Pickleball pfeifen: der Leitfaden
Aufschlagregeln, Küchenverstöße, Linienentscheidungen und Lizenz
Zuletzt aktualisiert: 4. Mai 2026
Im Pickleball steht ein einzelner Schiedsrichter im Mittelpunkt — auf großen Turnieren auf einem erhöhten Stuhl am Netzpfosten, auf Amateurturnieren stehend am Netz. Der Schiedsrichter ruft den Spielstand vor jedem Aufschlag, achtet auf Verstöße in der Küche (Non-Volley-Zone), setzt die Aufschlagregeln durch (von unten, unter Hüfthöhe, diagonal) und entscheidet Linien, wenn keine Linienrichter da sind. Im Freizeitspiel entscheiden die Spieler selbst nach einem Fair-Play-Prinzip — ein typischer Zug der Pickleball-Kultur.
Die Rolle des Schiedsrichters im Pickleball
Bei sanktionierten Turnieren und Topspielen leitet ein Schiedsrichter jedes Match. Seine Aufgaben:
Vor dem Spiel:
- prüfen, ob Platz, Netz und Material den Vorgaben entsprechen (Netzhöhe 34 Zoll in der Mitte, 36 Zoll an den Pfosten)
- die Vorbespiel-Besprechung mit den Spielern leiten: Münzwurf oder Schlägerdreh, um Aufschlagrecht und Seitenwahl zu klären
- Spieleridentität bestätigen und sicherstellen, dass die Schläger auf der USA-Pickleball-Zulassungsliste stehen
Während des Spiels:
- den Spielstand ansagen vor jedem Aufschlag. Im Doppel mit Side-out-Zählweise ruft der Schiedsrichter drei Zahlen (Punkte aufschlagende Mannschaft, Punkte annehmende Mannschaft, Aufschlägernummer). Im Rally Scoring oder Einzel sind es zwei Zahlen.
- richtige Aufstellung von Aufschläger und Annehmer sichern. Im Doppel mit Side-out heißt das: Aufschlägernummer und Feldhälfte prüfen (rechtes Feld bei gerader Punktzahl, linkes Feld bei ungerader)
- auf Aufschlagfehler achten: Ball über Hüfthöhe getroffen, keine Bewegung von unten, Schlägerkopf über dem Handgelenk im Treffpunkt, Fußfehler (Aufschläger tritt auf oder über die Grundlinie), Aufschlag landet in der Küche
- die Non-Volley-Zone (Küche) überwachen: Spieler volleyen in der Küche, oder ihr Schwung trägt sie nach dem Volley in die Küche
- Linienentscheidungen treffen, wenn keine Linienrichter da sind. Wenn Linienrichter eingesetzt sind, überlässt der Schiedsrichter ihnen die Grenzentscheidungen, behält aber das Recht zum Überschreiben
- Fehler ansagen: Aufschlagfehler, Küchenverstöße, Verstöße gegen die Zwei-Bounce-Regel, Ball im Aus
- Auszeiten verwalten: jede Mannschaft bekommt in der Standard-Turnierform typischerweise 2 Auszeiten pro Satz (je 60 Sekunden)
- Streit und Einsprüche klären: Spieler dürfen gegen Entscheidungen jenseits der Linienentscheidung Einspruch erheben — die endgültige Entscheidung trifft der Schiedsrichter
Nach dem Spiel:
- Endstand verkünden
- Spielprotokoll ausfüllen
- Fehlverhalten oder technische Probleme melden
| Role | Position | Primary |
|---|---|---|
| Schiedsrichter | Erhöhter Stuhl am Netzpfosten (professionell) oder stehend am Netz (Amateur) | Spielstandansage, Durchsetzung der Aufschlagregeln, Küchenverstöße, Linienentscheidungen, Spielleitung |
| Linienrichter (wenn eingesetzt) | An den Grundlinien postiert | Ball in / aus an den zugewiesenen Linien |
| Protokoll-Schiedsrichter (wenn eingesetzt) | Auf der dem Schiedsrichter gegenüberliegenden Seite | Unterstützt bei der Spielstandführung und der Kontrolle von Aufschläger- und Annehmerposition |
Aufschlagregeln: worauf der Schiedsrichter achtet
Der Aufschlag ist die am stärksten geregelte Aktion im Pickleball, und der Schiedsrichter muss bei jedem einzelnen Aufschlag mehrere Kriterien prüfen:
Volley-Aufschlag (Standardaufschlag):
- Bewegung von unten: Der Schläger muss im Treffpunkt klar in einem Aufwärtsbogen geführt werden. Seitliche oder Über-Kopf-Bewegungen sind Fehler.
- Schläger unter dem Handgelenk: Im Treffpunkt muss der höchste Punkt des Schlägerkopfes klar unter dem höchsten Punkt des Handgelenks liegen. Das verhindert, dass Spieler übermäßige Kraft oder Schnitt auf den Aufschlag bringen.
- Treffpunkt unter der Hüfte: Der Ball muss klar unter der Hüfte des Aufschlägers getroffen werden (definiert als Nabel). So bleibt der Aufschlag ein ballwechseleröffnender Schlag mit wenig Druck, keine Waffe.
Wortlautänderung 2026: USAP hat das Wort „klar" in alle drei Anforderungen des Volley-Aufschlags eingefügt (klar unter der Hüfte, Schläger klar unter dem Handgelenk, Bewegung klar im Aufwärtsbogen). Wirkung in der Praxis: Ein Schiedsrichter darf den Aufschlag als regelwidrig werten, sobald die Anforderung nicht zweifelsfrei erfüllt ist — die Verteidigung bei knappen Situationen greift nicht mehr. 4. Fußstellung: Mindestens ein Fuß muss hinter der Grundlinie sein. Kein Fuß darf die Grundlinie oder das Feld innerhalb der Grundlinie im Moment des Treffens berühren. Mindestens ein Fuß muss auf der Spielfläche sein (keine Sprungaufschläge). 5. Diagonal: Der Aufschlag muss diagonal über das Netz in das richtige Aufschlagfeld gehen (jenseits der Küche, innerhalb von Seiten- und Grundlinie).
Drop-Aufschlag (Alternative): Beim Drop-Aufschlag darf der Aufschläger den Ball aus beliebiger natürlicher Höhe (Hand, Schläger oder Körperhöhe) fallen lassen und nach dem Aufprall schlagen. Die zentrale Einschränkung: Der Ball darf nicht geworfen, nach oben getossed oder nach unten beschleunigt werden — er muss losgelassen und durch die Schwerkraft fallen gelassen werden. Der Drop-Aufschlag hat keine Vorgaben zu Schlägerstellung, Handgelenksposition oder Treffhöhe und ist deshalb die nachsichtigere Option für Einsteiger.
Aufschlag wiederholen (Let): Berührt der Aufschlag das Netz, landet aber im korrekten Aufschlagfeld, ist es eine Wiederholung und wird neu gespielt. Es gibt keine Begrenzung aufeinanderfolgender Wiederholungen. Berührt der Aufschlag das Netz und landet nicht im richtigen Feld (in der Küche, im Aus oder auf der falschen Seite), ist es ein Fehler.
Häufige Aufschlagfehler, die der Schiedsrichter pfeift:
- Aufschlag über Hüfthöhe getroffen
- Schlägerkopf über dem Handgelenk im Treffpunkt
- Füße des Aufschlägers auf oder innerhalb der Grundlinie im Treffpunkt
- Aufschlag landet in der Küche oder auf der Küchenlinie
- Aufschlag landet im Aus
- falscher Aufschläger (Doppel mit Side-out-Zählweise)
Verstöße in der Küche (Non-Volley-Zone)
Die Küchenregel ist die markanteste Vorschrift im Pickleball, und sie korrekt durchzusetzen, ist die anspruchsvollste Aufgabe des Schiedsrichters. Eine detaillierte Übersicht:
Die Grundregel: Ein Spieler darf den Ball nicht volleyen (vor dem Aufprall aus der Luft schlagen), solange irgendein Teil seines Körpers, seiner Kleidung oder seiner Ausrüstung die Küche oder die Küchenlinie berührt. Die Küche reicht 2,13 m tief auf jeder Netzseite, von Seitenlinie zu Seitenlinie.
Schwungregel (Momentum): Volleyt ein Spieler hinter der Küchenlinie, wird aber durch seinen Vorwärtsschwung in die Küche getragen (oder berührt die Küchenlinie) — auch nachdem der Ball tot ist, ist es ein Fehler. Die Schwungregel gilt, bis der Spieler außerhalb der Küche das Gleichgewicht wiederhergestellt hat. Das heißt:
- Ein Spieler volleyt und stolpert einen Schritt in die Küche → Fehler
- Ein Spieler volleyt, der Ball landet im Aus (toter Ball), und der Schwung trägt den Spieler danach in die Küche → trotzdem Fehler
- Ein Spieler volleyt, gewinnt vollständig außerhalb der Küche das Gleichgewicht zurück, geht dann in die Küche → kein Fehler (Gleichgewicht war wiederhergestellt)
Partner in der Küche: Volleyt ein Spieler und sein Partner steht in der Küche, ist das kein Fehler (nur die Position des volleyenden Spielers zählt). Berührt der Partner in der Küche den volleyenden Spieler aber physisch (etwa zum Stützen), und passiert das genau, während der volleyende Spieler sonst die Küche betreten hätte, kann das als Fehler gewertet werden.
Gegenstände in der Küche: Alles, was ein Spieler trägt oder bei sich hat — Schläger, Mütze, Sonnenbrille, Handtuch — und das während oder unmittelbar nach einem Volley in die Küche fällt, gilt als Fehler.
Was in der Küche erlaubt ist:
- Die Küche betreten, um einen aufgesprungenen Ball zu spielen (ein „Dink")
- Vor, zwischen oder nach Ballwechseln in der Küche stehen
- Einen aufgesprungenen Ball aus der Küche heraus spielen (das ist kein Volley)
Stellungsspiel des Schiedsrichters bei Küchenentscheidungen: Der Schiedsrichter braucht freie Sicht auf die Küchenlinie. Auf Elite-Niveau sitzt er auf einem erhöhten Stuhl am Netzpfosten und hat den optimalen Winkel. Auf Amateurturnieren muss der stehende Schiedsrichter seine Position laufend anpassen, um beide Küchenlinien im Blick zu behalten.
Linienentscheidungen: Fair-Play-Prinzip und Überschreiben durch den Schiedsrichter
Linienentscheidungen im Pickleball folgen einem markanten System, das die gemeinschaftsorientierte Kultur des Sports widerspiegelt:
Im Freizeitspiel (ohne Schiedsrichter): Spieler entscheiden selbst Linien auf ihrer Seite des Feldes. Ein Ball gilt als „in", wenn irgendein Teil von ihm irgendeinen Teil der Linie berührt. Das Fair-Play-Prinzip verlangt:
- Ein Ball ist nur dann „aus", wenn die Spieler klar Luft zwischen Ball und Linie sehen
- Bei Zweifel gilt der Ball als „in" (zugunsten des Gegners)
- Ein Spieler darf keinen Ball auf der Seite des Gegners als aus werten
- Sind sich Partner uneinig, gilt der Ball als „in" (Zweifel zugunsten des Gegners)
Im gepfiffenen Spiel (mit Schiedsrichter): Der Schiedsrichter entscheidet alle Linien, sofern keine eigenen Linienrichter eingeteilt sind. Seine Entscheidung ist endgültig. Sind Linienrichter da, zeigen sie für ihre Linien in oder aus an, und der Schiedsrichter folgt ihnen meist wegen ihrer näheren Sicht.
Überschreiben: Der Schiedsrichter darf die Entscheidung eines Linienrichters überschreiben, wenn er klar besser sieht und sich der Fehler sicher ist. Überschreiben bleibt selten und sollte nur bei eindeutiger Sicht erfolgen.
In/Aus-Bestimmung: Ein Ball ist „in", wenn irgendein Teil des Balls irgendeinen Teil der Linie berührt. Pickleball-Linien gehören zum Spielfeld (außer der Küchenlinie beim Aufschlag — dort macht das Treffen den Aufschlag zum Fehler). Da Pickleball mit einem perforierten Plastikball spielt, der sich beim Aufprall leicht verformt, sind knappe Entscheidungen oft wirklich schwer — deshalb das Fair-Play-Prinzip im Zweifel zugunsten von „in".
Linienentscheidungen beim Aufschlag: Für den Aufschlag gelten besondere Regeln:
- Auf der Seitenlinie oder Grundlinie → in (gültiger Aufschlag)
- Auf der Küchenlinie (Non-Volley-Zone-Linie) → Fehler (die Küchenlinie zählt beim Aufschlag zur Küche)
- In der Küche → Fehler
Vollständige Fehlerliste im Pickleball
Ein Fehler beendet den Ballwechsel sofort. Bei Rally Scoring bekommt die gegnerische Mannschaft einen Punkt. Bei Side-out-Zählweise wechselt das Aufschlagrecht (erst zum zweiten Aufschläger, dann zu den Gegnern). Hier die vollständige Liste:
Aufschlagfehler:
- Aufschlag mit Über-Kopf- oder Seitenbewegung
- Schlägerkopf über dem Handgelenk im Treffpunkt (nur Volley-Aufschlag)
- Ball über der Hüfte getroffen (nur Volley-Aufschlag)
- Fuß des Aufschlägers auf oder innerhalb der Grundlinie im Treffpunkt
- Aufschlag geht nicht über das Netz
- Aufschlag landet in der Küche oder auf der Küchenlinie
- Aufschlag landet im Aus
- Aufschlag landet auf der falschen Seite (nicht diagonal gegenüber)
- falscher Spieler schlägt auf (Doppel)
- Ball aufgeschlagen, bevor der Schiedsrichter den Spielstand fertig angesagt hat
Fehler im Spiel:
- Ball ins Netz geschlagen (kommt nicht rüber)
- Ball ins Aus geschlagen
- Ball springt auf einer Seite zweimal auf, bevor er zurückgespielt wird
- Spieler volleyt aus der Küche oder berührt dabei die Küchenlinie
- Schwung trägt den Spieler nach einem Volley in die Küche
- Schläger, Kleidung oder ein Gegenstand fällt während eines Volleys in die Küche
- Spieler berührt während des Ballwechsels das Netz oder den Netzpfosten
- Ball trifft einen Spieler (der getroffene Spieler verursacht den Fehler, außer der Ball wäre aus gegangen)
- Verstoß gegen die Zwei-Bounce-Regel: Die annehmende Mannschaft volleyt den Aufschlagrückschlag, oder die aufschlagende Mannschaft volleyt den dritten Schlag (bevor die zwei vorgeschriebenen Aufprünge erfolgt sind)
- Ball wird vom falschen Spieler eines Doppelteams gespielt (nur in sehr speziellen Regelszenarien relevant)
Verhaltensfehler:
- Ablenkung des Gegners während des Spiels (verbal oder körperlich)
- absichtliches Tragen oder Fangen des Balls auf dem Schläger
- technische Verwarnungen und technische Fehler durch den Schiedsrichter bei Fehlverhalten (unsportliches Verhalten, verbale Entgleisungen, übermäßiges Verzögern)
- Befugnis im Aufwärmen (neu 2026, Regel 13.M): Schiedsrichter dürfen technische Verwarnungen oder Fehler bereits im Aufwärmen aussprechen — vor dem ersten Aufschlag
Klarstellungen 2026:
- Triple Hits: Ein Ball, der den Schläger im selben durchgehenden Schwung drei- oder mehrmals berührt, ist erlaubt. Die Bewegung muss ununterbrochen bleiben — ein zweiter Schwung oder eine eigenständige Schlägeraktion ist weiterhin ein Fehler.
- Adaptives / Rollstuhl-Spiel: zugelassene adaptive Spieler dürfen den Ball vor dem Rückschlag zweimal aufspringen lassen. Der zweite Aufsprung darf irgendwo auf der Spielfläche landen. Gilt nur im sanktionierten Turnierspiel.
- Schlägerprüfung: Die Prüfung wandert vom lockeren Check-in zur verpflichtenden Vor-Spiel-Prüfung. Alle Schläger müssen die Kennzeichnung „USA Pickleball Approved" tragen und auf der offiziellen Zulassungsliste stehen.
Toter Ball (keine Fehler):
- Ball trifft den Netzpfosten oder eine feste Einrichtung außerhalb des Feldes und springt zurück ins Feld → toter Ball, kein spielbarer Schlag
- Ein Ball reißt oder bricht während eines Ballwechsels → Ballwechsel wird wiederholt
- Der Schiedsrichter unterbricht das Spiel aus einem beliebigen Grund (Sicherheit, Störung, falsche Spielstandansage)
Reihenfolge der Spielstandansage
Der Schiedsrichter muss den Spielstand vor jedem Aufschlag korrekt ansagen. Wer aufschlägt, bevor der Spielstand angesagt ist, macht einen Fehler. Die richtige Reihenfolge:
Doppel mit Side-out-Zählweise (drei Zahlen): Format: [Punkte aufschlagende Mannschaft] – [Punkte annehmende Mannschaft] – [Aufschlägernummer]
Beispiele:
- „0-0-2" → Spielbeginn. Aufschlagende Mannschaft hat 0, annehmende Mannschaft hat 0, es schlägt Aufschläger 2 (weil die startende Mannschaft nur einen Aufschläger erhält).
- „3-5-1" → Aufschlagende Mannschaft hat 3, annehmende Mannschaft hat 5, es schlägt Aufschläger 1.
- „7-7-2" → Beide Mannschaften haben 7, es schlägt Aufschläger 2.
Einzel mit Side-out-Zählweise (zwei Zahlen): Format: [Punkte Aufschläger] – [Punkte Annehmer]
Beispiele:
- „0-0" → Spielbeginn.
- „6-4" → Aufschläger hat 6, Annehmer hat 4.
Rally Scoring (zwei Zahlen): Format: [Punkte aufschlagende Mannschaft] – [Punkte annehmende Mannschaft]
Die Aufschlägernummer entfällt, weil jeder Ballwechsel einen Punkt bringt — das vereinfacht die Führung.
Ablauf der Spielstandansage:
- Der Schiedsrichter wartet, bis alle Spieler bereit und in Position sind.
- Er ruft den Spielstand in klarer, lauter Stimme.
- Nach der Ansage hält er kurz inne (etwa 1 bis 2 Sekunden), damit die Spieler den Stand prüfen oder beanstanden können.
- Dann darf der Aufschlag erfolgen. Wer aufschlägt, bevor der Spielstand fertig angesagt ist, macht einen Fehler.
Streit um den Spielstand: Meint ein Spieler, der angesagte Spielstand sei falsch, muss er die Sache vor dem Aufschlag ansprechen. Sobald aufgeschlagen wurde, gilt der angesagte Spielstand. Der Schiedsrichter klärt durch Blick auf das Protokoll und, falls nötig, mit dem Protokoll-Schiedsrichter.
So wirst du lizenzierter Pickleball-Schiedsrichter
USA Pickleball verantwortet die Schiedsrichterlizenz in den Vereinigten Staaten, die International Federation of Pickleball (IFP) auf internationaler Ebene. Der Lizenzweg ist gestuft:
Stufe 1 — Certified Referee:
- Offen für alle ab 15 Jahren
- Den Online-Schulungskurs von USA Pickleball abschließen (Video-Module im eigenen Tempo zu Regeln, Mechanik und Stellungsspiel)
- Eine schriftliche Prüfung bestehen (meist 80 % oder mehr erforderlich)
- Eine Praxisprüfung ablegen: mindestens 2 Spiele unter Beobachtung eines lizenzierten Lead Referee oder Senior Referee pfeifen
- Erlaubt Einsätze auf sanktionierten Amateurturnieren
Stufe 2 — Lead Referee:
- Erfahrung als Stufe-1-Schiedsrichter vorausgesetzt (Mindestzahl gepfiffener Spiele, meist 20+)
- Vertiefte Schulung zu Spielleitung, schwierigen Entscheidungen und Umgang mit Spielern
- Praxisprüfung auf einem höherklassigen Turnier
- Darf als Oberschiedsrichter eines Turniers fungieren und Anwärter der Stufe 1 bewerten
Stufe 3 — Senior Referee:
- Die höchste Lizenzstufe bei USA Pickleball
- Verlangt umfangreiche Erfahrung auf der Lead-Referee-Ebene
- Anspruchsvollere schriftliche und praktische Prüfungen
- Darf nationale Meisterschaften und Topspiele pfeifen
- Befugt, Schiedsrichter aller darunterliegenden Stufen auszubilden, zu betreuen und zu bewerten
Internationale Lizenz: Die IFP entwickelt internationale Standards, während Pickleball weltweit wächst. Aktuell folgen viele Länder der USA-Pickleball-Lizenz, eigenständige nationale Programme entstehen aber in Kanada, Indien, Großbritannien, Spanien und weiteren Ländern mit wachsender Pickleball-Szene.
So fängst du an: Geh auf die Website von USA Pickleball (usapickleball.org) und navigiere zum Officiating-Bereich. Der Online-Kurs steht allen offen, und viele lokale Pickleball-Clubs und Verbände werben aktiv ehrenamtliche Schiedsrichter und bieten Praxisbetreuung auf lokalen Turnieren.
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Häufige Fragen
Primärquellen
- USA Pickleball Official Rulebook — USA Pickleball
- USA Pickleball Officiating Resources — USA Pickleball
- PPA Tour Official Rules and Regulations — PPA
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