Tischtennis-Schiedsrichter – der komplette Leitfaden
Rollen, Aufschlagkontrolle, Wiederholungen, Kantenbälle, Beschleunigungssystem
Tischtennis wird von einem Zweiergespann geleitet: Der Schiedsrichter sitzt seitlich am Tisch auf Netzhöhe und entscheidet alles im Spiel, der Schiedsrichterassistent sitzt ihm direkt gegenüber auf der anderen Tischseite und entscheidet Kantenbälle an der ihm nächstgelegenen Tischseite, die Aufschlagkontrolle, Behinderung und die Zeitnahme. Der Schiedsrichter ruft nach jedem Punkt den Spielstand, kontrolliert die Aufschlagregeln (16 cm Wurfhöhe, sichtbarer Ball, korrekte Sprungfolge), erklärt Wiederholungen und aktiviert das Beschleunigungssystem. Bei großen ITTF-Turnieren leitet ein Oberschiedsrichter das Turnier und entscheidet Fragen der Regelauslegung. Wo Table Tennis Review (TTR) installiert ist, kann ein Spieler eine Tatsachenentscheidung anfechten, die zu einem Punkt geführt hat — dann entscheidet der TTR-Offizielle endgültig, nicht der Schiedsrichter.
Was hat sich in den ITTF-Statuten 2026 geändert?
An den Tischtennisregeln selbst hat sich 2026 nichts geändert. Die ITTF-Statuten 2026 — die 54. Ausgabe, in Kraft seit dem 1. Januar 2026 — übernehmen Kapitel 2 Wort für Wort aus 2025 und ändern in Kapitel 3, den Regelungen für internationale Wettkämpfe, genau drei Stellen. Nur eine davon betrifft die Arbeit am Tisch.
Vorab zur Bezeichnung, weil sie in Schiedsrichterprüfungen regelmäßig auftaucht: Das Dokument, das die meisten Offiziellen noch „Handbook“ nennen, heißt seit dem Beschluss der Generalversammlung von 2022 Statutes. Ein „ITTF Handbook 2026“ existiert nicht.
1. Regel 3.3.2.8 — die TTR-Befugnis wird enger. In der Ausgabe 2025 konnte der TTR-Offizielle „eine Entscheidung des Schiedsrichters oder des Assistenten“ aufheben. Der Text von 2026 fügt drei Schranken ein: nur eine Entscheidung, die zu einem Punkt geführt hat, nur in einer Tatsachenfrage und nur nach Maßgabe von 3.2.7.1. Verfahrens- oder Auslegungsentscheidungen liegen damit ausdrücklich außerhalb seiner Reichweite.
2. Regel 3.2.4.5 ist gestrichen — der Kleberaum ist weg. Die Vorschrift, die einen „ausreichend belüfteten Bereich“ zum Aufkleben von Belägen verlangte und flüssige Klebstoffe überall sonst in der Halle untersagte, gibt es nicht mehr. Die Schlägerkontrolle selbst bleibt unverändert: Getestet wird in der Regel vor dem Spiel (3.2.4.2.2), ein durchgefallener Schläger darf durch einen zweiten ersetzt werden (3.2.4.2.3), eine freiwillige Kontrolle vor dem Spiel bleibt straffrei (3.2.4.2.4), und vier Beanstandungen in vier Jahren ziehen weiterhin zwölf Monate Sperre nach sich, gegen die binnen 21 Tagen beim ITTF-Tribunal Einspruch möglich ist (3.2.4.3, 3.2.4.3.2).
3. Regel 3.2.3.1 — der Spielraum ist jetzt ein Quader. Bisher wurde der Mindestspielraum durch ein „Rechteck von nicht weniger als 14 m Länge, 7 m Breite und 5 m Höhe“ beschrieben, wobei „die vier Ecken von Umrandungen belegt sein“ durften. Ab 2026 definiert ein Quader den Raum, und die Eckenregelung ist gestrichen. Die Maße bleiben: 14 × 7 × 5 m, für Rollstuhlwettbewerbe mindestens 8 × 6 m, für Senioren mindestens 10 × 5 m.
Wer die Regeln künftig ändern darf. Auf ihrer Jubiläums-Generalversammlung am 3. Mai 2026 in London hat die ITTF eine eigenständige Constitution 2026 beschlossen. Artikel 8.3 ordnet die Tischtennisregeln den Rules zu, die von der Generalversammlung beschlossen werden; Artikel 9.10 verlangt für eine Änderung eine Dreiviertelmehrheit der abgegebenen Stimmen; Artikel 10.5 verbietet dem Council ausdrücklich, sie anzufassen. Alles Übrige — auch Kapitel 3, das Regelwerk, mit dem Schiedsrichter tatsächlich arbeiten — bleibt Sache des Councils. Für Offizielle heißt das: Die nächste Änderung an eurem Arbeitsregelwerk kommt als Council-Beschluss, nicht als Abstimmung der Generalversammlung.
Und noch ein Hinweis zur Bauweise des Dokuments: Die Fassung mit nachverfolgten Änderungen sagt es selbst — die Statuten 2026 setzen Beschlüsse aus dem Jahr 2025 um. Was 2026 entschieden wird, erscheint erst in der Ausgabe 2027.
Weil Kapitel 2 unangetastet blieb, stimmt die Zählweise unverändert: Sätze bis 11, ab 10:10 zwei Punkte Vorsprung, Spiele über eine ungerade Zahl von Sätzen. Unser Leitfaden zur Zählweise im Tischtennis gilt für 2026 unverändert.
| Clause | Before | After |
|---|---|---|
| 3.3.2.8 (TTR-Aufhebung) | Jede Entscheidung von Schiedsrichter oder Assistent konnte aufgehoben werden | Nur eine Entscheidung mit Punktfolge, nur in einer Tatsachenfrage, nur nach 3.2.7.1 |
| 3.2.4.5 (Kleberaum) | Belüfteter Bereich vorgeschrieben; flüssige Klebstoffe sonst in der Halle verboten | Regel gestrichen — 3.2.4 endet jetzt bei 3.2.4.4 |
| 3.2.3.1 (Spielraum) | „Rechteck“ 14 × 7 × 5 m; vier Ecken durften von Umrandungen belegt sein | „Quader“ 14 × 7 × 5 m; Eckenregelung gestrichen |
| Kapitel 2 (die Regeln) | Text von 2025 | Identisch — 2026 keine Änderung |
Table Tennis Review (TTR): der einzige Einspruch, den ein Spieler gewinnen kann
TTR ist der Videobeweis im Tischtennis — und der einzige Weg, auf dem ein Spieler einen Offiziellen überstimmen kann. Regel 3.2.7.1 bestimmt, dass ein elektronisches Überprüfungssystem eingesetzt werden kann und dann greift, „wenn ein Spieler Einspruch gegen die Entscheidung eines zuständigen Offiziellen in einer Tatsachenfrage einlegt“. Das System zeigt die Wiederholung, und die endgültige Entscheidung trifft ein TTR-Offizieller, nicht der Schiedsrichter. Regel 3.3.3.3 bestätigt das: Wo TTR im Einsatz ist, ist die Entscheidung des TTR-Offiziellen endgültig.
Das ist bemerkenswert, wenn man die beiden Regeln danebenlegt, die Einsprüche sonst ausschließen. Regel 3.3.3.2 verbietet jeden Einspruch beim Oberschiedsrichter gegen eine Tatsachenentscheidung. Regel 3.3.2.7 verbietet dem Schiedsrichter, den Assistenten in dessen eigenen Zuständigkeiten nach 3.3.2.5 zu überstimmen — unzulässiger Aufschlag, Aufschlag an die Netzgarnitur, Behinderung, gestörte Spielbedingungen und Zeitnahme. TTR durchbricht beides: Nach 3.3.2.8 kann der TTR-Offizielle beide Offiziellen aufheben, auch in diesen geschützten Assistentenentscheidungen.
Wie weit TTR 2026 reicht. Nur bis zu einer Entscheidung, die zu einem Punkt geführt hat, und nur in einer Tatsachenfrage. Diese Formulierung ist neu und hat am Tisch Folgen: Sie stellt den TTR-Offiziellen mitten in die Ballwechselentscheidung und zugleich außerhalb von allem Verfahrensmäßigen.
Wohin die Verfahrensdetails verschwunden sind. Das WTT Series & Feeder Handbook 2026 (Stand 18. Dezember 2025, gültig für Turniere ab 1. Januar 2026) hat seinen TTR-Abschnitt von rund 1.090 Wörtern auf vier Seiten auf drei Absätze mit etwa 130 Wörtern gekürzt und die Einzelheiten in ein separates Dokument namens „TTR Guidelines“ ausgelagert, das Spielern und Beteiligten zugestellt, aber nicht veröffentlicht wird. Aus dem öffentlichen Handbuch verschwunden ist genau das, was ein Schiedsrichter einem Spieler erklären können muss:
- die Liste der überprüfbaren Situationen — Kantenball, Aufschlag an die Netzgarnitur, Wurfhöhe und Wurfwinkel, Hochwurf unterhalb oder oberhalb der Spielfläche, verdeckter Ball, nicht offene Handfläche, Treffen des Balls über der Spielfläche, Ball am Körper, Ball an anderen Teilen als der Netzgarnitur;
- die Frist, den Einspruch unmittelbar nach der Ansage des Schiedsrichters zu stellen;
- das Kontingent von zwei erfolglosen Überprüfungen pro Spiel, von dem jede Fehlanforderung eine abzog;
- das Verbot, einen Aufschlag überprüfen zu lassen, den der Schiedsrichter nicht beanstandet hatte.
Auch die Funktionsbezeichnung hat gewechselt: Aus dem „TTR Match Official“ wurde schlicht der „TTR Official“. Die praktische Anweisung für 2026 lautet deshalb: Erklärt das Überprüfungsverfahren nicht aus dem Gedächtnis oder aus dem Handbuch von 2025. Lest die TTR-Richtlinien, die für das konkrete Turnier gelten, und klärt in der Turnierbesprechung, an welchen Tischen das System überhaupt installiert ist.
In den allermeisten Spielen gibt es kein TTR. Das System steht bei einer Handvoll Spitzenturniere und sonst nirgends. Im Punktspiel, beim Vereinsturnier oder bei einem nationalen Ranglistenturnier gibt es keine Überprüfung, keinen Einspruch in Tatsachenfragen, und die Entscheidung des Schiedsrichters bleibt bestehen — weshalb der Rest dieses Leitfadens in der Praxis wichtiger ist als der Videobeweis.
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Der Schiedsrichter: erster Offizieller am Tisch
Der Schiedsrichter ist der wichtigste Offizielle jedes Tischtennisspiels. Er sitzt an einem kleinen Tisch seitlich neben der Spielfläche auf Netzhöhe – die Position gibt freien Blick auf Netz, Aufschlag und das Spiel auf beiden Seiten.
Hauptaufgaben:
- Spielstand laut ansagen nach jedem Punkt (zuerst die Punkte des Aufschlägers, dann die des Rückschlägers)
- Den Beginn jedes Ballwechsels markieren mit dem Spielstand, in der vorgeschriebenen Reihenfolge und Form (3.4.1)
- Aufschlagregeln durchsetzen (Wurfhöhe, Sichtbarkeit, korrekte Sprungfolge)
- Wiederholungen ausrufen (Netzaufschläge, Unterbrechungen, Rückschläger nicht bereit)
- Kantenbälle entscheiden – traf der Ball die obere Spielfläche oder die Tischseite
- Auszeiten verwalten; jeder Spieler bzw. jedes Doppel hat Anspruch auf eine Auszeit von bis zu 1 Minute pro Spiel
- Handtuchpausen kontrollieren; gewischt werden darf alle 6 Punkte (sobald die Gesamtsumme ein Vielfaches von 6 ist) und beim Satzwechsel
- Beschleunigungssystem aktivieren, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind
- Verwarnungen und Strafen aussprechen bei Fehlverhalten (Gelbe Karte, Gelb + Rot, Rote Karte)
- Tempo halten und dafür sorgen, dass das Spiel zwischen den Punkten zügig weitergeht
Befugnis: Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters sind endgültig — mit einer Ausnahme. Wo Table Tennis Review (TTR) installiert ist, kann ein Spieler eine Tatsachenentscheidung anfechten, die zu einem Punkt geführt hat; die Entscheidung des TTR-Offiziellen ist dann endgültig (3.3.3.3). Der Oberschiedsrichter rührt Tatsachenentscheidungen nie an: Er entscheidet Fragen der Regelauslegung, einschließlich der Zulässigkeit von Kleidung, Material und Spielbedingungen (3.3.1.2.10). Wichtig außerdem 3.3.2.7: Eine Entscheidung, die der Assistent nach 3.3.2.5 trifft — unzulässiger Aufschlag, Aufschlag an die Netzgarnitur, Behinderung, gestörte Bedingungen, Zeitnahme —, darf der Schiedsrichter nicht aufheben. Das kann nur ein TTR-Offizieller.
Position: Der Schiedsrichter sitzt so, dass das Netz direkt links oder rechts von ihm liegt (je nach Konvention), auf gleicher Höhe wie die Spielfläche. So bekommt er den besten Winkel auf Netzwiederholungen, Kantenbälle und die Wurfhöhe beim Aufschlag.
| Role | Position | Primary |
|---|---|---|
| Schiedsrichter | Seitlich am Tisch, Netzhöhe | Spielstand, Aufschlagkontrolle, Wiederholungen, Kantenbälle, Auszeiten, Fehlverhalten |
| Schiedsrichterassistent | Gegenüberliegende Tischseite, dem Schiedsrichter zugewandt | Kantenbälle an der nächstgelegenen Tischseite, unzulässiger Aufschlag, Behinderung, gestörte Bedingungen, Zeitnahme |
| Oberschiedsrichter | Turnierweit (nicht am Tisch) | Regelauslegungsfragen, Wettkampfleitung, Schiedsrichtereinsatz |
| TTR-Offizieller | Überprüfungsplatz (nur wo TTR installiert ist) | Entscheidet Spielereinsprüche gegen Tatsachenentscheidungen mit Punktfolge; seine Entscheidung ist endgültig |
Aufschlagkontrolle – die wichtigsten Punkte
Die Legalität des Aufschlags ist der am häufigsten umstrittene Bereich des Tischtennis-Schiedsrichterwesens. Der Schiedsrichter prüft bei jedem Aufschlag fünf Punkte:
1. Offene Hand, ruhender Ball: Der Ball muss frei auf der offenen, flachen Handfläche des Aufschlägers liegen (Finger gestreckt, nicht gekrümmt). Vor dem Hochwurf muss der Ball ruhig liegen. Den Ball auf der Hand drehen oder mit den Fingern festhalten – Fehler.
2. Wurfhöhe – mindestens 16 cm: Der Aufschläger wirft den Ball annähernd senkrecht mindestens 16 cm hoch aus der Ruhelage. Der Schiedsrichter beurteilt das mit dem Auge, ein Messgerät gibt es nicht. In der Praxis achtet er auf eine sichtbare Aufwärtsbewegung, die den Ball klar von der Hand löst.
3. Treffen im Abwärtsflug: Der Aufschläger trifft den Ball erst nach dem Scheitelpunkt des Wurfs, also im Fallen. Ein Schlag, während der Ball noch steigt, ist ein Fehler.
4. Korrekte Sprungfolge: Der Ball muss zuerst auf der Seite des Aufschlägers und dann auf der Seite des Rückschlägers aufkommen. Ein Ball, der ohne Aufsprung direkt übers Netz geht, ist ein Fehler.
5. Sichtbarkeit: Regel 2.6.4 betrachtet das aus einer einzigen Perspektive: Vom Verlassen der Handfläche bis zum Schlag darf der Ball für den Rückschläger nicht verdeckt sein – weder durch den Aufschläger noch durch dessen Doppelpartner noch durch etwas, das einer von beiden trägt oder bei sich hat. Der freie Arm muss unmittelbar nach dem Hochwurf aus dem Raum zwischen Ball und Netz weggenommen werden. Die Offiziellen kommen über Regel 2.6.6 ins Spiel: Der Aufschlag muss so ausgeführt werden, dass Schiedsrichter und Assistent sich von seiner Regelkonformität überzeugen können. Das ist der am häufigsten geahndete Aufschlagfehler.
Die Verwarnung gilt dem Zweifel, nicht dem ersten Verstoß. Das ist die am häufigsten missverstandene Regel im Tischtennis. Regel 2.6.6 legt die Beweislast beim Aufschläger: Es ist Sache des Spielers, so aufzuschlagen, dass Schiedsrichter oder Assistent überzeugt sein können, dass der Aufschlag regelgerecht ist — und beide dürfen einen Aufschlag für unzulässig erklären. Ein Aufschlag, den der Offizielle als unzulässig erkennt, ist sofort ein Fehler. Einen Freiversuch gibt es nicht.
Die Verwarnung in 2.6.6.1 betrifft einen anderen Fall. Ist der Schiedsrichter oder der Assistent unsicher, ob ein Aufschlag regelgerecht war, darf er einmal im Spiel unterbrechen und den Aufschläger verwarnen. Danach gilt jeder weitere Aufschlag dieses Spielers, der nicht eindeutig regelgerecht ist, als Fehler. Zwei Punkte, die in der Praxis regelmäßig falsch gehandhabt werden: Die Verwarnung gilt einmal pro Spiel, nicht einmal pro Satz, und im Doppel überträgt sie sich auf den Partner — das Doppel hat einen Zweifelsfall zu zweit, nicht jeder einen. Die Verwarnung kostet weder Karte noch Punkt.
Eine enge Ausnahme gibt es: Nach 2.6.7 darf der Schiedsrichter die Aufschlaganforderungen für einen Spieler lockern, dem eine körperliche Behinderung die Einhaltung unmöglich macht (3.3.2.3.4).
Wiederholungen: wann der Ballwechsel neu gespielt wird
Eine Wiederholung ist eine Unterbrechung, bei der der Punkt nicht zählt und der Ballwechsel neu gespielt wird. Der Schiedsrichter ruft eine Wiederholung in folgenden Fällen aus:
1. Netzaufschlag: Der Aufschlag berührt die Netzgarnitur (Netz, Aufhängung oder Pfosten), kommt aber ansonsten regelgerecht auf der Seite des Rückschlägers auf. Das ist der häufigste Fall. Es gibt kein Limit für aufeinanderfolgende Netzaufschläge – trifft der Ball zehnmal hintereinander das Netz und landet jedes Mal regelgerecht, gibt es zehn Wiederholungen.
2. Rückschläger nicht bereit: Wenn der Rückschläger erkennbar nicht in Position oder noch nicht bereit ist, sobald der Aufschläger schlägt, ruft der Schiedsrichter eine Wiederholung. Der Rückschläger darf nicht passiv stehen bleiben und nach verlorenem Ballwechsel behaupten, er sei nicht bereit gewesen – der Schiedsrichter muss erkennen, dass die fehlende Bereitschaft vor dem Aufschlag offensichtlich war.
3. Äußere Störung: Unterbricht ein Ball vom Nachbartisch, ein lauter Knall, eine Person im Spielfeld oder ein anderer äußerer Faktor das Spiel, ruft der Schiedsrichter eine Wiederholung.
4. Fehler des Schiedsrichters beim Beschleunigungssystem: Unterbricht der Schiedsrichter oder Assistent das Spiel fälschlich (etwa durch Verzählen der Rückschläge im Beschleunigungssystem), wird der Ballwechsel wiederholt.
Keine Wiederholung ist:
- Der Ball berührt während des Ballwechsels (nach dem Aufschlag) das Netz – es geht weiter.
- Ein Aufschlag, der das Netz trifft und seitlich vom Tisch fällt – das ist ein Fehler (Punkt für den Rückschläger), keine Wiederholung.
- Wenn der Aufschläger den Ball hochwirft und wieder fängt, ohne zu schlagen – erlaubt, sobald der Schiedsrichter erkennt, dass der Spieler keinen Aufschlag versucht hat; bei wiederholtem absichtlichem Nichtschlagen darf er verwarnen.
Entscheidungen bei Kantenbällen
Kantenball-Entscheidungen gehören zu den schwierigsten und umstrittensten im Tischtennis. Die Unterscheidung ist in der Theorie simpel, im Spieltempo aber extrem fordernd:
Obere Kante = GÜLTIG: Trifft der Ball die obere Kante der Spielfläche (die ebene Oberseite des Tisches), zählt der Ball. Er wechselt unberechenbar die Richtung – rutscht flach durch oder springt zur Seite und ist kaum zu retournieren. Punkt zählt.
Seite = AUS: Trifft der Ball die Tischseite (die senkrechte Fläche unterhalb der oberen Kante), ist er aus. Punkt für den Gegner.
Wie der Schiedsrichter entscheidet: Das wichtigste optische Signal ist die Flugbahn nach dem Aufschlag auf den Tisch. Ein Ball, der die obere Kante trifft, springt typischerweise nach oben oder nach vorn ab (auch unter spitzem Winkel); ein Ball an der Seite fällt nach unten oder seitlich ab, ohne Aufwärtskomponente. Auch das Geräusch hilft – Kantenbälle auf der Oberfläche erzeugen ein typisches „Klick“, das sich vom Seitentreffer unterscheidet.
Rolle des Assistenten: Der Schiedsrichterassistent sitzt dem Schiedsrichter direkt gegenüber auf der anderen Tischseite, und Regel 3.3.2.4.1 gibt ihm eine klar umrissene Aufgabe: Er entscheidet, ob der Ball die Kante der Spielfläche an der ihm nächstgelegenen Tischseite berührt hat. Das ist seine eigene Entscheidung, keine Zuarbeit – anders als bei den in 3.3.2.5 aufgezählten Entscheidungen zählt der Kantenball allerdings nicht zu denen, die der Schiedsrichter nicht aufheben darf.
Streit zwischen Spielern: Kantenbälle sind ein häufiger Streitpunkt. Im Freizeitspiel ohne Offizielle wird bei echtem Zweifel aus Fairness wiederholt. Im offiziellen Spiel ist die Entscheidung des Schiedsrichters endgültig.
| Contact | Result |
|---|---|
| Obere Kante der Spielfläche | GÜLTIG – Punkt zählt, Spiel läuft weiter |
| Tischseite (unterhalb der oberen Kante) | AUS – Punkt für den Gegner |
| Netzgarnitur beim Aufschlag | WIEDERHOLUNG – Ballwechsel neu (wenn Aufschlag sonst regelgerecht) |
| Netzgarnitur im Ballwechsel | GÜLTIG – Spiel läuft weiter |
Zeitlimits, Handtuchregel und Pausen
Tischtennis kennt mehrere Regeln zur Zeitführung, die der Schiedsrichter durchsetzt:
Zwischen den Punkten: Das Spiel soll ohne Unterbrechung durchlaufen. Übermäßiges Trödeln zwischen den Punkten ist nicht zulässig. Der Schiedsrichter kann bei vorsätzlichem Zeitspiel verwarnen und bei wiederholter Verzögerung dem Gegner einen Punkt zusprechen.
Handtuchregel: Der Spieler darf zu festgelegten Zeitpunkten das Handtuch nehmen:
- Sobald die Gesamtsumme beider Spieler ein Vielfaches von 6 erreicht (z. B. 3:3, 5:1, 4:2, 7:5 usw.)
- Beim Satzwechsel
- Zu anderen Zeitpunkten nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Schiedsrichters (etwa nach einem langen Ballwechsel, in dem der Spieler stark geschwitzt hat)
Der Schiedsrichter verfolgt die Gesamtsumme und gibt das Handtuch frei. Der Regeltext (3.4.4.1.2) ist genauer, als er meist zitiert wird: „nach jeweils 6 Punkten vom Beginn jedes Satzes an und beim Seitenwechsel im letztmöglichen Satz“. Der Zähler beginnt also mit jedem Satz neu, und die zusätzliche Handtuchpause im Entscheidungssatz fällt auf den Seitenwechsel bei 5 Punkten, nicht auf jeden Seitenwechsel.
Auszeiten: Jeder Spieler (oder jedes Doppel) hat Anspruch auf eine Auszeit von bis zu 1 Minute pro Spiel. Sie kann nur zwischen zwei Ballwechseln verlangt werden und wird durch ein „T“ mit den Händen angezeigt (3.4.4.2.3). Auf eine gültige Anforderung unterbricht der Schiedsrichter das Spiel und hält eine weiße Karte auf der Seite des anfordernden Spielers hoch; die Karte wird auf dessen Spielfeldhälfte gelegt und wieder entfernt, sobald der Spieler bereit ist oder nach Ablauf einer Minute — je nachdem, was früher eintritt (3.4.4.2.4–3.4.4.2.5). Die weiße Karte ist ein Marker, keine Strafe. Fordern beide Seiten gleichzeitig eine Auszeit an, teilen sie sich die eine Minute, und keine der beiden hat danach noch Anspruch auf eine weitere Auszeit in diesem Spiel (3.4.4.2.6). Im Einzel darf der Spieler oder der eingetragene Berater anfordern, im Mannschaftswettbewerb der Spieler oder der Mannschaftsführer; bei Uneinigkeit entscheidet im Einzel der Spieler, in der Mannschaft der Mannschaftsführer (3.4.4.2.1–3.4.4.2.2).
Verletzungsunterbrechung: Das entscheidet der Oberschiedsrichter, nicht der Schiedsrichter am Tisch. Nach 3.4.4.4 darf er eine Unterbrechung „von der kürzesten praktikablen Dauer und keinesfalls länger als 10 Minuten“ zulassen, wenn ein Spieler durch einen Unfall vorübergehend spielunfähig ist — und nur, wenn die Unterbrechung den Gegner nicht unangemessen benachteiligt. Die Schwelle ist bewusst hoch: 3.4.4.5 schließt jede Beeinträchtigung aus, die zu Spielbeginn schon bestand oder vernünftigerweise zu erwarten war, und nennt Krämpfe und Erschöpfung ausdrücklich als nicht ausreichend, weil sie aus dem Fitnesszustand oder dem Spielverlauf herrühren.
Blut ist ein eigener, zwingender Fall: Das Spiel wird sofort unterbrochen und erst fortgesetzt, wenn die Person versorgt ist und alle Blutspuren aus dem Spielbereich entfernt sind (3.4.4.6).
Wo Spieler sich aufhalten dürfen: Spieler bleiben während des ganzen Spiels im Spielbereich oder in dessen Nähe, sofern der Oberschiedsrichter nichts anderes erlaubt. In den Satzpausen und während einer Auszeit müssen sie innerhalb von 3 Metern um den Spielbereich bleiben, unter Aufsicht des Schiedsrichters (3.4.4.7).
Pause beim Satzwechsel: Zwischen den Sätzen haben die Spieler bis zu 1 Minute Zeit. Sie können am Tisch bleiben oder den Spielbereich kurz verlassen. Im Entscheidungssatz wechseln die Spieler die Seite, sobald einer 5 Punkte erreicht – und dieser Seitenwechsel bringt nach 3.4.4.1.2 eine kurze Handtuchpause mit sich, keine weitere volle Minute.
Das Beschleunigungssystem leiten
Das Beschleunigungssystem wird aktiviert, wenn ein Satz 10 Minuten dauert und gemeinsam weniger als 18 Punkte erzielt wurden. Es kann auch früher eingeführt werden – aber nur, wenn beide Seiten es verlangen (2.15.1). Der Schiedsrichter leitet es mit Unterstützung des Assistenten:
Ablauf der Aktivierung:
- Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel. Läuft beim Ablauf der 10 Minuten ein Ballwechsel, wird er abgebrochen und zählt nicht; es geht weiter mit dem Aufschlag desjenigen, der im abgebrochenen Ballwechsel aufgeschlagen hat. War der Ball nicht im Spiel, schlägt der Rückschläger des unmittelbar vorangegangenen Ballwechsels auf (2.15.3).
- Der Schiedsrichter ruft: „Expedite“ – ab dem nächsten Punkt gilt das System.
- Das Spiel läuft unter Beschleunigungsregeln bis zum Spielende.
Zählen der Rückschläge: Im Beschleunigungssystem zählt der Assistent (oder ein eingeteilter Zähler) die Rückschläge des Rückschlägers laut: „1, 2, 3 … bis 13.“ Bringt der Rückschläger den Ball 13-mal regelgerecht zurück, bekommt er automatisch den Punkt. Der Eröffnungsschlag des Aufschlägers zählt nicht mit.
Aufschlagwechsel: Im Beschleunigungssystem wechselt der Aufschlag nach jedem Punkt (gleiche Regel wie beim Einstand).
Was vom Schiedsrichter erwartet wird: Der Schiedsrichter sollte das System Spielern erklären können, die es nicht kennen – besonders auf Amateurniveau, wo es selten vorkommt. Beide Spieler nach etwa 9 Minuten vorzuwarnen, ist gängige Schiedsrichterpraxis und keine Regel – die Regeln kennen keine Vorwarnpflicht.
In der Praxis: Im heutigen Tischtennis mit Sätzen bis 11 ist das Beschleunigungssystem extrem selten. Häufiger war es im alten 21-Punkte-Format, vor allem in Partien zwischen Abwehrspielern.
Doppelrotation pfeifen
Beim Doppel im Tischtennis muss der Schiedsrichter die strenge Schlag- und Aufschlagreihenfolge verfolgen:
Schlagreihenfolge: Die Spieler müssen abwechselnd schlagen: A schlägt auf → X nimmt an → B retourniert → Y retourniert → A retourniert → X retourniert → und so weiter. Schlägt ein Spieler außer der Reihe, spricht der Schiedsrichter den Punkt sofort dem Gegnerdoppel zu.
Aufschlagrotation innerhalb eines Satzes: Der Schiedsrichter verfolgt die Vier-Spieler-Rotation für Aufschlag und Annahme:
- Spieler A schlägt zu Spieler X auf (2 Punkte)
- Spieler X schlägt zu Spieler B auf (2 Punkte)
- Spieler B schlägt zu Spieler Y auf (2 Punkte)
- Spieler Y schlägt zu Spieler A auf (2 Punkte)
- Der Zyklus wiederholt sich
Zwischen den Sätzen: Zu Beginn jedes neuen Satzes schlägt das Doppel auf, das im vorigen Satz angenommen hat, und es wählt seinen Aufschläger selbst. Das annehmende Doppel hat diese Wahl nach dem ersten Satz des Spiels nicht mehr: Nach Regel 2.13.4 ist erster Rückschläger automatisch der Spieler, der im vorangegangenen Satz zu diesem Aufschläger aufgeschlagen hat. Wer das annehmende Doppel wählen lässt, verliert die Rotation sofort.
Im Entscheidungssatz (Seitenwechsel bei 5): Erreicht ein Doppel im Entscheidungssatz 5 Punkte, wechseln beide Doppel die Seiten UND das Rückschlagteam tauscht seinen Annehmenden. Wer beim Seitenwechsel nicht zurückgeschlagen hat, wird zum neuen Rückschläger.
Häufige Fehler, die der Schiedsrichter abfängt:
- Falscher Aufschläger (außer der Rotation)
- Falscher Rückschläger
- Derselbe Spieler schlägt zweimal hintereinander
- Aufschlag auf die falsche Diagonale
Der Schiedsrichter sollte sich eine Rotationsskizze aufschreiben, um die korrekte Reihenfolge über das ganze Spiel zu halten.
Fehlverhalten: Verwarnungen, Strafen und Sanktionen
Der Schiedsrichter steuert das Verhalten der Spieler über eine gestufte Staffel in Regel 3.5.2. Diese Staffel ist präzise formuliert — und wird regelmäßig falsch wiedergegeben, einschließlich der verbreiteten Behauptung, die Rote Karte allein bedeute zwei Strafpunkte. Das tut sie nicht.
Gelbe Karte — Verwarnung (keine Punkte). Bei einem weniger schweren ersten Vergehen darf der Schiedsrichter eine Gelbe Karte hochhalten und den Betreffenden verwarnen, dass jedes weitere Vergehen Strafen nach sich zieht (3.5.2.2). Regel 3.5.2.1 benennt das Verhalten: alles, was einen Gegner unfair beeinträchtigt, Zuschauer verletzt oder dem Ansehen des Sports schadet — beleidigende Sprache, absichtliches Zerstören des Balls oder Schlagen aus dem Spielbereich, Treten gegen Tisch oder Umrandung, Respektlosigkeit gegenüber Offiziellen. Zusätzlich kommt ein gelber Marker auf oder neben die Anzeigetafel (3.4.1.5), damit die Verwarnung für den Rest des Spiels sichtbar bleibt.
Gelb und Rot zusammen — 1 Strafpunkt. Begeht ein verwarnter Spieler im selben Einzel- oder Mannschaftsspiel ein zweites Vergehen, spricht der Schiedsrichter dem Gegner 1 Punkt zu und hält dabei Gelbe und Rote Karte gemeinsam hoch (3.5.2.3).
Erneut Gelb und Rot zusammen — 2 Strafpunkte. Für ein weiteres Vergehen spricht der Schiedsrichter 2 Punkte zu, wieder mit beiden Karten gleichzeitig (3.5.2.3). Die Staffel läuft also 0 → 1 → 2; wer diese Stufe erreicht, hat insgesamt 3 Strafpunkte abgegeben.
Danach übernimmt der Oberschiedsrichter. Sind im selben Spiel 3 Strafpunkte verhängt und der Spieler verhält sich weiter daneben, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel und meldet sofort dem Oberschiedsrichter (3.5.2.4). Ein schweres Vergehen überspringt die gesamte Staffel: Der Schiedsrichter unterbricht sofort und meldet (3.5.2.2). Auch ein Schlägerwechsel während des Spiels, wenn der Schläger nicht beschädigt war, geht an den Oberschiedsrichter: Der Schiedsrichter unterbricht und meldet (3.5.2.5).
Die Rote Karte allein ist keine Punktstrafe. Der Schiedsrichter zeigt eine Rote Karte allein nur, um einen Berater aus dem Spielbereich zu weisen (3.5.1.2, 3.5.1.4, 3.5.2.7). Der Oberschiedsrichter zeigt sie, wenn er einen Spieler wegen grob unfairen oder beleidigenden Verhaltens von einem Spiel, einem Wettbewerb oder dem ganzen Turnier ausschließt — unabhängig davon, ob der Schiedsrichter gemeldet hat (3.5.2.8). Wer aus zwei Spielen ausgeschlossen wird, ist automatisch aus dem gesamten Wettbewerb draußen (3.5.2.9); wer zweimal während eines Turniers aus dem Spielbereich gewiesen wurde, kann für den Rest des Turniers gesperrt werden (3.5.2.10). Ein Ausschluss kostet Titel, Medaille, Preisgeld und Ranglistenpunkte (3.5.2.11). Bei leichteren Verstößen, die keinen Ausschluss rechtfertigen, kann der Oberschiedsrichter den Fall an die ITTF Integrity Unit melden (3.5.2.8).
Doppel: Eine Verwarnung oder Strafe gegen einen der beiden gilt für das Doppel; zu Beginn eines Doppels startet das Paar mit der höheren der Strafen, die einer der beiden zuvor im selben Mannschaftsspiel kassiert hat (3.5.2.6).
Coaching — die heutige Regel. Die alte Beschränkung des Coachings auf die Pausen gilt nicht mehr, und Darstellungen, die sie noch wiederholen, sind veraltet. Nach 3.5.1.3 dürfen Spieler jederzeit außer während der Ballwechsel Ratschläge erhalten, solange das Spiel dadurch nicht verzögert wird. Im Mannschaftswettbewerb darf jede Person coachen, die zum Aufenthalt im Spielbereich berechtigt ist (3.5.1.1); im Einzel nur eine dem Schiedsrichter vorher benannte Person (3.5.1.2).
Unerlaubtes Coaching wird mit Karten gegen den Berater geahndet, nicht gegen den Spieler. Eine nicht berechtigte Person, die coacht, wird sofort mit Roter Karte aus dem Spielbereich gewiesen (3.5.1.2). Ein berechtigter Berater, der unerlaubt coacht — im Ballwechsel oder verzögernd —, wird zuerst mit Gelber Karte verwarnt (3.5.1.3); coacht danach irgendjemand im selben Spiel erneut unerlaubt, zeigt der Schiedsrichter die Rote Karte und weist ihn aus dem Spielbereich, unabhängig davon, ob es die zuvor verwarnte Person war (3.5.1.4). Ein verwiesener Berater darf bis zum Ende des Mannschaftsspiels weder zurückkehren — außer wenn er selbst spielen muss — noch ersetzt werden (3.5.1.5); weigert er sich zu gehen oder kommt zu früh zurück, unterbricht der Schiedsrichter und meldet dem Oberschiedsrichter (3.5.1.6). All das hindert weder einen zulässigen Einspruch noch die Rücksprache mit einem Dolmetscher (3.5.1.7).
Praktische Hinweise für Schiedsrichter:
- Karten ruhig und souverän zeigen
- Karte klar dem Spieler, dem Oberschiedsrichter (falls anwesend) und dem Schreiber zeigen
- Vorfall im Spielbericht festhalten
- Nicht über Tatsachenentscheidungen diskutieren — die Entscheidung steht
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