangslage
Rider Mark hat im Park-Finale für seinen besten Run 72,5 P bekommen. Er findet, sein Run sei besser gefahren als die Wertung — er hatte schwere Tricks und sauberen Flow.
Schritt 1: Ergebnis prüfen
Mark checkt das veröffentlichte Ergebnis — vom Hauptkampfrichter bestätigt. Ergebnisse sind endgültig und nicht anfechtbar, aber Mark hat das Recht auf eine Klärung.
Schritt 2: Das Formular
Mark geht ins Wettkampfbüro und füllt das Formular aus:
- Name: Mark Nowak
- Datum: 26. April 2025, Park-Finale
- Anfrage: „Ich bitte um Klärung meiner Wertung in Run 2 des Park-Finales. Ich bin einen Flair, einen Kickless und einen Tailwhip 360 ohne Sturz gefahren. Ich möchte verstehen, warum die Wertung bei 72,5 P liegt.“
Schritt 3: Bearbeitung
Der Technische Delegierte sieht die Anfrage innerhalb von 24 Stunden an (Wettkampf läuft noch). Er bespricht sich mit den Kampfrichtern, die erklären:
- Difficulty: 22/30 (solide, aber nicht das höchste Level der Gruppe)
- Variety: 19/25 (alles auf einer Parkseite)
- Flow: 18,5/25 (ein unnötiger Push, kleiner Wackler)
- Style: 13/20 (geringe Amplitude beim Flair, fehlende „Mühelosigkeit“)
Schritt 4: Antwort
Mark bekommt vom Delegierten eine detaillierte Erklärung. Die Wertung ändert sich nicht, aber Mark weiß jetzt, woran er für die nächsten Wettkämpfe arbeitet.
Was bleibt: Das Verfahren ändert das Ergebnis nicht, gibt dem Athleten aber wertvolles Feedback.
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Häufige Fragen
Primärquellen
- ISA Scootering Rulebook — Athletes' Section — ISA Scootering
- ISA Scootering — Eligibility und Code of Conduct — ISA Scootering
- World Skate Athletes' Information — World Skate
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