Handball pfeifen: so geht's
Zwei-Schiedsrichter-System, Zeichen, Bestrafung und passives Spiel
Zuletzt aktualisiert: 4. April 2026
Im Handball pfeifen zwei Schiedsrichter mit gleichen Befugnissen — der Feldschiedsrichter (auf Höhe der Mitte des Spielfelds) und der Torschiedsrichter (hinter dem Tor). Bei jedem Ballbesitzwechsel tauschen sie die Positionen und entscheiden gemeinsam. Sie setzen eine progressive Bestrafung durch: Verwarnung (Gelbe Karte) → Zweiminutenstrafe → Disqualifikation (Rote Karte). Wer drei Zweiminutenstrafen kassiert, wird automatisch disqualifiziert. Zentrale Ermessensentscheidungen: Freiwurf (Wiederanwurf an der 9-Meter-Linie bei leichten Fouls) gegen Siebenmeter (direkter Strafwurf, wenn eine klare Torchance zunichtegemacht wird) sowie das Erkennen von passivem Spiel (Halten des Balls ohne erkennbaren Angriffswillen). Verständigung läuft über genormte Handzeichen der IHF-Spielregeln.
Zwei-Schiedsrichter-System: gleiche Befugnis, andere Position
Das Schiedsrichterwesen im Handball ist unter den großen Mannschaftssportarten besonders: zwei Schiedsrichter mit gleichen Befugnissen leiten das Spiel gemeinsam. Anders als im Fußball, wo die Assistenten nur eingeschränkte Befugnisse haben, oder im Basketball, wo der Crew Chief das letzte Wort hat, sind die beiden Handball-Schiedsrichter in jeder Hinsicht gleichgestellt — beide dürfen jede Entscheidung treffen, und bei Disziplinarmaßnahmen müssen sie sich einig sein.
Feldschiedsrichter (Schiedsrichter auf Spielfeldmitte)
Der Feldschiedsrichter steht nahe der Mitte des Spielfelds, hinter der angreifenden Mannschaft. Seine Hauptaufgaben:
- den Ballführenden und die unmittelbar verteidigenden Spieler beobachten
- Fouls angreifender Spieler ahnden (Stürmerfoul, Anrennen, regelwidriges Sperren)
- auf Schrittfehler achten (zu viele Schritte ohne Prellen)
- den Wechselraum auf regelwidrige Wechsel kontrollieren
- das Vorwarnzeichen für passives Spiel geben
Torschiedsrichter (Schiedsrichter hinter dem Tor)
Der Torschiedsrichter steht hinter der Torauslinie an dem Ende, auf das die angreifende Mannschaft wirft. Seine Hauptaufgaben:
- beurteilen, ob der Ball die Torlinie vollständig überquert (Tor oder kein Tor)
- das Spiel im und um den 6-Meter-Torraum überwachen (regelwidriges Eindringen, Torwartverstöße)
- Fouls in Tornähe beobachten (Halten, Stoßen oder Sperren von Angreifern auf dem Weg zum Tor)
- Siebenmeter entscheiden, wenn eine klare Torchance zunichtegemacht wird
- den Torwart auf Verstöße kontrollieren (Ball aus dem Torraum tragen, beim Siebenmeter über die 4-Meter-Linie laufen)
Positionswechsel
Die Schiedsrichter tauschen die Positionen bei jedem Ballbesitzwechsel. Greift Mannschaft A an, ist Schiedsrichter 1 vielleicht Feldschiedsrichter und Schiedsrichter 2 Torschiedsrichter. Gewinnt Mannschaft B den Ball, wechseln sie. Beide teilen sich die Last gleichmäßig und behalten so einen frischen Blick aufs Spiel.
Uneinigkeit zwischen den Schiedsrichtern
Sind sich die beiden uneinig (etwa: einer zeigt Tor an, der andere nicht), beraten sie sich kurz und treffen eine gemeinsame Entscheidung. Kommt keine Einigung zustande, gilt in der Regel die schwerere Entscheidung (sieht einer eine Zweiminutenstrafe und der andere nur einen Freiwurf, wird die Zeitstrafe verhängt). Durch Absprache vor dem Spiel und laufende Verständigung während der Partie streben beide nach einheitlichen Entscheidungen.
Die wichtigsten Handball-Schiedsrichterzeichen
Handball-Schiedsrichter nutzen ein genormtes Repertoire von 18 offiziellen Handzeichen (festgelegt in den IHF-Spielregeln), um Entscheidungen an das Zeitnehmertisch-Team, die Spieler und die Zuschauer zu übermitteln. Die wichtigsten:
Torzeichen
Tor anerkannt: Der Schiedsrichter zeigt mit ausgestrecktem Arm entschlossen zur Spielfeldmitte. Das Tor zählt, das Spiel wird mit dem Anwurf von der Mitte fortgesetzt.
Tor aberkannt: Beide Arme über dem Kopf kreuzen und dann auseinanderschwingen. Ein mögliches Tor zählt nicht (etwa: der Werfer betrat den Torraum, der Ball wurde nach dem Schlusspfiff geworfen).
Foul- und Verstoßzeichen
Freiwurf: Ein Arm schräg angehoben, in die Angriffsrichtung der gefoulten Mannschaft zeigend.
Siebenmeter: Ein Arm senkrecht angehoben, Unterarm angewinkelt, Zeigefinger ausgestreckt. Das zeigt den Strafwurf an.
Einwurf: Ein Arm schräg angehoben, in die Richtung der Mannschaft zeigend, die den Einwurf erhält.
Abwurf: Ein Arm zeigt zum Torraum — der Torwart setzt das Spiel fort.
Schrittfehler: Beide Fäuste kreisen vor dem Körper umeinander (ähnlich dem Schrittfehler-Zeichen im Basketball).
Doppelfehler (Prellfehler): Beide Hände tippen abwechselnd nach unten — der Spieler prellte, fing den Ball und prellte erneut.
3-Sekunden-Verstoß (Festhalten des Balls): Drei ausgestreckte Finger an einer erhobenen Hand — der Spieler hielt den Ball länger als 3 Sekunden, ohne zu prellen, zu passen oder zu werfen.
Disziplinarzeichen
Verwarnung (Gelbe Karte): Der Schiedsrichter hält die gelbe Karte (eine echte Karte) zum bestraften Spieler hoch. Pro Spieler und Spiel ist nur eine Gelbe Karte möglich.
Zweiminutenstrafe: Der Schiedsrichter hebt einen Arm mit zwei ausgestreckten Fingern und zeigt auf den bestraften Spieler. Dieser muss für 2 Minuten vom Feld, die Mannschaft spielt in Unterzahl.
Disqualifikation (Rote Karte): Der Schiedsrichter hält die rote Karte zum disqualifizierten Spieler hoch. Dieser muss Feld und Wechselraum für den Rest des Spiels verlassen.
Vorwarnzeichen (passives Spiel): Der Schiedsrichter hebt einen Arm und macht eine kreisende Handbewegung (wie das Drehen eines Rades). Das Signal: die angreifende Mannschaft spielt passiv und muss erkennbar einen Torabschluss versuchen, sonst verliert sie den Ball.
Zeitzeichen
Auszeit (Team-Timeout): Der Schiedsrichter formt mit beiden Händen ein „T" — eine Hand waagerecht auf den Fingerspitzen der senkrechten Hand. Die Uhr stoppt für die Auszeit der anfordernden Mannschaft.
Spielende (Halbzeit/Ende): Der Schiedsrichter pfeift dreimal kurz und hebt beide Arme über den Kopf.
Progressive Bestrafung: Verwarnung → Zeitstrafe → Disqualifikation
Die progressive Bestrafung im Handball reagiert auf körperliches Spiel und unsportliches Verhalten mit stufenweise härteren Sanktionen. Wer Handball pfeifen will, muss dieses System sicher beherrschen.
Stufe 1: Verwarnung (Gelbe Karte)
Eine Verwarnung gibt es für den ersten leichten Regelverstoß eines Spielers — meist Kontaktfouls, die den Gegner beeinträchtigen, aber keine Zeitstrafe rechtfertigen. Kernregeln:
- Ein Spieler bekommt nur eine Gelbe Karte pro Spiel
- Eine Mannschaft bekommt maximal 3 Gelbe Karten insgesamt (über alle Spieler)
- Hat eine Mannschaft 3 Gelbe Karten kassiert, gehen weitere Verstöße jedes Spielers dieser Mannschaft direkt in Zweiminutenstrafen (die Verwarnungsstufe entfällt)
- Die Gelbe Karte ist eine persönliche Strafe — sie bleibt beim Spieler, nicht bei der Mannschaft
Stufe 2: Zweiminutenstrafe
Die Zweiminutenstrafe ist das zentrale Disziplinarmittel im Handball. Sie wird verhängt bei:
- wiederholten Fouls nach einer Verwarnung
- Fouls am Gegner in einer Wurfchance, die keinen Siebenmeter rechtfertigen (etwa Halten von hinten, wenn der Gegner noch nicht in klarer Wurfposition war)
- unsportlichem Verhalten (Diskutieren mit den Schiedsrichtern, Zeitspiel, regelwidriges Betreten des Feldes)
- jedem Foul einer Mannschaft, die bereits 3 Gelbe Karten hat (direkte Zeitstrafe ohne neue Verwarnung)
Während einer Zweiminutenstrafe:
- der bestrafte Spieler muss das Feld verlassen und auf der Strafbank sitzen
- die Mannschaft spielt 2 Minuten mit einem Spieler weniger (etwa 5 Feldspieler + Torwart gegen 6 + Torwart)
- fällt die Strafe in die letzten 30 Sekunden einer Halbzeit, darf der Spieler erst zur nächsten Halbzeit zurück
- sind mehrere Spieler gleichzeitig gesperrt, spielt eine Mannschaft auch mit 4 oder sogar 3 Feldspielern
Stufe 3: Disqualifikation (Rote Karte)
Eine Disqualifikation nimmt einen Spieler komplett aus dem Spiel. Sie wird verhängt bei:
- der dritten Zweiminutenstrafe desselben Spielers (automatische Disqualifikation)
- schwerem unsportlichem Verhalten (gewaltsamer Kontakt, Beleidigung der Schiedsrichter, absichtliche Verletzung eines Gegners)
- Tätlichkeit (Schlagen, Treten oder andere Gewalthandlungen — sofortige Disqualifikation und Bericht an die Disziplinarkommission)
Nach einer Disqualifikation:
- der Spieler muss Feld und Wechselraum verlassen (auf der Tribüne darf er bleiben)
- die Mannschaft spielt 2 Minuten in Unterzahl, danach darf ein Ersatzspieler rein (der disqualifizierte Spieler aber nicht zurück)
- die Mannschaft spielt NICHT den Rest des Spiels in Unterzahl — nur in den 2 Minuten der Strafzeit
Direkte Rote Karte
Bei extremer Gewalt, gefährlichem Spiel oder grob unsportlichem Verhalten kann ein Schiedsrichter die direkte Rote Karte zeigen, ohne vorherige Gelbe Karten oder Zweiminutenstrafen. Das bleibt den schwersten Vergehen vorbehalten.
Freiwurf vs. Siebenmeter: wann was?
Die Unterscheidung zwischen Freiwurf und Siebenmeter ist eine der heikelsten Ermessensentscheidungen im Handball-Schiedsrichterwesen.
Freiwurf (von der 9-Meter-Linie)
Einen Freiwurf gibt es für:
- leichte Kontaktfouls, die keine klare Torchance zunichtemachen
- Verstöße (Schrittfehler, Doppelfehler, 3-Sekunden-Festhalten, Betreten des Torraums)
- passives Spiel (nach dem Vorwarnzeichen, wenn die Mannschaft keinen Abschluss versucht)
- regelwidrige Wechsel oder Bankvergehen
Der Freiwurf wird am Ort des Verstoßes ausgeführt — aber nie näher als an der 9-Meter-Freiwurflinie (gestrichelte Linie). Geschah das Foul innerhalb der 9-Meter-Linie, wird vom nächstgelegenen Punkt auf der 9-Meter-Linie geworfen. Verteidiger müssen mindestens 3 Meter Abstand halten.
Siebenmeter (Strafwurf)
Einen Siebenmeter gibt es für:
- Fouls, die eine klare Torchance zunichtemachen — die Kernfrage: Hätte der gefoulte Spieler ohne das Foul mit hoher Wahrscheinlichkeit getroffen? Wenn ja, Siebenmeter.
- regelwidriges Eindringen in den Torraum durch einen verteidigenden Feldspieler, um ein Tor zu verhindern
- Torwartverstöße, die eine klare Wurfchance beeinträchtigen (etwa: mit dem Ball aus dem Torraum laufen und zurückkehren)
- absichtliches Pfeifen durch Unbeteiligte, das eine klare Wurfchance stört
Der Test der „klaren Torchance"
Das ist die entscheidende Beurteilung: Hätte der Angreifer ohne das Foul mit hoher Wahrscheinlichkeit getroffen? Faktoren zum Abwägen:
- Körperstellung — Stand der Angreifer zum Tor, mit dem Ball in der Hand?
- Entfernung — War der Angreifer nah genug für einen Wurf mit vernünftiger Genauigkeit?
- Verteidiger — Standen weitere Verteidiger zwischen Angreifer und Tor (außer dem foulenden)?
- Torwartstellung — Stand der Torwart ungünstig, was die Trefferwahrscheinlichkeit erhöht?
Deuten die Antworten auf eine zunichtegemachte hohe Trefferchance, gibt der Schiedsrichter einen Siebenmeter plus eine Zweiminutenstrafe (oder Disqualifikation) für den foulenden Spieler.
Passives Spiel: Vorwarnzeichen und Ballverlust
Die Regel zum passiven Spiel verhindert, dass Mannschaften den Ball endlos halten, ohne einen Torabschluss zu versuchen. Sie ist eine der Eigenheiten des Handballs und hält das Spiel angriffslustig und sehenswert.
So funktioniert passives Spiel
Schritt 1: Vorwarnzeichen Stellt ein Schiedsrichter fest, dass eine Mannschaft den Ball hält, ohne einen erkennbaren Angriff aufs Tor zu versuchen, hebt er einen Arm und macht eine kreisende Handbewegung. Das ist das Vorwarnzeichen — die Botschaft an die angreifende Mannschaft: „Ihr müsst jetzt einen Torabschluss versuchen, sonst verliert ihr den Ball."
Das Vorwarnzeichen kommt typischerweise, wenn:
- die angreifende Mannschaft den Ball außen herumpasst, ohne die Abwehr zu durchdringen
- die Mannschaft klar auf Zeit spielt (etwa eine Führung in den Schlussminuten verwaltet)
- sich das Angriffsmuster trotz Ballbesitz erkennbar nicht ändert
Schritt 2: begrenzte Pässe Nach dem Vorwarnzeichen darf die angreifende Mannschaft maximal etwa 4 bis 6 Pässe spielen (nach Ermessen des Schiedsrichters), um zum Wurf zu kommen. Der Schiedsrichter zählt die Pässe sichtbar mit.
Schritt 3: Ballverlust Versucht die angreifende Mannschaft nach Vorwarnzeichen und Passlimit keinen Wurf, gibt der Schiedsrichter einen Freiwurf für die verteidigende Mannschaft. Der Ballbesitz wechselt.
Schiedsrichterurteil
Wann das Vorwarnzeichen kommt, verlangt Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Der Schiedsrichter muss unterscheiden zwischen:
- legitimem Spielaufbau (Angriffswinkel ändern, Schwachstellen suchen) — NICHT passiv
- echtem Zeitspiel (kein Wille zum Abschluss, ziellos kreisen) — PASSIV
Das ist eine der umstrittensten Entscheidungen im Handball. Trainer behaupten oft, ihre Mannschaft baue einen Angriff auf, während der Schiedsrichter urteilt, dass kein echter Abschlussversuch erfolgte.
Wirkung auf den heutigen Handball
Die Regel zum passiven Spiel hat das Tempo des Handballs stark geprägt. Ohne sie könnten führende Mannschaften den Ball minutenlang halten. Die Regel erzwingt ständigen Angriffswillen — deshalb fallen in Handballspielen 50 bis 70 Tore, deutlich mehr als ohne diese Regel.
So wirst du Handball-Schiedsrichter
Eine Handball-Schiedsrichterlizenz verlangt eine Mischung aus Regelkenntnis, Training auf dem Feld und stufenweiser Lizenzierung über deinen nationalen Verband. Der grobe Weg:
Schritt 1: nationalen Verband kontaktieren
Jeder IHF-Mitgliedsverband bildet Schiedsrichter aus. Wende dich an deinen Verband (etwa DHB in Deutschland, ÖHB in Österreich, SHV in der Schweiz) und melde dich für das Schiedsrichter-Förderprogramm an. Die meisten Verbände werben aktiv neue Schiedsrichter und bieten leichte Einstiege.
Schritt 2: Regelkurs und Prüfung
Neue Schiedsrichter besuchen einen Regelkurs zu den IHF-Spielregeln. Der Kurs umfasst meist:
- Spielregeln — Tore, Fouls, Verstöße, Torraumregeln, passives Spiel
- Disziplinarsystem — progressive Bestrafung, Gelbe Karten, Zeitstrafen, Disqualifikationen
- Spielleitung — Zeitmanagement, Abläufe am Zeitnehmertisch, Spielberichte
- Regelprüfung — ein schriftlicher oder Online-Test (meist 75 bis 85 % zum Bestehen)
Schritt 3: praktisches Training
Nach bestandener Regelprüfung besuchen neue Schiedsrichter Praxiseinheiten in der Halle, wo sie lernen:
- Stellungsspiel — wohin als Feld- und als Torschiedsrichter
- Laufwege — wie man Positionen tauscht und die Abdeckung hält
- Zeichenpraxis — die 18 offiziellen Handzeichen korrekt ausführen
- Spielleitung live — Trainingsspiele unter Aufsicht pfeifen
Handball-Schiedsrichter arbeiten paarweise, deshalb gehört zum Praxistraining immer das Gespann mit einem anderen Anwärter oder einem erfahrenen Mentor. Die Abstimmung mit dem Schiedsrichterpartner ist eine Schlüsselkompetenz.
Schritt 4: Einsteigerlizenz
Nach Kurs und bestandener Prüfung erhalten Schiedsrichter ihre Einsteigerlizenz:
- Jugendspiele
- untere Ligen im Erwachsenenbereich
- lokale Turniere und Freizeitspiele
Schritt 5: Aufstieg
Der Aufstieg durch die Lizenzstufen verlangt:
- eine Mindestzahl an Spielen pro Saison
- positive Bewertungen durch Schiedsrichterbeobachter
- jährliche Fitnesstests (auf höheren Stufen — Beep-Test, Pendelläufe)
- jährliche Regelseminare
Schritt 6: nationale und internationale Lizenz
Top-Schiedsrichter können fürs IHF-Badge nominiert werden und dürfen dann pfeifen:
- Spiele der ersten nationalen Liga
- EHF-Europapokalwettbewerbe (Champions League, European League)
- EHF-EURO-Kontinentalmeisterschaften
- IHF-Weltmeisterschaften und Olympische Spiele
IHF-Schiedsrichter müssen strenge Fitnesstests bestehen, IHF-Seminare besuchen und durchgehend hohe Bewertungen halten.
Tipps für neue Handball-Schiedsrichter
- Pfeife von Anfang an im Gespann. Anders als manche Sportarten nutzt Handball immer zwei Schiedsrichter. Such dir früh einen Partner und baut eure Verständigung auf.
- Konzentriere dich aufs Stellungsspiel. Die meisten verpassten Entscheidungen kommen von schlechter Stellung, nicht von fehlender Regelkenntnis.
- Lerne das Timing des Vorwarnzeichens. Passives Spiel ist die ermessensabhängigste Entscheidung. Schau dir Topspiele an und studiere, wann erfahrene Schiedsrichter das Zeichen geben.
- Bleib fit. Handball verlangt ständige Bewegung an Seiten- und Endlinie. Deine Kondition wirkt direkt auf die Qualität deines Stellungsspiels.
- Fang mit Jugendspielen an. Das Tempo ist langsamer und gibt dir Zeit, den Spielfluss zu lernen, bevor du zu schnellerem Erwachsenenhandball wechselst.
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